ZEIT Wissen Expertenrat Sollte mein fünfjähriger Sohn den Leichnam seines Opas noch einmal sehen dürfen?

Abschied nehmen ist wichtig, und die Aufbahrung kann dazu dienen, sagt Beate Alefeld-Gerges. Die Sozialpädagogin beantwortet die Frage der Leserin Anke Krüger.

Der Tod des Opas betrifft die ganze Familie. Oft äußern Kinder selbst den Wunsch, sich zu verabschieden. Reden Sie mit Ihrem Sohn über die Aufbahrung und die Beerdigung, und fragen Sie ihn, ob er den Leichnam noch einmal sehen möchte.

Abschied nehmen ist wichtig, und die Aufbahrung kann eine gute Gelegenheit dazu sein. Wenn er dabei sein möchte, empfiehlt es sich, ihm eine Bezugsperson zur Seite zu stellen, zu der er Vertrauen hat, die aber selbst nicht zu sehr trauert. Falls der Anblick des Aufgebahrten Ihrem Sohn doch zu viel wird, muss er hinausgehen dürfen.

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Wenn der Verstorbene durch einen Unfall oder eine Krankheit sehr entstellt ist, sollte man den Anblick vermeiden. Man kann stattdessen zum Beispiel den Leichnam zudecken und das Kind die Hand berühren lassen.

Die Sozialpädagogin Beate Alefeld-Gerges gründete den Verein Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche.

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Alle Folgen der Serie "Expertenrat" finden Sie hier.

 
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