Apple "Alles für das Produkt"

Von 1980 bis 1986 half Jay Elliot, den Computerkonzern Apple aufzubauen. Jetzt hat er ein Buch über den Gründer Steve Jobs, dessen Strategie und die Firmenkultur geschrieben – als erster Insider.

Steve Jobs 1997 in Cupertino

Steve Jobs 1997 in Cupertino

ZEIT Wissen: Herr Elliot, Sie haben als erster Apple-Insider ein Buch über Steve Jobs und seinen Führungsstil geschrieben. Was sagt Jobs dazu, dass Sie seine Methoden ausplaudern?

Jay Elliot: Bisher hat er über jedes Buch geschimpft, das über ihn geschrieben wurde. Ich habe jedoch noch nichts von ihm gehört. Ein gutes Zeichen, oder?

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ZEIT Wissen: Es ist ja schon 25 Jahre her, dass Sie mit Jobs eng zusammengearbeitet haben. Ist Apple von damals überhaupt mit der Firma von heute vergleichbar?

Elliot: Die Kultur des Unternehmens ist ganz zentral für den Erfolg – und die ist heute immer noch diejenige, die Steve ganz am Anfang etabliert hat. Selbst in den Jahren, als er zwischenzeitlich das Unternehmen verlassen hatte, wurde diese Kultur weitergelebt.

ZEIT Wissen 4/2011
Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Wissen Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.

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ZEIT Wissen: Und was macht diese Kultur aus?

Elliot: Bei Apple dreht sich alles, wirklich alles um das Produkt. Die Leidenschaft dafür ist wichtiger als Bürokratie, Macht oder Einfluss. Es werden zum Beispiel keine Geburtstage gefeiert. Eine Party gibt es beim milliardsten iTunes-Store-Download oder wenn jemand einen Handy-Prototyp mit nur einer Taste entwickelt hat.

ZEIT Wissen: Könnten andere Firmenchefs das einfach kopieren?

Elliot: Im Prinzip schon, selbst wenn sie simple Dinge wie Tacker oder Kaffee verkaufen. Sie müssen ihren Mitarbeitern nur zeigen, wie sehr sie hinter dem Produkt stehen, dass sie dafür brennen. So wie Steve, der auf die Bühne geht und dort mit dem iPad verschmilzt. Eine solche Intensität zieht auch Talente an, und die machen die Produkte noch besser.

ZEIT Wissen: Sie stellen Steve Jobs aber auf ein ziemlich hohes Podest. Dabei soll es im Alltag ja schwierig sein, mit ihm zu arbeiten.

Elliot: Er ist sehr detailorientiert, das kommt den Produkten zugute. In meiner Zeit bei Apple habe ich immer darauf geachtet, ihn montagmorgens als Erstes zu treffen. Oft hat er am Wochenende etwas ausgebrütet. Und nicht selten kam es vor, dass er dann alle Pläne über den Haufen warf. Wer das nicht rechtzeitig wusste, arbeitete die halbe Woche umsonst. Einmal kam er etwa mit der Idee des lüfterlosen Computers aus dem Wochenende. Das hat uns sechs zusätzliche Monate Arbeit gekostet – aber es hat sich gelohnt.

ZEIT Wissen: Kann Apple noch erfolgreich sein, wenn Steve Jobs irgendwann einmal nicht mehr Chef ist?

Elliot: Bestimmt! Steve hat ein hervorragendes Team, das seine Vision teilt und diese auch ohne ihn umsetzen wird. Steve bewundert ja Walt Disney sehr. Nach Disneys Tod wurde dessen Idee weitergelebt und weiterentwickelt, heute klebt Mickey Mouse auf jeder Tasse. Apple hat eine große Zukunft.

 
Leser-Kommentare
  1. Eine solch unverhohlene Firmenwerbung habe ich lang nicht gesehn. Daran zeigt sich auch eindeutig warum Steve Jobs sich nicht über den "scheindokumentarischen" Insiderbericht beschwert. Es ist offenkundig bloß von einem religiösen Jünger geschrieben worden.

    Und weitere Frage: Warum ist der Reporter zu keiner kritischen Frage fähig? Ist die Applewelt schon Alltagsreligion geworden? Oder hat er Angst von den vielen anderen Jedis mit dem neuen
    I-Laserschwert erdolcht zu werden?

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    • -Ziet-
    • 17.06.2011 um 13:34 Uhr

    Upps, ich hatte ja gar nicht mitbekommen, daß dies ein Interview sein sollte, so kurz war es ;-)

    Nee, ist doch klar, jedes Buch braucht in den Medien Aufhänger für Werbung ... sonst muß der Verlag ja selbst Werbung machen ;-) was recht teuer ist.

    • -Ziet-
    • 17.06.2011 um 13:34 Uhr

    Upps, ich hatte ja gar nicht mitbekommen, daß dies ein Interview sein sollte, so kurz war es ;-)

    Nee, ist doch klar, jedes Buch braucht in den Medien Aufhänger für Werbung ... sonst muß der Verlag ja selbst Werbung machen ;-) was recht teuer ist.

    • -Ziet-
    • 17.06.2011 um 13:34 Uhr

    Upps, ich hatte ja gar nicht mitbekommen, daß dies ein Interview sein sollte, so kurz war es ;-)

    Nee, ist doch klar, jedes Buch braucht in den Medien Aufhänger für Werbung ... sonst muß der Verlag ja selbst Werbung machen ;-) was recht teuer ist.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Ich das IPad"
  2. auch einmal dafür entscheiden, ein Interview in den Papierkorb zu werfen, wenn es aus keiner denkbaren Perspektive etwas taugt.

    • Anay
    • 17.06.2011 um 14:00 Uhr

    Apple hat eine große Zukunft? Das ganz sicher. Und wir wissen auch schon, in welche Richtung es geht. Hier mal ein Artikel dazu, eine Zusammenfassung von Nutzermeinungen, vieles davon aber der Teufel an der Wand, v.a. am Ende (the writing on the wall):

    http://rixstep.com/2/1/20...

    Oder zur Privatsphäre:
    http://rixstep.com/1/2011...

    Oder auch dieses hier:
    http://www.patentlyapple....

    Langsam aber sicher begibt sich Apple – wie fast alle anderen auch, wie auch die Staaten und Konzerne – ins Orwell-Land. Und wir sitzen rum, und es ist uns egal.

  3. Entfernt. Bitte formulieren Sie auch Kritik in sachlicher Art und Weise. Danke. Die Redaktion/sc

  4. Ok, dann nochmal: Das Iview ist scheisse, weil es eine lächerliche Steve Jobs Huldigung ist, eine Mini-Kampagne, um ein Buch zu verkaufen und Apple-Verehrung, dass einem schlecht wird. Die Entscheidung, das Iview auf die Seite zu packen war Bullshit.

    mfg

    Wir würden uns über sachlich formulierte Kritik freuen die konstruktive Hinweise enthält. Danke. Die Redaktion/er

    Eine Leser-Empfehlung
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    Ich habe oben rechts nach "ANZEIGE" gesucht ...

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    • k2
    • 17.06.2011 um 17:15 Uhr

    Gibt es einen Unterschied im OS ? Bei Apple£ MacIntosh sind
    sind die Zahlen fliessend.

    McIntosh ist und bleibt ein britisches Produkt.

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    • k2
    • 17.06.2011 um 17:47 Uhr

    http://www.supremecourt.g...

    als ein begnadeter "Corporate Inventor". Steve versteht
    von Patentfragen mehr als von Assembler oder von einem Motorola 68000 maschinennahen unoptimierten C-Programm.

    • k2
    • 17.06.2011 um 17:47 Uhr

    http://www.supremecourt.g...

    als ein begnadeter "Corporate Inventor". Steve versteht
    von Patentfragen mehr als von Assembler oder von einem Motorola 68000 maschinennahen unoptimierten C-Programm.

  5. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Beiträgen die zu einer niveauvollen Diskussion beitragen. Danke. Die Redaktion/er

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...da kommt es schon einmal zur Zensur. Egal, Jobs und Apple waren, sind und bleiben schlimmer als Gates und Microsoft. Das Gehirn Apples war Mitbegründer Wozniak und selbst den hat Jobs bestohlen. Warum sollte er es mit den ganzen d****n Applejüngern anders machen (hauptsache man sieht den Apfel auf dem Monitordeckel leuchten...)? Mac OS X ist Unix, also nur gekauft,na großartig!!! Aber haut ruhig die Kohle (plus überteuerter Hardware) raus! Mein Linux bekomm ich kostenlos aus dem Internet, für mein Handy muss ich keine Apps kaufen (da auch ein richtiges Linux (kein Android)) und mein MP3-Player funktioniert ohne zusätzliche Software (und war noch günstiger).

    ...da kommt es schon einmal zur Zensur. Egal, Jobs und Apple waren, sind und bleiben schlimmer als Gates und Microsoft. Das Gehirn Apples war Mitbegründer Wozniak und selbst den hat Jobs bestohlen. Warum sollte er es mit den ganzen d****n Applejüngern anders machen (hauptsache man sieht den Apfel auf dem Monitordeckel leuchten...)? Mac OS X ist Unix, also nur gekauft,na großartig!!! Aber haut ruhig die Kohle (plus überteuerter Hardware) raus! Mein Linux bekomm ich kostenlos aus dem Internet, für mein Handy muss ich keine Apps kaufen (da auch ein richtiges Linux (kein Android)) und mein MP3-Player funktioniert ohne zusätzliche Software (und war noch günstiger).

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