Tierseuche Was wurde eigentlich aus BSE?
Obwohl die Krankheit gebannt ist, werden immer noch massenhaft Tiere getestet: Eine teure Show.
© Sean Gallup/Getty Images

Eine Kuh im Stall: Die Massentests an den Tieren kosten den Staat viel Geld
Vor zehn Jahren schockte der Rinderwahnsinn die Nation: Im November 2000 wurde das erste deutsche Rind positiv getestet auf die Hirnerkrankung BSE.
Alarmiert berichteten die Medien über die »Seuche«, die von Großbritannien übergesprungen war. Sie drohte über Fleisch und andere Produkte von Rindern Verbraucher in den Wahnsinn zu treiben – in die menschliche Form von BSE, eine Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit (vCJK).
Alle Schwüre, deutsches Fleisch sei sicher, waren Makulatur. Zwei Minister mussten gehen. Radikale Maßnahmen sollten Vertrauen schaffen, strikte Fütterungsvorschriften, millionenfache Tests, Vernichten von Risikomaterial wie Hirn und Rückenmark. Plötzlich war ein Zehntel jedes Schlachtrindes Sondermüll. Mit »Nulltoleranz« profilierte sich das Landwirtschaftsministerium als Vorreiter im Verbraucherschutz. Die Maßnahmen wirkten. Die Zahl positiv getesteter Schlachtrinder sank von jährlich 125 auf nur noch jeweils 2 alte Kühe in den Jahren 2008 und 2009 (2010 bisher null). Kein Mensch erkrankte in Deutschland an vCJK, die befürchtete Epidemie in Großbritannien blieb aus. Und kein deutsches, nach 2002 geborenes Tier war mehr BSE-positiv.
Doch noch immer gibt es Massentests an jüngeren Tieren, die Millionen kosten und null Ergebnis bringen: Sie sind inzwischen überflüssig. Die Schweiz hat sie längst abgeschafft. Auch in Berlin hat sich herumgesprochen, dass Handlungsbedarf besteht. So fordert die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan , die Abschaffung der Tests und eine »überfällige Korrektur der Überregulierung bei BSE-spezifischen Vorschriften«. Doch das Bundeslandwirtschaftsministerium zögert eine Vereinfachung der BSE-Vorschriften hinaus, aus Angst vor Kritik, das schwäche den Verbraucherschutz. Also wird weiter Nulltoleranz demonstriert. Die Kosten für diese Show trägt der Verbraucher.
- Datum 24.11.2010 - 12:25 Uhr
- Quelle ZEIT Wissen 6/2010
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Fleisch ist ohnehin viel zu günstig...und ungesund, aber das ist ja hier nicht Thema.
Ich hoffe Ihnen ist bewusst, dass der Grossteil der heute bekannten Krankheiten erst nach Beginn der neolithischen Revolution entstand. Die damalige Ernaehrung die groesstenteils aus Wildfleisch,Huelsenfruechten & Pflanzen bestand ist im Vergleich zu Muesli,Milch & Brot um Welten gesuender. Auch sollten Sie bedenken dass der Mensch fuer eine komplette Ernaehrungsumstellung auf genetischer Ebene ca 20.000 Jahre benoetigt, die Rueckrechnung ueberlasse ich Ihnen...
Ich hoffe Ihnen ist bewusst, dass der Grossteil der heute bekannten Krankheiten erst nach Beginn der neolithischen Revolution entstand. Die damalige Ernaehrung die groesstenteils aus Wildfleisch,Huelsenfruechten & Pflanzen bestand ist im Vergleich zu Muesli,Milch & Brot um Welten gesuender. Auch sollten Sie bedenken dass der Mensch fuer eine komplette Ernaehrungsumstellung auf genetischer Ebene ca 20.000 Jahre benoetigt, die Rueckrechnung ueberlasse ich Ihnen...
wie #1 schon schrieb.
Fleisch ist doch billig. Gefühlt würde ich sagen, daß Rindfleisch eher preiswerter wurde.
Aber wahrscheinlich würde ein Blick in die Statistik aufklären.
Ich hoffe Ihnen ist bewusst, dass der Grossteil der heute bekannten Krankheiten erst nach Beginn der neolithischen Revolution entstand. Die damalige Ernaehrung die groesstenteils aus Wildfleisch,Huelsenfruechten & Pflanzen bestand ist im Vergleich zu Muesli,Milch & Brot um Welten gesuender. Auch sollten Sie bedenken dass der Mensch fuer eine komplette Ernaehrungsumstellung auf genetischer Ebene ca 20.000 Jahre benoetigt, die Rueckrechnung ueberlasse ich Ihnen...
Naja, aber im Artikel werden die Kosten moniert, darum geht es ja hier. Und es ist wohl kaum von der Hand zu weisen, dass Fleisch zu Spottpreisen verkauft wird.
Naja, aber im Artikel werden die Kosten moniert, darum geht es ja hier. Und es ist wohl kaum von der Hand zu weisen, dass Fleisch zu Spottpreisen verkauft wird.
Naja, aber im Artikel werden die Kosten moniert, darum geht es ja hier. Und es ist wohl kaum von der Hand zu weisen, dass Fleisch zu Spottpreisen verkauft wird.
...gäbe es keine klaren Linien:
- Die Vorratsdatenspeicherung ist gegen RICHTIG gefährliche Verbrecher nur eine TEURE Show, die der Verbraucher bezahlt
- BSE Tests sind eine TEURE Show, die dr Verbraucher bezahlt
- Schwerbewaffnete Polizeipatrouillen bei "Terrorwarnung" sind nur eine TEURE Show, bezahlen tut der Staat (und die Polizisten mit ihrer Freizeit)
Kurz und knapp, ein Trend:
Reale Sicherheit wird durch gefühlte Sicherheit ersetzt, die Kosten werden möglichst privatisiert.
;) Eine illegale Vorratsdatenspeicherung, die Null bringt bei Global vernetzten Terroristen ist doch wichtiger als Lebensmittelsicherheit.
Ja wo kommen wir denn hin, wenn wir Prioritäten so legen, dass Lebensmittelsicherheit wichtiger ist als VDS (und angebliche Terrorismusbekämpfung)?
Abgesehen davon, dass sich etwaige Terroristen schwer anstrengen müssten, um soviel Schaden verursachen zu können wie ein mögliches, erneutes aufflackern von BSE...
;) Eine illegale Vorratsdatenspeicherung, die Null bringt bei Global vernetzten Terroristen ist doch wichtiger als Lebensmittelsicherheit.
Ja wo kommen wir denn hin, wenn wir Prioritäten so legen, dass Lebensmittelsicherheit wichtiger ist als VDS (und angebliche Terrorismusbekämpfung)?
Abgesehen davon, dass sich etwaige Terroristen schwer anstrengen müssten, um soviel Schaden verursachen zu können wie ein mögliches, erneutes aufflackern von BSE...
;) Eine illegale Vorratsdatenspeicherung, die Null bringt bei Global vernetzten Terroristen ist doch wichtiger als Lebensmittelsicherheit.
Ja wo kommen wir denn hin, wenn wir Prioritäten so legen, dass Lebensmittelsicherheit wichtiger ist als VDS (und angebliche Terrorismusbekämpfung)?
Abgesehen davon, dass sich etwaige Terroristen schwer anstrengen müssten, um soviel Schaden verursachen zu können wie ein mögliches, erneutes aufflackern von BSE...
Leider stimmt es nicht, dass kein Mensch erkrankte. Mir ist eine Frau bekannt, die erkrankt ist. Bei ihr wurde eine Art von BSE- vCJK-Erkrankung diagnostiziert. Sie konnte Skifahren, verlor ohne erkennbaren Grund das Gleichgewicht, ihre Gedächstnisleistung nahm über Jahre mehr und mehr ab, dann stand sie neben einem Stuhl am Tisch und wusste nicht mehr, dass sie sich hinsetzen wollt. Inzwischen lebt sie in einem Heim. Das dürfte nicht der einzige Fall sein, leider.
Einfach einmal querdenken, diesem Tier in die Augen schauen, dann lösen sich diese "Probleme" ganz von selbst, leicht und schnell.
Nein, ich liebe Tiere nicht mehr als Menschen!
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