Psychologie So überwindet man Frust
Vor allem in sozialen Berufen sind Erfolgserlebnisse selten. Oft folgen Enttäuschung und Frustration, viele Betroffene erleiden ein Burn-out-Syndrom. Doch im Job und in der Freizeit kann man vorbeugen.
© g-mikee/photocase.com

Fehlen auf der Arbeit Erfolgserlebnisse, nimmt der Frust zu
Ein Arzt will heilen, ein Lehrer Wissen vermitteln oder sogar begeistern, ein Sozialpädagoge will Menschen neue Chancen geben. Doch was, wenn Patienten sterben, Schüler nichts wissen wollen und kriminelle Jugendliche kriminell bleiben? Dann fehlt das Erfolgserlebnis.
Wissenschaftler haben beobachtet, dass Menschen, die sich beruflich für andere einsetzen, häufig in eine Abwärtsspirale geraten. »Am Anfang steht die Begeisterung für den Beruf«, sagt der Arbeitsmediziner Ralf Wegner, der sich am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf mit Frustration im Beruf und Burn-out beschäftigt. Schon bald jedoch erlebten die Menschen in sozialen Berufen ihre Arbeit als weniger reizvoll, der Frust nehme zu. »Viele fragen sich in dieser Phase, ob es überhaupt sinnvoll ist, Menschen zu helfen, denen erfahrungsgemäß kaum zu helfen ist«, sagt Wegner. Die nächste Stufe kann Apathie sein: Man leistet bloß noch Dienst nach Vorschrift. Am Ende steht oft die völlige Erschöpfung, viele erleiden ein Burn-out-Syndrom.
Damit es nicht so weit kommt, schlägt Wegner vor: »In der Ausbildung sollte man lernen, wie man mit den menschlichen Problemen im Beruf zurechtkommt.« So müsse ein Lehrer wissen: Wie motiviere ich Schüler und mich selbst? Ärzte müssten lernen: Wie spreche ich mit einem Sterbenden und dessen Angehörigen?
Außerdem sollten Kollegen einander Rückmeldungen geben. »Vielleicht kann ein Lehrer einen Kollegen bitten, sich mit in den Unterricht zu setzen und ihm hinterher eine konstruktive Kritik zu geben«, sagt Wegner. So könne man Erfolgserlebnisse schaffen, wo es sonst keine gibt.
- Datum 22.05.2010 - 10:48 Uhr
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- Quelle ZEIT Wissen Ratgeber 2/2010
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Ein so komplexes Thema durch einen derarten Abriss mit flott hingeworfenen Ratschlägen abzuhandeln kann ich nicht als annähernde Auseinandersetzung anerkennen. Das gilt im besonderen für eine solche Frage, die nun mal nur mit weiteren Fragen beantwortet werden kann.
Diesen guten Ratschlag kann nur jemand aussprechen, der entweder einen guten Job hat oder wenn Oma und Opa sich dann um den Nachwuchs kümmern.
Im Osten war es ein Segen Kinder zu bekommen. Jeder konnte seinem Beruf nachgehen und die lieben Kleinen waren von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends in den Kinderkrippen und - gärten rundum gut versorgt.
Papi und Mami konnten beruhigt arbeiten gehen und hatten genügend Zeit für ihren Nachwuchs - auch als Schichtarbeiter.
Heute sind Kinder nur eine finanzielle Last, denn die Preise für die Kinderbetreuung stehen in keinem Verhältnis zum Netto-Einkommen, gerade im unteren Lohnsektor.
Zeit für die Kinder hat man kaum. Es sei denn Mami geht nur stundenweise arbeiten und steht den Rest des Tages am Herd.
Den Kita-Platz gibt es auch nicht mehr um die Ecke und eine ganztägige Betreuung, die ist auch nur selten anzutreffen.
Ich kann ein Lied davon singen.
War unsere Tochter krank, dann bin ich nach 12 Stunden Arbeitszeit noch über 250 km zu Oma gefahren und dann wieder zurück, habe 3 Stunden geschlafen, um dann wieder zu arbeiten.
All das nur, damit meine Frau und ich unseren Jobs nachgehen konnten.
Übrigens:
Ein Kölner "Wessi" sagte zu mir:
"Für ihre drei Kinder hätten sie sich ja besser drei Eigenheime finanzieren können - als Vorsorge für das Alter!"
Noch Fragen?
Man kann nicht Alle retten. Wenn man jedes Schuljahr bei dem einen oder anderen Schüler/Schülerin den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht, hat man doch Erfolg!? Perfektionismus ist in sozialen Berufen fehl am Platz.
Ich würde mich der Bitte nach mehr Qualität anschließen wollen, statt immer öfter lieblose Zweitverwertungen von Verlagstöchtern vorgesetzt zu bekommen. Man könnte mittlerweile auch darüber streiten, ob das nicht eigentlich eher kennzeichnungspflichtige Anzeigentexte und keine redaktionellen Inhalte in dem Sinne sind.
@GehDenken: solche Artikel betrachte ich eigentlich gar nicht mehr als Artikel, sondern als Werbung. Diese Texte sollen nicht informieren, sondern "teasern", damit man das neue Zeitwissen-Dingsbums kauft, am besten abonniert.
...die Bunte den Artikel als zu flach abgelehnt hat?
Tips gegen Frust,sinngemaess (zitiert):
- Erfolgserlebnisse in der Freizeit
- heiraten & Kinder kriegen
Na dann...
kann man nur, wenn man den passenden Partner findet. Das scheint heute so schwer wie nie zuvor zu sein.
Und selbst, wenn man jemand gefunden hat: Scheitert die Ehe bedeutet das (meistens für den entrechteten Vater) das finanzielle Harakiri.
.. auf welcher Qualitätsebene hier solche Themen aufgegriffen werden. Ich hoffe doch, dass dafür keine Honorar gezahlt wurde. Man fühlt sich um Zeit bestohlen - von Zeile zu Zeile hoffend, da käme halbwegs was bei raus..
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