Pseudowissenschaften : Der akademische Geist

Esoteriker unterwandern die deutschen Hochschulen. Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Unsinn verwischt.

Marco Bischof hat viel geforscht. Seine Publikationen umfassen Themen wie den Gralsmythos, elektronische Magie und Ufos – veröffentlicht fast ausschließlich in Esoterikpostillen. Inzwischen ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder.

Dietmar Cimbal trat als astrologischer Ernährungs- und Lebensberater in Erscheinung. Zuvor hat er mal in Tiermedizin promoviert. Die Universität Viadrina hat ihn nun zum Gastprofessor für Biokybernetik und Bioregulation berufen.

Harald Walach versucht, paranormale Phänomene mit einer großzügigen Auslegung der Quantenphysik zu erklären. In der Esoterikszene wird das als Durchbruch bejubelt. An der Universität Viadrina leitet Wallach seit Kurzem das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften . Dort können Ärzte, Apotheker und Therapeuten einen berufsbegleitenden Studiengang in Komplementärmedizin belegen. Abschluss: Master of Arts, Promotion zum Dr. phil. möglich. An ersten Dissertationen wird gearbeitet.

Was an der Viadrina passiert, erstaunt vor allem deswegen, weil die Universität bisher nicht durch esoterische Umtriebe aufgefallen ist. Ihre Geschichte reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, schon Wilhelm und Alexander von Humboldt besuchten hier Vorlesungen. Nach der Neugründung 1991 standen prominente Persönlichkeiten an der Spitze der Hochschule, erst Gesine Schwan, die zweimal für das Bundespräsidentenamt kandidierte, jetzt Gunter Pleuger, der Deutschland früher bei den Vereinten Nationen vertrat. Er sieht die Viadrina schon auf dem Weg zu einem führenden Zentrum der Komplementärmedizin. Fachleute dagegen sind erstaunt: Der emeritierte Berliner Physik-Professor Martin Lambeck rechnet mit 75 Nobelpreisen, sollten sich die Thesen bewahrheiten, die im Umfeld des neuen Instituts vertreten werden.

Der Fall zeigt: Irrationale Lehren findet man mittlerweile selbst an unverdächtigen Institutionen. Auch in Behörden, Bildungsstätten und Unternehmen hält die Esoterik Einzug. Oft wird der Hokuspokus dabei mit Steuergeldern gefördert.

Das Land Nordrhein-Westfalen etwa bezuschusst Fortbildungen im pseudopsychologischen Familienaufstellen zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt mit Bildungsgutscheinen Erwerbslose, die sich zum Astrologen weiterbilden möchten. Ein Problem sieht die Bundesagentur darin nicht: Die Astrologie sei »sicher keine wissenschaftlich anerkannte« Disziplin, erklärt ein Sprecher, aber eine, für die es einen Arbeitsmarkt gebe. Im Klartext: In den Amtsstuben glaubt man nicht unbedingt an die Sternendeuterei, aber solange es genug andere tun, ist sie förderwürdig.

Manche Unternehmen wählen ihr Personal nach Schädelform und Sternzeichen aus. Die Gewerkschaften mischen ebenfalls mit. Ver.di beschäftigt in Hamburg eine Seminarleiterin, die »energetische Psychotherapie« praktiziert und ihren Kursteilnehmern empfiehlt, unliebsame Gefühle durch Klopfen auf bestimmte Körperpunkte zu lindern.

Am anfälligsten für die Unterwanderung durch Esoteriker sind ausgerechnet die Universitäten. Das Internetprojekt esowatch.com zählt deutschlandweit 17 Hochschulen mit pseudowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsangeboten. Besonders deutlich zu beobachten ist der Einzug des Hokuspokus in der Medizin.

Die Komplementärmedizin an der Universität Viadrina geht zurück auf Hartmut Schröder, einen Professor für Sprachwissenschaft, der sich inzwischen mehr für medizinische Fragen interessiert – aus rein geisteswissenschaftlicher Sicht, wie Schröder betont: »Krankheit und Gesundheit werden ja kulturell sehr unterschiedlich wahrgenommen.« Es gehe um ein kulturwissenschaftliches Weiterbildungsangebot für Mediziner.

Dagegen wäre nichts einzuwenden, im Gegenteil. Man wüsste gern, warum so viele Menschen auf Therapien schwören, denen jeder Wirknachweis fehlt, und welche kulturgeschichtlichen Wurzeln der Glaube an Globuli oder Bachblütentropfen eigentlich hat. Gelehrt wird aber das Spektrum alternativer Medizin selbst samt Anwendung. Im Curriculum stehen Akupunktur und die Arbeit mit Heilsätzen und heilenden Klängen, in Körperübungen sollen sich die Studenten mit der chinesischen Lebenskraft Qi vertraut machen, Kurse in Ayurveda und anthroposophischer Medizin sind geplant. Ein Kooperationspartner der Viadrina war die Deutsche Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin, ein obskurer Lobbyverband von Medizinern, die lieber mit Schwingungen als mit dem Skalpell behandeln. »Dieser Studiengang hat eindeutig propagandistische Zwecke«, urteilt Martin Mahner von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften .

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Kommentare

475 Kommentare Seite 1 von 43 Kommentieren

Astrorassismus

"Manche Unternehmen wählen ihr Personal nach Schädelform und Sternzeichen aus."
Müsste man dagegen nicht klagen können? Wenn ich beispielsweise als Sternzeichen Jungfrau bin, und das Unternehmen stellt nur Steinböcke und Widder ein?
Eugenik und Rassismus par excellence

Der Kampf gegen die Dummheit hat gerade erst begonnen!!

„Eugenik und Rassismus par excellence“?

Wenn man die Wissenschaft gegen allerlei Hokuspokus im Namen des Kampfes gegen die Dummheit verteidigen will, so sollte man dies doch nicht mit vollkommen zusammenhangslosen Vorwürfen tun, maxforim.

Die Einstellung von Mitarbeitern nach astrologischen Methoden ist für Sie „Eugenik und Rassismus par excellence“?

Eugenik? – Glauben Sie wirklich, dass Sternzeichen genetisch vererbt werden? Und dass der Zweck der Nichteinstellung darin liegt, gewisse Sternzeichen von der Fortpflanzung auszuschließen?

„Rassismus“? – Sind Sternzeichen für Sie wirklich verschiedene Rassen? (Auf den blöden Witz, dass eine Diskriminierung von Steinböcken und Widdern doch eher Arten- als Rassendiskriminierung ist, verzichte ich ausdrücklich.)

Diskriminierung aufgrund obskurer Kriterien

Eugenik? – Glauben Sie wirklich, dass Sternzeichen genetisch vererbt werden? Und dass der Zweck der Nichteinstellung darin liegt, gewisse Sternzeichen von der Fortpflanzung auszuschließen?

„Rassismus“? – Sind Sternzeichen für Sie wirklich verschiedene Rassen?

Eugenik ist es natürlich nicht. Diskriminierung ist es definitiv, und zwar aufgrund von Kriterien, auf die der Betreffende nicht den geringsten Einfluss hatte. Natürlich würde ich als Taxiunternehmer auch keinen Geburtsblinden einstellen, der auch keinen Einfluss auf sein Geschick hatte, aber da ist ersichtlich, dass und warum er den Job nicht kann. Bei Sternzeichen gilt dies nicht.
Das ist analog zum Rassismus, und der Hinweis, das Kriterium sei kein "rassisches" oder genetisch vererbbares, ist Wortgeklingel.

Wahllose "Rassismus"-Vorwürfe als eigentliches "Wortgeklingel"

Ist es dann nicht eher „Wortgeklingel“, für alles, was einem nicht passt, direkt den Totschlag-Vorwurf „Rassismus“ bereitzuhalten?

Das Schlimme an wahllosen Rassismusvorwürfen ist doch, dass der Rassismus verharmlost wird. Dessen Opfer leiden meist ihr Leben lang unter schlimmsten Diskriminierungen, unter Bedrohungen oder körperlichen Angriffen. Das mit der Situation von jemandem gleichzusetzen, der von Sternzeichen „Jungfrau“ ist, ist eine Verhöhnung aller Opfer von Rassismus.

Mit dem Sternzeichen „Jungfrau“ wird man vielleicht von dem einen schrägen Arbeitgeber nicht genommen, bei dem nächsten hat man vielleicht gerade deshalb bessere Chancen (vielleicht wäre es aber sogar besser, generell von Chefs verschont zu bleiben und sich was anderes zu suchen). Den meisten Arbeitgebern wird das aber herzlich egal sein. Auf jeden Fall gibt es keine systematische Diskriminierung aufgrund bestimmter Sternzeichen. Und erst hier müsste sich die Gesellschaft wirklich Gedanken darüber machen.

Die Arbeitsstellenvergabe aufgrund esoterischer Kriterien ist Diskriminierung. Aber Arbeitgeber können ihre offenen Stellen weithehend frei vergeben. Der Eine kriegt eine Stelle nicht, weil er „Zwillinge“ ist, die Andere, weil sie nicht hübsch genug scheint, der Nächste, weil er den Arbeitgeber an den ungeliebten Mathelehrer erinnert. Das mag alles nicht schön sein. Aber nur weil hier Menschen nach Kriterien beurteilt werden, auf die sie keinen Einfluss haben, ist das noch lange kein Rassismus.

Diskriminierung und Rassismus

Hallo Felicite,
.
ich denke, da haben Sie recht: Wenn Personalchefs ihre Einstellungen nach den Sternzeichen der Bewerber vornehmen, dann ist das zwar Diskriminierung, aber kein Rassismus.
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Eigentlich ist der Vorwurf der Diskriminierung schon schlimm genug. Es ist eigentlich eine weit verbreitete Unsitte, jedesmal die beliebten Keulen hervorzuholen, die man sich im NS-Deutschland, im Stalin-Russland oder im Apartheids-Südafrika geschnitzt hat. Irgendwann werden diese Waffen stumpf.
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In einem anderen Punkt möchte ich Ihnen widersprechen, Zitat: "Den meisten Arbeitgebern wird das aber herzlich egal sein. Auf jeden Fall gibt es keine systematische Diskriminierung aufgrund bestimmter Sternzeichen"
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Wenn man's wörtlich versteht, stimmt das zwar, aber es gibt schon ein paar Kriterien, wo eine Systematik sichtbar ist, das Alter gehört unbedingt dazu, der Migrationshintergrund ebenfalls. Und Arbeitgeber neigen dazu, wie Angler vorzugehen, die ja auch lieber in fischreichen Gewässern angeln. Und welche Gewässer / welche Kriterien die fischreichen / die mit den besten Bewerbern sind, da gibt es mangels verlässlicher Kriterien eben Moden. Denen kann ein Bewerber nicht einfach ausweichen.

Antwort

@derKetzer: Danke, ich hätte es nicht besser ausdrücken können.

@Felicite
Mir ist klar, dass Rassismus und Eugenik etwas anderes ist, als jemanden zu diskreminiern oder zu bevorteilen ( was sowieso aufs Gleiche hinauskommt), wenn jemand ein bestimmtes Sternzeichen hat.
Etwas allgemeiner gefasst, kann man aber schon sagen, dass Sternzeichen eine Gruppe von Menschen aufteilt, für die sie nichts können. Ich kann weder was für meine Hautfarbe, Geschlecht oder Gene, noch für mein Geburtsdatum.

Sternzeichendiskriminierung hätte man es auch vielleicht besser nennen können. Klingt aber ziemlich unhandlich :/

Letztendlich ging es mir auch gar nicht darum, einen passenden Neologismus für diese neue Form der Diskreminierung zu finden, sondern ich wollte nur zeigen, dass das eine genau so falsch ist, wie das andere.
( Hierbei rede ich natürlich nicht von der Vergangenheit des Rassismus. Da ist klar, was schlimmer war.)

Systematische Diskriminierung

Dass es auf dem Arbeitsmarkt auf bestimmten Feldern eine systematische Diskriminierung gibt, da haben Sie natürlich vollkommen recht, „Spitzbub“. Aber diese Systematik gibt es eben (noch) nicht in Bezug auf bestimmte Sternzeichen. Und deshalb habe ich in meinem Kommentar auch angefügt: „Und erst hier (d.h. im Fall systematischer Diskriminierung) müsste sich die Gesellschaft wirklich Gedanken machen.“ Und genau macht sie ja auch: seit 2006 gibt es z.B. das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das die von Ihnen genannten Fälle systematischer Diskriminierung abdeckt (Alter, Migrationshintergrund).

Ob diese gesetzliche Lösung ausreicht oder ob das überhaupt der richtige Weg ist, darüber kann man trefflich diskutieren. Diskriminieren kann man immer noch, man darf es halt nicht offen sagen. Ich persönlich glaube ja, dass die Strafe durch den Wettbewerb die wirkungsvollste ist: ein Arbeitgeber, der nicht die besten Bewerber nimmt, weil er nach unsachgemäßen Kriterien auswählt, wird weniger Erfolg mit seiner Firma haben.

Aber dass Arbeitgeber bestimmten Moden folgen oder es sich bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter besonders leicht machen wollen, dagegen kann man wenig machen. Denn es ist Arbeitgebern eben auch freigestellt, sich für den schlechter qualifizierten Bewerber zu entscheiden, weil sie z.B. lieber die attraktivere Frau als Sekretärin wollen oder weil die Familie so drängt, dass der Cousin ohne Schulabschluss so dringend eine Arbeit braucht.

Personalchef-Astrologie

Hallo Felicite,
.
Sie glauben, "dass die Strafe durch den Wettbewerb die wirkungsvollste ist: ein Arbeitgeber, der nicht die besten Bewerber nimmt, weil er nach unsachgemäßen Kriterien auswählt, wird weniger Erfolg mit seiner Firma haben."
.
Ich wollte, ich könnte das auch glauben. Es fragt sich aber, wie stark der Effekt des Wettbewerbs ist. Wenn es eine Mode wird, keine Bewerber über 45 einzustellen, oder keine aus bestimmten Wohngegenden, dann sind ja die anderen Arbeitgeber genauso betroffen vom Wettbewerbsnachteil. Das Gleichbehandlungsgesetz ist schwach - es ist so schwer nachweisbar, dass das Alter, der Migrationshintergrund usw. der Grund für die Anlehnung war. Und bei den meisten Jobs kommen die Arbeitgeber auch mit dem zweitbesten Bewerber irgendwie klar!
.
Sicher, mit Sterndeuterei hat es meist direkt wenig zu tun, was Personalchefs machen, aber ihre Methoden sind oft ebenso wenig rational wie die der Sterndeuter.

Auch die Entwicklung zu unerträglicher Dummheit ist ein Prozess

Leider nicht
Das sind nur die Folgen von - seit den 68ern - den 70ern.
Den Weltkriegen. Dem 19. Jahrhundert. Der "industriellen
Revolution", dem Kohleabbau förderten sicher nicht gerade
die Intelligenz. Comics-TV-Videos anstelle von Büchern
und Erziehung/Bildung. [...]

Gekürzt. Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen und verständlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag

Wissenschaftlche Methode

Sie stellen die Frage schon wie ein Esoteriker.
Die Antwort darauf liegt nicht im Ungefähren, sodass ein esoterischer Interpretationsspielraum sich eröffnen würde. Der Unterschied ist ganz klar.Einfach mal ein Buch über Wissenschaftliche Methoden aufschlagen und lesen. Darin werden Sie auch sowas wie Fehlerrechnung usw. entdecken. D.h. mathematische Modelle und eine quantitative Evaluation!
Und dann fragen Sie auch noch, wer die Grenze ziehen soll!Als wäre das eine art Gretchen Frage. Meiner Meinung nach pseudointelektuell. Naja, das ist ja charakteristisch für Esoterik.

Nicht alles in quantifizierbar

Das weiß auch die hohe Wissenschaft schon seit langem - spätestens aber seit Heisenberg.

Das bedeutet: Ihr hochgelobtes mathematisches Modell ist genau das - ein Modell. Und damit zwar sicherlich geeignet, die Wirklichkeit zu abstrahieren, also zu vereinfachen und berechenbar zu machen, aber niemals (per definitionem) in der Lage diese unverändert widerzuspiegeln.

Wegen dieser systemimmanenten Messungenauigkeit taugt die Wissenschaft dann aber nicht als "Maß aller Dinge".

Perspektiven der Wissenschaftstheorie

Beschäftigen Sie sich gerne mal mit Wissenschaftstheorie. Sie werden sehen, dass die Fragen nach den Grenzen, der Methodologie und intersubjektiven Prozessen von Wissenschaft(en) nicht unbedingt so problemlos zu beantworten sind, wie Ihnen es scheint. Vielleicht würden Sie dann zum Schluss kommen, dass ihr Esoterik-Vorwurf gegenüber einem anderen Kommentatoren ja selbst schlicht verkappter Obskurantismus ist?!

Schade, wirklich schade.

Ihn auf seine Formeln zu reduzieren und nicht hören zu wollen, was er dazu noch zu sagen hat, empfinde ich persönlich als geringschätzend.

Aber diese Reduktion auf das Wesentliche, wie sie gerne genannt wird, ist ein häufig anzutreffendes Merkmal der Wissenschaftler. Dabei haben die größten Köpfe immer wieder darauf hingewiesen, dass das kein guter Weg ist. Ich glaube es war Einstein, der mal sinngemäß sagte, Mathematik sei ohne Zweifel eine erhabene Sprache, aber jemand der nie eine Bach'sche Fuge gehört habe, werde auch nie das Universum begreifen können.

@13 Krasser Typ: Wiss. Kriterien

Sie schreiben: "Einfach mal ein Buch über Wissenschaftliche Methoden aufschlagen und lesen. Darin werden Sie auch sowas wie Fehlerrechnung usw. entdecken. D.h. mathematische Modelle und eine quantitative Evaluation! Und dann fragen Sie auch noch, wer die Grenze ziehen soll!"

Aber gewiss doch.

Wenden Sie solche wiss. Kriterien einfach mal auf sozialwissenschaftliche/ herkömmliche med. "Studien" an, etwa bezüglich von Korrelationen, über Pädagogik und sonstige Teile der 'Erziehungswissenschaft' einschließlich diverser therapeutischer Methoden/Moden/Schulen ... Da fließen die Moneten nur so, völlig sinnlos, in vielen Teilen und Bereichen sogar absolut schädlich, aber "wissenschaftlich" legitimiert.

zu3. Sie haben Recht! Die Esoterik ist insbsondere in

denjenigen Fächern vertreten, über die man später viele Geld verdienen und Macht bekommen kann:
Wirtschaft und Recht.
In diesem Sinne ist das Kasseler Beispiel eine Verkennung der Schwerpunkte der Esoterik an den Unis.
Schon seit den 20er Jahren hielt die Esoterik an den Unis Einzug.
Der ganze Neoliberalismus (auch der Liberalismus eines A. Smith)sind zutieftst esoterisch.
Wie eben jede Ideologie,wie etwa Sozialismus, aber auch das Konservative als Konservatismus.
Das Denken in der Architektur und Stadtplanung ist komplett esoterisch ideologisiert, wie man leicht an der TH Stuttgart feststellen kann!

Wat de Buer nich kennt, dat fret he nich.

Es war halt schon immer so, dass die Leute das fürchten was sie nicht verstehen.
Und da es heute immer schwerer und anstrengender wird die Technik zu verstehen auf der unser gesamter Lebensstil aufgebaut ist, gehen die Leute wieder gerne dahin wo ihnen jemand sagt: "Das ist so." Ist viel einfacher als Erklärungen und Beweise zu verlangen und diese zu verstehen.
Fragen sie mal den Papst.