Ernährung "Wie kann man Kindern gesundes Essen nahebringen?"
Das fragt der britische Fernsehkoch und Autor Jamie Oliver. Ihm antworten eine Ernährungspsychologin, NRWs Verbraucherschutzminister und eine Expertin von "Foodwatch".

Jamie Oliver ist in einer Küche groß geworden: Schon mit sieben schälte er im Restaurant seines Vaters Kartoffeln. Heute ist er berühmt für seine Kochshows und -bücher. Er setzt sich obendrein für besseres Essen in Schulkantinen und den Kampf gegen Übergewicht ein. Ende Oktober erscheint sein neues Buch »Jamies 30-Minuten-Menüs«
Den Begriff »gesund« vermeiden
»Auf keinen Fall ›gesund‹ draufschreiben! Kinder verknüpfen ›gesund‹ mit Bevormundung und Zwang sowie mit der Erfahrung ›schmeckt sowieso nicht‹, da Eltern sie oft drängen, die so betitelten Produkte zu essen. Besser ist es, über den guten Geschmack zu motivieren: ›Probier doch mal den Brokkoli, der ist richtig lecker!‹ Und wenn positiv besetzte Vorbilder (Eltern, Großeltern, Freunde) den Brokkoli mit Genuss essen, werden Kinder aus dieser Beobachtung lernen und das Essverhalten übernehmen.
Das Wort ›gesund‹ sollte im Zusammenhang mit Essen und Trinken gar nicht benutzt werden, es schadet mehr, als es nützt! Letztlich gibt es auch keine gesunden und ungesunden Lebensmittel – nicht das einzelne Produkt, sondern die Gesamtauswahl über einen längeren Zeitraum entscheidet, ob Essen die Gesundheit fördert oder ihr schadet.«
Thomas Ellrott, Ernährungspsychologe, Universitätsmedizin Göttingen
Obst in die Schulklasse liefern
»Eigentlich ganz einfach – indem man selber gesund isst. Und mit Kindern kocht. Unsere Erfahrung zeigt aber: Vielen Kindern wird zu Hause gesunde Ernährung nicht mehr vorgelebt. Deshalb versuchen wir über das NRW-Schulobstprogramm, mit einer täglichen Portion frischem Obst und Gemüse die Essgewohnheiten von Kindern positiv zu beeinflussen. 85.000 Kinder im Grundschulalter bekommen jeden Morgen ihr ganz persönliches Obst und Gemüse in die Klasse geliefert.
Gemeinsam werden Apfel, Tomate und Co. klein geschnitten, ältere Schüler helfen den jüngeren. Zum Programm gehören auch Besuche auf dem Bauernhof und Unterricht zu gesunder Ernährung. Das Schulobstprogramm hilft uns dabei, Wissen spielerisch, mit Anfassen und Ausprobieren zu vermitteln. Und als Belohnung darf das Lernmittel dann gegessen werden.
Johannes Remmel, Verbraucherschutzminister von Nordrhein-Westfalen
«Vorsicht vor Disney-Figuren
»Bonbons mit Vitaminen, Frühstücksflocken mit ›Vollkorngarantie‹, Schokolade mit der ›Extraportion Milch‹: Die Supermärkte sind voll von augenscheinlich gesunden Produkten für Kinder. Und wie man Kindern diese Produkte nahebringen kann, wissen die Lebensmittelhersteller auch ganz genau – mit Disney-Figuren, Aufklebern und Sammelpunkten als Dreingabe. 2,8 Milliarden Euro gibt die Branche im Jahr für Werbung aus, mehr als die Autoindustrie. Größter Posten: Werbung für Schokolade und Zuckerwaren.
Niemand hat etwas dagegen, wenn Kinder mal etwas Süßes essen. Aber dann müssen sie Süßigkeiten auch als solche erkennen können. Vitamine machen aus Bonbons noch kein Obst, und 31 Prozent Vollkorn aus Cini Minis (33 Prozent Zucker!) kein Vollwertfrühstück.
Deshalb gilt: Vorsicht bei allem, was schreit: ›Ich bin gesund!‹«
Christiane Groß, Sprecherin von foodwatch
- Datum 15.10.2010 - 13:11 Uhr
- Quelle ZEIT Wissen 06/2010
- Kommentare 19
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Ernährung nicht an.
Viele Menschen können garnicht richtig kochen,sei es weil es ihnen niemand beigebracht hat oder weil sie keine Zeit dafür haben.Man sollte sich nur mal die sog.Promis bei den diversen Kochshows ansehen,wie doof die sich anstellen .Sogar für das Schälen einer Kartoffel brauchen die noch eine Gebrauchsanweisung.
http://albert-schweitzer-...
Deutsche essen über 12 Milliarden Tiere pro Jahr
Der durchschnittliche Bundesbürger isst rund 150 Tiere pro Jahr. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ruft dazu auf, diese Zahl drastisch zu senken.
Fleisch ist und bleibt Mord, auch wenns andere für einen tun!
Toll, dass - kaum das es um das Thema Ernährung geht - die Anti-Fleisch-Mafia ihre Kommentare zurück lassen muss. In dem ganzen obigen Artikel wird nicht einmal das Wort Fleisch erwähnt, aber gleich als zweiter Kommentar kommt dieses "fleisch-ist-Mord"-Gelabbere - was dementsprechend mit dem thema des Artikels herzlich wenig zu tun hat. Vielleicht sollten auch mal völlig "artfremde" Kommentare gelöscht werden - in der Schule wurde sowas schließlich auch mit "am Thema vorbei" entsprechend schlecht benotet...
Toll, dass - kaum das es um das Thema Ernährung geht - die Anti-Fleisch-Mafia ihre Kommentare zurück lassen muss. In dem ganzen obigen Artikel wird nicht einmal das Wort Fleisch erwähnt, aber gleich als zweiter Kommentar kommt dieses "fleisch-ist-Mord"-Gelabbere - was dementsprechend mit dem thema des Artikels herzlich wenig zu tun hat. Vielleicht sollten auch mal völlig "artfremde" Kommentare gelöscht werden - in der Schule wurde sowas schließlich auch mit "am Thema vorbei" entsprechend schlecht benotet...
@ achimvr: Mord ist gemäß § 211 StGB ein Straftatbestand, der eintritt, wenn ein Mensch einen anderen tötet. Fleisch ist daher kein Mord.
Wo ich Ihnen allerdings zustimme: es wird zu viel Fleisch gegessen, ja. Es hilft aber auch nicht, mit dem erhobenen Zeigefinger zu kommen ("Ihr pösen pösen Fleischfresser, ihr seid ja echt sowasvon widerlich, äh!!"). Man muss den Leuten sagen, warum zu viel Fleisch nicht gut ist. Und das nicht nur über dem Mittagessen in der Kantine mit den Schnitzelkauenden Kollegen ("Iiiiieh, sowas isst Du!?"), sondern durch vernünftige Aufklärungskampagnen in Grundschulen, durch steuerfinanzierte 'Werbung' in den Medien und und und.
Am Ende sollte dann nichtd er Hardcore-Vegetarier stehen, sondern ein gemäßigter Bürger, der weiß, wie viel Fleisch OK ist.
außer es gelingt einmal dieses im Labor zu züchten.
Bis dahin muß das Tier umgebracht werden und bleibt damit Mord. Tiere sind Lebewesen und mit uns verwandt, warum werden keine Affen zum Essen gezüchtet?
Auch wenn es nicht strafbar ist Affen zu morden und das in einigen Ländern so getan wird, gut heißen kann ICH das nicht - es bleibt Mord.
Ansonsten lesen Sie einfach nochmal meinen Kommentar. Ich wiederhole es aber gern nochmal:
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ruft dazu auf, diese Zahl drastisch zu senken.
Natürlich bin ich mir im Klaren dass der Geist und der Wille bei den meisten Menschen schwach ist und das obwohl es gerade in Dtl. genügend Alternativen gibt.
außer es gelingt einmal dieses im Labor zu züchten.
Bis dahin muß das Tier umgebracht werden und bleibt damit Mord. Tiere sind Lebewesen und mit uns verwandt, warum werden keine Affen zum Essen gezüchtet?
Auch wenn es nicht strafbar ist Affen zu morden und das in einigen Ländern so getan wird, gut heißen kann ICH das nicht - es bleibt Mord.
Ansonsten lesen Sie einfach nochmal meinen Kommentar. Ich wiederhole es aber gern nochmal:
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ruft dazu auf, diese Zahl drastisch zu senken.
Natürlich bin ich mir im Klaren dass der Geist und der Wille bei den meisten Menschen schwach ist und das obwohl es gerade in Dtl. genügend Alternativen gibt.
außer es gelingt einmal dieses im Labor zu züchten.
Bis dahin muß das Tier umgebracht werden und bleibt damit Mord. Tiere sind Lebewesen und mit uns verwandt, warum werden keine Affen zum Essen gezüchtet?
Auch wenn es nicht strafbar ist Affen zu morden und das in einigen Ländern so getan wird, gut heißen kann ICH das nicht - es bleibt Mord.
Ansonsten lesen Sie einfach nochmal meinen Kommentar. Ich wiederhole es aber gern nochmal:
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ruft dazu auf, diese Zahl drastisch zu senken.
Natürlich bin ich mir im Klaren dass der Geist und der Wille bei den meisten Menschen schwach ist und das obwohl es gerade in Dtl. genügend Alternativen gibt.
... gehalten werden. Betrachten wir die Physiologie des homo sapiens sapiens und schließen daraus, für welchen Nahrungsmix er denn so gemacht ist. Dass die Natur viel aushalten kann, zeigt sich ja auch daran, dass Kühe Zeitungen und Zement fressen und verdauen können, uU sogar Hühnerkot ( oder waren das andere Nutztiere? ), ebenso kann auch ein Mensch ziemlich lange "vegan" vegetieren ( Wortspiel ). Wenn ein Mensch nur von Gemüse leben soll, warum ist er dann ein Mensch und kein Rindvieh?
... gehalten werden. Betrachten wir die Physiologie des homo sapiens sapiens und schließen daraus, für welchen Nahrungsmix er denn so gemacht ist. Dass die Natur viel aushalten kann, zeigt sich ja auch daran, dass Kühe Zeitungen und Zement fressen und verdauen können, uU sogar Hühnerkot ( oder waren das andere Nutztiere? ), ebenso kann auch ein Mensch ziemlich lange "vegan" vegetieren ( Wortspiel ). Wenn ein Mensch nur von Gemüse leben soll, warum ist er dann ein Mensch und kein Rindvieh?
... gehalten werden. Betrachten wir die Physiologie des homo sapiens sapiens und schließen daraus, für welchen Nahrungsmix er denn so gemacht ist. Dass die Natur viel aushalten kann, zeigt sich ja auch daran, dass Kühe Zeitungen und Zement fressen und verdauen können, uU sogar Hühnerkot ( oder waren das andere Nutztiere? ), ebenso kann auch ein Mensch ziemlich lange "vegan" vegetieren ( Wortspiel ). Wenn ein Mensch nur von Gemüse leben soll, warum ist er dann ein Mensch und kein Rindvieh?
Wer vehement behauptet, dass das Töten von Tieren Mord wäre, der sollte vielleicht ein Blatt lesen, das ebenso feststehende Begriffe falsch verwendet. Der Mord ist in unserem Rechtsstaat klar definiert und Tiere fallen nicht in die Zielgruppe. Solange also kein Menschenfleisch beim Discounter angeboten wird, bleibt die „Fleisch-ist-Mord-Lobby“ nur zu belächeln.
Wer aber wirklich etwas an dem Massenhaften Fleischkonsum der Mitbürger ändern will, sollte diese nicht zu Vegetariern oder Veganern umerziehen, sondern sich dafür einsetzen, dass die Haltungsbedingungen der Massentierhaltung geändert werden. Die daraus resultierenden höheren Kosten für das Fleisch würden automatisch das Konsumverhalten verändern.
Entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion/ag
So lange man Kinder essenstechnisch als Problem definiert, wird sich auch nichts ändern. Selbst Fernsehköche tragen dieses Problembehaftete aus. Keine (Kinder)kochshow ohne das Übliche "Was, du magst Gemüse?"-Gedöns. Gehen Sie doch mal in ein Restaurant und betrachten Sie die "Kinderkarte": Fritten, Separatorfleischnuggets, Spaghetti, Burger... Entschuldigung, dass heisst Schneewittchen-Burger, oder Piratennuggets. Hier erreicht die Infantilisierung jedoch eher die Elten, denn wenn man Kinder wählen lässt, entscheiden Sie sich oft andere Gerichte. Eltern werden von allen Seiten indoktriniert, dass Kinder erstmal gar nichts mögen und jedes zaghafte "das mag ich nicht" wird auch zukünftig von der heimischen Speisekarte gestrichen. Wir kennen sogar Eltern, die zweimal täglich kochen: einmal für die Kinder und einmal für die Erwachsenen. Die Nahrungsmittelindustrie und Gastronomie legt dann noch mal nach: Wir haben unzählige unerfreuliche Situationen gerade in Restaurants erlebt, da man nicht bereit war, "normale" Geriche von der Karte als halbe Portion für Kinder anzubieten. Seniorenteller ja, Kinderteller nein. Unsere Kinder haben von klein auf mit uns problemlos, entspannt und "normal" gegessen, warum sollen sie im Restaurant plötzlich auf Frittenkonsumenten reduziert werden? Wir gehen deshalb nur noch selten essen. Nur Restaurants, die bereit sind, alles von der Karte auch an Kinder zu verfüttern, beehren wir sehr gerne mit einem Besuch.
...habe ich zwar auch schon gemacht, allerdings eher selten. Seit mein Sohn sehr klein ist, frage ich entweder nach einer halben Portion eines normalen Gerichts (wird meistens gemacht) oder ich teile mir ein Gericht mit ihm. Restaurantportionen sind oft so reichlich, dass wir beide satt werden, jedenfalls, wenn ich noch eine Vorspeise nehme. Die Kinderkarte, da gebe ich Ihnen allerdings recht, ist in fast allen Fällen eine Frechheit und eine Zumutung.
...habe ich zwar auch schon gemacht, allerdings eher selten. Seit mein Sohn sehr klein ist, frage ich entweder nach einer halben Portion eines normalen Gerichts (wird meistens gemacht) oder ich teile mir ein Gericht mit ihm. Restaurantportionen sind oft so reichlich, dass wir beide satt werden, jedenfalls, wenn ich noch eine Vorspeise nehme. Die Kinderkarte, da gebe ich Ihnen allerdings recht, ist in fast allen Fällen eine Frechheit und eine Zumutung.
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