Esoterik Depression mit Engeln
Esoterische Psychokurse versprechen sanfte Heilung seelischer und körperlicher Krankheiten. Viele Techniken sind hochriskant.
Eigentlich will Katja B.* nur ihre Schmerzen in Kopf und Rücken loswerden. Sie wendet sich an einen Fernheiler, der Wunder bewirken soll, und tatsächlich: Die Schmerzen verschwinden! Katja B. möchte die Behandlung beenden, doch der Heiler will nicht auf die zahlungskräftige Kundin verzichten. Er droht ihr: »Wenn du dich nicht weiterbehandeln lässt, setze ich meine Fähigkeiten gegen dich ein!« B. lässt sich zunächst nicht einschüchtern, hat aber plötzlich Schmerzen im ganzen Körper. Sie geht zum Arzt, der findet keine Ursache. Sie spürt die Anwesenheit des Heilers in ihrem Haus, vor allem im Schlafzimmer. Schließlich befiehlt ihr eine Stimme: »Bring dich um!«
Nicht jede esoterische Behandlung nimmt so einen drastischen Verlauf, aber Sektenberatungsstellen sind alarmiert. Vielen Menschen geht es nach esoterischen Psychokursen schlechter als vorher, und die Zahl der Betroffenen steigt. Die Beratungsstelle Sekten-Info Nordrhein-Westfalen, die Katja B. geholfen hat, von dem Heiler loszukommen, registrierte im vergangenen Jahr 64 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahr. Inzwischen suchen mehr Esoterikgeschädigte als Sektenopfer die Beratungsstelle auf.
Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Wissen Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.
Mit 10.000 bis 20.000 Anbietern ist der Markt für esoterische und alternative psychologische Behandlungen in Deutschland mittlerweile ähnlich groß wie das Angebot wissenschaftlich anerkannter Therapien bei Psychotherapeuten und Fachärzten. Die Krankenkassen registrieren zwar schon länger eine Zunahme der seelischen Leiden in der Bevölkerung, aber warum vertrauen so viele Menschen ausgerechnet Fernheilern, Engelsehern oder Familienaufstellern, deren Honorare sie auch noch aus eigener Tasche zahlen müssen?
Der objektive Erfolg der Therapien kann nicht der Grund sein, denn für keine esoterische Therapie wurde der Nachweis erbracht, dass sie wirkt. Allenfalls der Placeboeffekt spielt eine Rolle, wenn Patienten über eine wundersame Genesung berichten. Oft sind die Berichte der Anbieter auch schlicht erfunden oder maßlos übertrieben. Entsprechend verlockend klingen ihre vollmundigen Versprechen. Viele behaupten, auch körperliche Krankheiten über die Psyche behandeln zu können. Untersucht man die populärsten Techniken, wird jedoch schnell klar: Viele der Pseudotherapien sind nicht sanft, sondern psychologisch brutal, manchmal sogar lebensgefährlich.
- Daran erkennen Sie Seelenpfuscher
-
Der Anbieter...
- verspricht auf irgendeine, auch subtile Art Heilung.
- wirbt mit Krankengeschichten (das ist laut Heilmittelgesetz verboten).
- wertet die wissenschaftliche Psychotherapie oder die Schulmedizin ab.
- verweist auf eigene psychische Beschwerden, die er mit der Technik geheilt habe.
- behauptet, alle körperlichen Krankheiten über die Psyche behandeln zu können.
- macht für Misserfolge den Patienten verantwortlich.
Trifft von diesen Punkten auch nur einer zu, sollten Sie misstrauisch werden.
- Hilfe für Betroffene
-
So holt man Betroffene aus der Esoterikfalle
- So absurd die Technik sein mag: Nehmen Sie Ihren Angehörigen oder Freund ernst.
- Machen Sie keine Vorwürfe, und versuchen Sie, den Betroffenen von Selbstvorwürfen zu entlasten.
- Auch wenn Ihr Angehöriger oder Freund Ihren Rat zunächst abwehrt: Bleiben Sie in Kontakt.
- Suchen Sie Hilfe bei Beratungsstellen, und versuchen Sie, den Betroffenen zu einer Beratung zu motivieren.
- Versuchen Sie (am besten mithilfe eines Beraters) zu klären, warum Ihr Angehöriger oder Freund für das esoterische Angebot so empfänglich ist. Oft suchen Betroffene in einer Krisensituation nach Verständnis, Anerkennung oder Zugehörigkeit.
- Zeigen Sie andere Wege auf, die Situation zu verbessern, etwa eine Paarberatung.
- Akute psychische Probleme wie Suizidgedanken sind ein Fall für den Psychotherapeuten oder Arzt, im Notfall auch für die Notaufnahme der nächsten Klinik.
Reinkarnationstherapie
Die Reinkarnationstherapie, die auch von einigen Sekten praktiziert wird, gehört zu den gefährlichsten esoterischen Psychotechniken. Ihre Anbieter suchen die Ursachen für schlimme Erlebnisse in einem früheren Leben des Betroffenen: Ihm widerfahre das, was er einst anderen angetan habe. Das gelte für seelische und körperliche Krankheiten ebenso wie für Straftaten. So wird etwa unterstellt, missbrauchte Kinder »suchen sich dieses Opfererlebnis«, weil sie in einem früheren Leben selbst Kinder missbraucht hätten. Um sich von der Belastung der Vergangenheit zu befreien, müsse man nur gedanklich in das frühere Leben reisen und das Trauma oder die Tat erneut durchleben. Die »Therapeuten« setzen dafür verschiedene Entspannungstechniken ein, manchmal auch das Rebirthing (siehe unten).
- Datum 21.06.2011 - 10:50 Uhr
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die WOLLEN unbedingt an diesen Quatsch glauben. Und sie sind bereit, dafür nicht nur mit ihrem Geldbeutel, sondern auch mit ihrer Gesundheit einzustehen. Was bleibt einem da anderes übrig als sie gewähren zu lassen?
Versteh ich nicht, diese kritische Haltung gegenüber esoterischen Zirkeln. Heutzutage erringen solche Religionsgemeinschaften doch sogar Mehrheiten in Landesparlamenten und stellen den Ministerpräsidenten.
oder wen meinen Sie?
oder wen meinen Sie?
Sicherlich ist es gefährlich bei jemandem Fahrstunden zu nehmen, der selbst nur gelegentlich mitgefahren ist. Doch den vielen schwarzen Schafen im Esoterikbereich könnten sicher ebensoviele gefährliche Ärzte zur Seite gestellt werden.
An sich ist es doch posittiv, wenn Mediziner über ihren begrenzten ethnozentrischen Horizont westlicher Schulmedizin hinausschauen. Nur weil viele Heilmethoden im Sinne des Positivismus nicht nachweisbar und andere schwachsinnig sind, ist doch der Ansatz, die Selbstheilungskräfte des Körpers und Geistes zu stimulieren, bevor Pharmazeutika, die bei falscher Anwendung ebenfalls gefährlich sein können, eingesetzt werden.
Schade ist, dass die überhebliche, verfämende Meinung wie in diesem Artikel vertreten, dazu beiträgt die Situation zu verschärfen. Wenn nämlich Alternative Medizin pauschal zum Sekten-Hokus-Pokus erklärt wird, besteht keine Chance die Spreu vom Weizen zu trennen.
Solange die alternative Heilpraxis nicht anerkannt und daraufhin an möglichen Qualitätsstandards ausgerichtet wird, kann eben gerade jeder, der sich "berufen" fühlt, den Guru markieren.
"An sich ist es doch posittiv, wenn Mediziner über ihren begrenzten ethnozentrischen Horizont westlicher Schulmedizin hinausschauen."
In dem Arikel ist doch die Rede davon, dass es eben keine Mediziner sind!
Dieser "Heiler" machen einen kleinen Test und schon dürfen sie ihren Patienten sagen, ein Engel meint, der Patient müsse den Job wechseln...
Na dann... Halt, so ein Unfug
Zwar hat sich die Schulmedizin im westlichen Kulturkreis entwickelt, aber das bedeutet nicht, dass sie auch nur in diesem "gilt". Schulmedizin ist Evidenzbasiert, ihre Techniken funktionieren nicht nur hier sondern auch in anderen Kulturkreisen. Man kann es so zusammenfassen:
Alternative Medizin ist entweder Medizin, deren Wirkung nicht nachgewiesen oder deren Nichtwirkung nachgewiesen ist. Alternative Medizin, deren Wirkung nachgewiesen ist, nennt man auch Schulmedizin.
Es ist also durchaus begrüßenswert, wenn sich die Medizin auch neue oder unbekannte Praktiken ansieht, aber bevor sie sie anwendet sollte ihre Wirkung genauso rigoros nachgewiesen werden wie es der Standard für den Rest der Schulmedizin ist.
http://www.youtube.com/wa...
Ich bin sehr einverstanden mit diesem Kommentar!
Schade dass sich in der Zeit solch subjektiver und einseitiger Journalismus findet! Es fühlt sich an wie den Bereich der Alternativen Medizin ganz bewusst diskriminieren!
"An sich ist es doch posittiv, wenn Mediziner über ihren begrenzten ethnozentrischen Horizont westlicher Schulmedizin hinausschauen."
In dem Arikel ist doch die Rede davon, dass es eben keine Mediziner sind!
Dieser "Heiler" machen einen kleinen Test und schon dürfen sie ihren Patienten sagen, ein Engel meint, der Patient müsse den Job wechseln...
Na dann... Halt, so ein Unfug
Zwar hat sich die Schulmedizin im westlichen Kulturkreis entwickelt, aber das bedeutet nicht, dass sie auch nur in diesem "gilt". Schulmedizin ist Evidenzbasiert, ihre Techniken funktionieren nicht nur hier sondern auch in anderen Kulturkreisen. Man kann es so zusammenfassen:
Alternative Medizin ist entweder Medizin, deren Wirkung nicht nachgewiesen oder deren Nichtwirkung nachgewiesen ist. Alternative Medizin, deren Wirkung nachgewiesen ist, nennt man auch Schulmedizin.
Es ist also durchaus begrüßenswert, wenn sich die Medizin auch neue oder unbekannte Praktiken ansieht, aber bevor sie sie anwendet sollte ihre Wirkung genauso rigoros nachgewiesen werden wie es der Standard für den Rest der Schulmedizin ist.
http://www.youtube.com/wa...
Ich bin sehr einverstanden mit diesem Kommentar!
Schade dass sich in der Zeit solch subjektiver und einseitiger Journalismus findet! Es fühlt sich an wie den Bereich der Alternativen Medizin ganz bewusst diskriminieren!
Klingt, wie im Auftrag einer Ärzteorganisation geschrieben.
Sicher sind viele selbsternannte Heiler äußerst zweifelhalft, sicher sind viele Familienaufsteller verantwortungslos und entlassen ihre Klienten oft geschädigter als vor der Aufstellung. Es gibt allerdings auch sehr positive Beispiele. Davon wird nicht berichtet.
Und das Misstrauen gegen die Schulmedizin, gegen die Pharmaindustrie, gegen die Apparatemedizin kommt nicht ohne Grund. Die Menschen spüren, dass es den Ärzten oft nicht darum geht, ihre Patienten gesund zu machen, sondern darum, ihr Einkommen zu optimieren. Die vorhandene Abrechnungspraxis auf Grundlage der rechtlichen Bedingungen vermeidet geradezu, dass der Arzt/die Ärztin sich intensiv mit dem einzelen Patienten beschäftigen kann.
Das Gesundheitssystem ist korrupt und rott. Statt auf die alternative Medizin zu schimpfen, sollte besser überlegt werden, wie die Menschen zu mehr Eigenverantwortung, kritischer Distanz gegenüber allen Bereichen der Medizin und Psychotherapie und alternativen Therapien gebracht werden können. Das wäre eine Aufgabe, die schon in den Schulen beginnen sollte, neben der Wissenversmittlung. Solange beispielsweise die Pharmaindustrie 13 % für Forschung, aber 24 % für Werbung und Marketing ausgibt, ist sie nicht vetrauenswürdig. Solange die Apparatemedizin immer weiter "aufrüstet" und einen künstlichen Bedarf schafft, kann kein Vertrauen wachsen.
"Die Menschen spüren, dass es den Ärzten oft nicht darum geht, ihre Patienten gesund zu machen, sondern darum, ihr Einkommen zu optimieren."
Genau dieses Argument schreibe ich den Wunderheilern zu.
Wenn ich für einmal Engel kontaktieren 350 € verlange und den Patienten von mir abhängig mache, geht es mir sicherlich ums Wohl des Patienten, nicht wahr? An meine Geldbörse würde ich niemals denken...
"Es gibt allerdings auch sehr positive Beispiele. Davon wird nicht berichtet."
Interessieren Sie denn die positiven Berichte der Schulmedizin?
Die vielen Diabetiker beispielsweise, die mit Insulin ein normales Leben führen können.
Die vielen Kranken, die geheilt werden können, mit Operationen und Medis.
Böse Medizin ist das!
Sowas muss man mit Selbstheilungskräften schaffen, nicht wahr?
zu einseitig geschrieben! Und vor allem bleibt völlig außer Acht, dass auch bei konventionellen Therapiemethoden, die oftmals auch nicht funktionieren, Nebenwirkungen auftreteten! Und wenn man die eben schon alle durchprobiert hat und nichts hilft, warum nicht noch etwas riskieren für die so lang ersehnte Heilung?
Hallo ZEIT-Redaktion,
in ihrem Artikel wird eine Frau beschrieben, die Opfer einer Einzelperson geworden ist. Dass dies ein krimineller Akt der Erpressung darstellt, ist außer Frage.
Die vielen sog. "Kunstfehler" und Therapieirrtümer der klassischen Medizin - vor allem die der Psychologie und Psychatrie - sind hier ebenfalls zumindest erwähnbar. Die gehen die mindestens in die 100.000.
Und Belege für die Wirksamkeit psychologische/psychotherapeutische Therapien/Methoden sind - wissenschaftlich betrachtet - sowieso ein heikles Feld. Bleiben hier doch oft nur unsichere oder sogar falsche statistische Erhebungen. Hier spielt im Übrigen der Placebo-Effekt mittlerweile ebenfalls eine von der Wissenschaft akzeptierte und auch belegte, wichtige Rolle :-).
Nur - und jetzt komme ich zum eigentlichen Thema - ist dies schon wieder so ein einseitiger, journalistisch fragwürdiger Mist, den ich hier in der ZEIT lesen muss (siehe EHEC-Artikel mit über 600 Kommentaren und den unsäglichen Joffel-Artikel über die "German Angst").
Die ZEIT war für mich stets die deutsche journalistische Institution. Wie gesagt - WAR.
Bei mir ist jetzt Schluss mit DER ZEIT. Das war's.
Eure Kommentar-Quotenartikel könnt ihr euch sonst wo hin stecken.
Schönen Tag noch,
Joerg Graf
Sie schreiben "Es gibt allerdings auch sehr positive Beispiele. Davon wird nicht berichtet."
Ich nehme mal an, das sind die Fälle, wo der "Heiler" glücklicherweise nicht bis zu empfindlichen Stellen vorgedrungen ist, oder wo der Placebo-Effekt eingesetzt hat, bevor der Kurpfuscher großen Schaden anrichten konnte.
Die Schulmedizin ist zwar auch nicht ohne Fehler, und das Abrechnungssystem der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland verhindert tatsächlich weitgehend, dass Ärzte sich intensiv mit Patienten beschäftigen können. Aber das ist kein Grund, irgendwelchen spinnerten Esoterikern mit ihren absurden Ideen oder Kurpfuschern ohne Ausbildung (oder noch schlimmer, mit Ausbildung bei Leuten wie Bert Hellinger) zu vertrauen, die bestenfalls völlig ahnungslos sind, schlimmstenfalls aber großen Schaden anrichten (anscheinend nicht immer ganz ohne Absicht).
Bevor ich zu so jemandem gehe, lasse ich mir den Blinddarm lieber von meinem Automechaniker operieren. Wenn ich überlebe, schreibe ich ein Buch und werde reich ;)
"Die Menschen spüren, dass es den Ärzten oft nicht darum geht, ihre Patienten gesund zu machen, sondern darum, ihr Einkommen zu optimieren."
Genau dieses Argument schreibe ich den Wunderheilern zu.
Wenn ich für einmal Engel kontaktieren 350 € verlange und den Patienten von mir abhängig mache, geht es mir sicherlich ums Wohl des Patienten, nicht wahr? An meine Geldbörse würde ich niemals denken...
"Es gibt allerdings auch sehr positive Beispiele. Davon wird nicht berichtet."
Interessieren Sie denn die positiven Berichte der Schulmedizin?
Die vielen Diabetiker beispielsweise, die mit Insulin ein normales Leben führen können.
Die vielen Kranken, die geheilt werden können, mit Operationen und Medis.
Böse Medizin ist das!
Sowas muss man mit Selbstheilungskräften schaffen, nicht wahr?
zu einseitig geschrieben! Und vor allem bleibt völlig außer Acht, dass auch bei konventionellen Therapiemethoden, die oftmals auch nicht funktionieren, Nebenwirkungen auftreteten! Und wenn man die eben schon alle durchprobiert hat und nichts hilft, warum nicht noch etwas riskieren für die so lang ersehnte Heilung?
Hallo ZEIT-Redaktion,
in ihrem Artikel wird eine Frau beschrieben, die Opfer einer Einzelperson geworden ist. Dass dies ein krimineller Akt der Erpressung darstellt, ist außer Frage.
Die vielen sog. "Kunstfehler" und Therapieirrtümer der klassischen Medizin - vor allem die der Psychologie und Psychatrie - sind hier ebenfalls zumindest erwähnbar. Die gehen die mindestens in die 100.000.
Und Belege für die Wirksamkeit psychologische/psychotherapeutische Therapien/Methoden sind - wissenschaftlich betrachtet - sowieso ein heikles Feld. Bleiben hier doch oft nur unsichere oder sogar falsche statistische Erhebungen. Hier spielt im Übrigen der Placebo-Effekt mittlerweile ebenfalls eine von der Wissenschaft akzeptierte und auch belegte, wichtige Rolle :-).
Nur - und jetzt komme ich zum eigentlichen Thema - ist dies schon wieder so ein einseitiger, journalistisch fragwürdiger Mist, den ich hier in der ZEIT lesen muss (siehe EHEC-Artikel mit über 600 Kommentaren und den unsäglichen Joffel-Artikel über die "German Angst").
Die ZEIT war für mich stets die deutsche journalistische Institution. Wie gesagt - WAR.
Bei mir ist jetzt Schluss mit DER ZEIT. Das war's.
Eure Kommentar-Quotenartikel könnt ihr euch sonst wo hin stecken.
Schönen Tag noch,
Joerg Graf
Sie schreiben "Es gibt allerdings auch sehr positive Beispiele. Davon wird nicht berichtet."
Ich nehme mal an, das sind die Fälle, wo der "Heiler" glücklicherweise nicht bis zu empfindlichen Stellen vorgedrungen ist, oder wo der Placebo-Effekt eingesetzt hat, bevor der Kurpfuscher großen Schaden anrichten konnte.
Die Schulmedizin ist zwar auch nicht ohne Fehler, und das Abrechnungssystem der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland verhindert tatsächlich weitgehend, dass Ärzte sich intensiv mit Patienten beschäftigen können. Aber das ist kein Grund, irgendwelchen spinnerten Esoterikern mit ihren absurden Ideen oder Kurpfuschern ohne Ausbildung (oder noch schlimmer, mit Ausbildung bei Leuten wie Bert Hellinger) zu vertrauen, die bestenfalls völlig ahnungslos sind, schlimmstenfalls aber großen Schaden anrichten (anscheinend nicht immer ganz ohne Absicht).
Bevor ich zu so jemandem gehe, lasse ich mir den Blinddarm lieber von meinem Automechaniker operieren. Wenn ich überlebe, schreibe ich ein Buch und werde reich ;)
Eine ernst gemeinte Auseinandersetzung mit dem Thema dürfte anders aussehen.
Ich dachte, wir haben schon den Spiegel für diese Art Journalismus. Wieso jetzt auch noch die Zeit?
Bitte untermauern Sie Ihre Kritik mit sachlichen Argumenten. Die Redaktion/ew
Diese angesprochenen "Therapien" werden eben nicht vom Staat bezahlt.
Ich halte diese "Therapien" auch für sehr gefährlich!
Wie kann man Menschen nur sagen: Du bist Schuld, dass deine Mutter Krebs hat, denn du bist nicht deinem Weg gefolgt.
Oder: Selber Schuld, dass du vergewaltigt wurdest. Du hast ja in deinem früheren Leben selber jemanden vergewaltigt.
...
Man muss wirklich eine psychische Erkrankung haben, um so etwas ernst zu nehmen.
Aber dann gehört man in eine richtige therapeutische Einrichtung.
"jeden Tag steht ein Dummer auf, der sein Geld los werden will und sich darüber freut, wenn ich es nehme". Für mich war das nie eine Option, da ich sehe, was dieser Unfug mit Menschen macht. Ich sehe aber, dass sie Recht hat und gönne ihr das Geschäft.
Ob die Leute alle psychisch krank sind oder einfach nur naiv und sehnsüchtig, sodass es ihnen gleichgültig ist, womit sie ihr Geld und ihre Zeit eintauschen, weiß ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es die gleichen Leute sind, die sich auch ansonsten lieber auf Gefühltes verlassen, als nachprüfbares vorzuziehen.
Sofern Sie Zitate zur Veranschaulichung eines Standpunktes angeben, sollten Sie diese auch mit nachprüfbaren Quellen belegen können. Danke, die Redaktion/fk.
"jeden Tag steht ein Dummer auf, der sein Geld los werden will und sich darüber freut, wenn ich es nehme". Für mich war das nie eine Option, da ich sehe, was dieser Unfug mit Menschen macht. Ich sehe aber, dass sie Recht hat und gönne ihr das Geschäft.
Ob die Leute alle psychisch krank sind oder einfach nur naiv und sehnsüchtig, sodass es ihnen gleichgültig ist, womit sie ihr Geld und ihre Zeit eintauschen, weiß ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es die gleichen Leute sind, die sich auch ansonsten lieber auf Gefühltes verlassen, als nachprüfbares vorzuziehen.
Sofern Sie Zitate zur Veranschaulichung eines Standpunktes angeben, sollten Sie diese auch mit nachprüfbaren Quellen belegen können. Danke, die Redaktion/fk.
oder wen meinen Sie?
Er meint natürlich die FDP mit ihrem Glauben an "freie Märkte" und "freies Kapital". ;)
Er meint natürlich die FDP mit ihrem Glauben an "freie Märkte" und "freies Kapital". ;)
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