Psychologie "Kämpfen wir fürs Glück!"
Eine Ethik des Miteinanders fordert der britische Ökonomieprofessor Richard Layard. Im Internet möchte er eine Massenbewegung auslösen, mit Erkenntnissen aus der Glücksforschung. Sein Feindbild: Manager, die nur an Profit denken.
ZEIT Wissen: Herr Professor Layard, mit einem Internetprojekt wollen Sie die Briten und dann die ganze Welt glücklicher machen. Was soll das?
Richard Layard: Die »Action for Happiness«-Bewegung basiert auf einem Ideal aus der Zeit der Aufklärung: Die beste Gesellschaft ist diejenige, in der es am meisten Glück und am wenigsten Elend gibt. Dank der Glücksforschung wissen wir heute, was für die Menschen wirklich zählt. Wie viel Geld jemand verdient, trägt zum Beispiel weniger zum persönlichen Glück bei, als viele glauben. In den USA gibt es seit 60 und in Deutschland seit 40 Jahren trotz enormer Einkommenssteigerung keine nennenswerte Zunahme von Glück und Zufriedenheit. Mit unserem Projekt wollen wir glücksorientiertes Denken fördern.
Er beriet die Labour Party und die SPD bei ihren Arbeitsmarktreformen. Seine Idee von "Fordern und Fördern" beeinflusste die Hartz-IV-Reform in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 ist der Ökonomieprofessor der London School of Economics auch Mitglied des britischen Oberhauses.
ZEIT Wissen: Was heißt das konkret?
Layard: Die Teilnehmer geloben zunächst, dass sie das Glück in der Welt mehren wollen. Wir machen ihnen auf der Website dann 50 Vorschläge, wie sie zum Beispiel die Atmosphäre am Arbeitsplatz verbessern oder auch ihr eigenes Glücksgefühl steigern können, etwa durch Meditation. Es geht darum, mehr für andere zu tun, aber auch sich selbst zu achten.
ZEIT Wissen: Ist das nicht etwas banal?
Layard: Dahinter steckt das weite Feld der Positiven Psychologie, die lehrt, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, statt dauernd über Schwächen zu grübeln. In der Berufswelt brauchen wir zudem weniger Konkurrenzdenken und mehr Kooperation. Im Familienleben sollten sich Paare verpflichten, ihre Kinder gemeinsam großzuziehen. Wir plädieren nicht für mehr »emotionale Intelligenz« und gute Beziehungen, um aus anderen mehr rauszuholen. Wir plädieren für eine Ethik, die das Geben vor das Nehmen setzt.
Tun Sie etwas für andere: Wählen Sie einen Tag in der Woche aus, an dem Sie fünf Menschen einen Gefallen tun. Warum? Neue Erkenntnisse der Hirnforschung bestätigen, dass wir auf Liebe und Zuwendung regelrecht gepolt sind. Es geht nicht immer nur um darum, dem persönlichen Erfolg nachzujagen.
Die Glücksformeln sind gekürzte Auszüge von Lanyards Webseite "Action for Happines"
ZEIT Wissen: Ist die Glücksbewegung ein Religionsersatz?
Layard: Sie ist eine säkulare Ethik.
ZEIT Wissen: Oder eine Diktatur des positiven Denkens.
Layard: Eine Idee diktiert nicht. Wir werden keine glücklichen Bürger haben, wenn sie ihre Ziele nicht in einer freien Gesellschaft selbst bestimmen können.
ZEIT Wissen: Warum interessieren Sie sich als Ökonom überhaupt für Glück?
Layard: Ich bin Ökonom geworden, weil die Volkswirtschaftslehre das menschliche Wohlbefinden zu maximieren versprach. Aber ich stellte schnell fest, dass Ökonomen eine viel zu beschränkte Sicht auf die Ursachen des Wohlbefindens haben.
ZEIT Wissen: Kann eine Website eine Massenbewegung auslösen?
Layard: Das hängt davon ab, ob sich Gruppen bilden, die diese Werte teilen. Wir sehen erste Erfolge. Seit April sind wir online, inzwischen haben wir 14500 Mitglieder aus 115 Ländern. An Studenten verteilen wir Arbeitsmaterialien, anhand derer sie über den Sinn des Lebens diskutieren können. Außerdem vermitteln wir Redner, die sich mit Zufriedenheit im Berufsleben auskennen. Mit ihrer Hilfe können Arbeitnehmer Diskussionen mit dem Management anregen.
Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Wissen Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen.
ZEIT Wissen: Eine sanfte Form des Sozialismus?
Layard: Da gibt es durchaus Überschneidungen. Der Sozialismus hat auch an den Altruismus appelliert.
ZEIT Wissen: Der Glücksindex sozialistischer Länder ist aber nicht besonders hoch.
Layard: Ich rede nicht vom dogmatischen Sozialismus, sondern von einer westeuropäischen Variante mit einer starken idealistischen Komponente. Zugegeben, der Kommunismus hatte auch eine idealistische Komponente, er hatte aber auch die Geheimpolizei.
ZEIT Wissen: Angenommen, Ihr Projekt hat Erfolg und der britische Glücksindex steigt an. Ist Großbritannien dann etwa gegen Wirtschaftskrisen immun?
Layard: Glück und Zufriedenheit sind das Ziel, nicht der Zweck. Wir müssen weiterhin dafür sorgen, dass zum Beispiel die Banken reguliert werden. Wir müssen die Arbeitslosigkeit niedrig halten, statt auf Teufel komm raus Wachstum zu generieren.
ZEIT Wissen: Was haben Sie gegen Wachstum? Sie sind doch Wirtschaftsprofessor.
Layard: Viel wichtiger als Wachstum ist ökonomische Stabilität. Die Neoliberalen wollen uns weismachen, etwas Auf und Ab sei gut fürs Wachstum. Tatsächlich sind solche Fluktuationen aber eine Katastrophe für viele Familien.
Finden Sie jeden Tag drei gute Dinge: Lassen Sie abends den Tag Revue passieren, und erinnern Sie sich an drei angenehme Situationen. Warum? Positive Erlebnisse betrachten wir oft als selbstverständlich. Wir müssen bewusst lernen, dafür dankbar zu sein. Dankbarkeit steigert nicht nur unsere Zufriedenheit mit dem Leben, sondern wirkt auch positiv auf die Gesundheit.
Die Glücksformeln sind gekürzte Auszüge von Lanyards Webseite "Action for Happines"
ZEIT Wissen: Und wie wollen Sie Schwankungen verhindern?
Layard: Erst mal geht es um eine andere Lebensphilosophie, die besagt, dass jeder Mensch gleich viel wert ist. Wenn sich diese Einstellung verbreitet, sind die Leute eher bereit, die Schwachen der Gesellschaft zu unterstützen. Sehen Sie sich die skandinavischen Länder an. Die haben keineswegs ein geringeres Einkommensgefälle als wir, aber sie haben eine Weltanschauung, die auf Respekt gründet.
ZEIT Wissen: Das ist eine andere Kultur.
Layard: Die Kultur kann man ändern. Unsere Gesellschaften werden immer egoistischer und ungleicher, weil es ein moralisches Vakuum gibt. Wir müssen bewusst und aktiv für eine solidarische Gesellschaft kämpfen. Sowohl die Regierung als auch jeder Einzelne – das unterstützen wir mit unserem Projekt.
ZEIT Wissen: Wie würde eine glücksorientierte Politik aussehen?
Layard: In Großbritannien bewegen wir uns schon in diese Richtung: Wir messen Glück als Teil der offiziellen Bevölkerungsstatistik. Weil diese Umfragen sehr groß sind – sie umfassen 200000 Menschen –, können wir für jede Kommune einen Glücksindex ausweisen. Allein diese Daten können für einen Paradigmenwechsel in der Politik sorgen. So weit sind wir aber noch nicht. Wir brauchen noch eine Menge Forschung, um zu verstehen, welche Interventionen wirklich helfen. Es geht ja nicht darum, Menschen zu ihrem Glück zu zwingen, sondern nur die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass jeder auf seine Art glücklich werden kann.
ZEIT Wissen: Fragt man Menschen auf der Straße, was sie glücklich macht, nennen viele ihre Familie und ihre Freunde. Die Ökonomen dagegen scheinen erst jetzt zu begreifen, was Glück bedeutet.
Layard: Da ist etwas Wahres dran. Aber auch Politiker und Manager müssen umdenken. Die reden uns ständig ein, dass wir unseren gewohnten Lebensstil nicht beibehalten können. Ich frage mich: Wie kann es sein, dass wir immer reicher werden, dafür aber unsere Lebensqualität sinken soll? Die Antwort lautet: Man hat uns die Anhäufung von Reichtum als Götzen verkauft, für den wir Opfer bringen müssen. Junge Angestellte in den meisten europäischen Staaten arbeiten heute mehr als früher.
ZEIT Wissen: Viele Unternehmen kümmern sich heute immerhin wesentlich stärker um die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter als früher. Das sollte Ihnen doch Hoffnung machen.
Layard: Ich bin nicht sicher, ob das wirklich auf die Glücksbewegung zurückzuführen ist. Aber es stimmt, ich sehe Verbesserungen. Der Kundenservice zum Beispiel ist heute unendlich viel besser. Es ist Routine, dass man die Kunden nach ihrer Zufriedenheit befragt. Oder dass man Studenten fragt, wie zufrieden sie mit ihren Professoren sind.
ZEIT Wissen: Ist eine Zeit der finanziellen Staatskrisen nicht ungünstig, um eine Glücksoffensive zu starten?
Layard: Im Gegenteil. Seit der Finanzkrise haben viele Menschen eine Abneigung gegen eine Gesellschaft entwickelt, die nur auf Wohlstandsmaximierung ausgerichtet ist.
- Datum 31.08.2011 - 06:31 Uhr
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Die Frage ist nun wie lange es dauert bis solche wirklich rationalen Überlegungen Einzug in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft finden.
Glücksforschung als Teil der Wirtschaftswissenschaft scheint zaghaft im Kommen zu sein. Dabei ist völlig rational dass die Ökonomie dem Glück dienen muss und sonst nichts. Es ist kein religiöser Selbstzweck tolle volkswirtschaftliche Daten zu produzieren, wobei gleichzeitig Menschen immer unglücklicher werden. Dabei wären wir beim Leiden, das halt nicht so sexy ist und deshalb gerne am Rande behandelt wird.
Dabei ist es eine viel wichtigere politische Zielsetzung das Leiden zu verringern als das Glück der Glücklichen zu steigern. Damit ist man aber bei einem Dilemma unserer Gesellschaften: dass die Leidenden die deutlich schlechtere Lobby haben.
Um allgemein voran zu kommen müsste man also auch das Wahl-Kreuzerl an der richtigen Stelle machen. Aber wie man sieht gibt es bei uns Mehrheiten für Schwarz-Gelb die mit diesen innovativen Gedanken nichts anfangen können.
Naja, ich glaube nicht, dass ich auf einem deutschen Wahlzettel ein Kreuzerl irgendwohin machen kann, wo man mit diesen innovativen Gedanken etwas anfangen kann. Vielmehr sollte man sich persönlich den Auswüchsen der Konsumgesellschaft verweigern, so gut, es geht. Man kann mit Kumpels joggen, statt in Fitness-Clubs zu gehen, Man kann seinen Job machen und seinen Lohn bekommen, anstatt den Kollegen in die Pfanne zu hauen, um ein Pöstchen in der Firma zu bekommen und vieles mehr. Wenn sich viele diesen Dingen verweigern würde, würde sich die Gesellschaft verändern ohne Einfluss der Politik. Das Problem, das ich z.B. bei meine Kindern sehe, ist, dass die Schwelle, um Glück zu empfinden, immer höher wird. Wenn man z.B. Glück nicht empfinden kann, wenn man den Sonnenaufgang auf seinem Balkon erlebt, sondern nur, wenn es in Miami am Strand ist, ist man natürlich gezwungen, das Geld für eine Reise dorthin irgendwie zu generieren, womit man sich schon wieder der Gefahr aussetzt, dabei unglücklich zu werden. Es gibt den Spruch: "Reichtum ist der Mangel an Bedürfnissen."
Naja, ich glaube nicht, dass ich auf einem deutschen Wahlzettel ein Kreuzerl irgendwohin machen kann, wo man mit diesen innovativen Gedanken etwas anfangen kann. Vielmehr sollte man sich persönlich den Auswüchsen der Konsumgesellschaft verweigern, so gut, es geht. Man kann mit Kumpels joggen, statt in Fitness-Clubs zu gehen, Man kann seinen Job machen und seinen Lohn bekommen, anstatt den Kollegen in die Pfanne zu hauen, um ein Pöstchen in der Firma zu bekommen und vieles mehr. Wenn sich viele diesen Dingen verweigern würde, würde sich die Gesellschaft verändern ohne Einfluss der Politik. Das Problem, das ich z.B. bei meine Kindern sehe, ist, dass die Schwelle, um Glück zu empfinden, immer höher wird. Wenn man z.B. Glück nicht empfinden kann, wenn man den Sonnenaufgang auf seinem Balkon erlebt, sondern nur, wenn es in Miami am Strand ist, ist man natürlich gezwungen, das Geld für eine Reise dorthin irgendwie zu generieren, womit man sich schon wieder der Gefahr aussetzt, dabei unglücklich zu werden. Es gibt den Spruch: "Reichtum ist der Mangel an Bedürfnissen."
Naja, ich glaube nicht, dass ich auf einem deutschen Wahlzettel ein Kreuzerl irgendwohin machen kann, wo man mit diesen innovativen Gedanken etwas anfangen kann. Vielmehr sollte man sich persönlich den Auswüchsen der Konsumgesellschaft verweigern, so gut, es geht. Man kann mit Kumpels joggen, statt in Fitness-Clubs zu gehen, Man kann seinen Job machen und seinen Lohn bekommen, anstatt den Kollegen in die Pfanne zu hauen, um ein Pöstchen in der Firma zu bekommen und vieles mehr. Wenn sich viele diesen Dingen verweigern würde, würde sich die Gesellschaft verändern ohne Einfluss der Politik. Das Problem, das ich z.B. bei meine Kindern sehe, ist, dass die Schwelle, um Glück zu empfinden, immer höher wird. Wenn man z.B. Glück nicht empfinden kann, wenn man den Sonnenaufgang auf seinem Balkon erlebt, sondern nur, wenn es in Miami am Strand ist, ist man natürlich gezwungen, das Geld für eine Reise dorthin irgendwie zu generieren, womit man sich schon wieder der Gefahr aussetzt, dabei unglücklich zu werden. Es gibt den Spruch: "Reichtum ist der Mangel an Bedürfnissen."
Natürlich kann man auf individueller Ebene auch etwas tun, das alleine reicht meines Erachtens jedoch nicht. Die kapitalistische Marktwirtschaft, die uns zwar großen Wohlstand brachte, aber heute keine Antwort mehr auf die vielfältige Krisenlandschaft auf unserem Planeten weiß, ist das Problem, denn das Geldstreben als oberste Maxime und der "freie" Markt lenkt die Gesellschaft nicht mehr größten Wohl bzw. Glück. Probe: Macht ein extrem hohes BIP bzw. extrem hoher Unternehmensgewinn Aussage darüber, ob Diktatur oder Demokratie herrscht, die Umwelt bewahrt oder beschädigt, ob Krieg oder Frieden ist,...?
Wir brauchen ein neues Wirtschaftssystem! Die Gemeinwohl-Ökonomie (s. Buch von Christian Felber, unbedingt lesenswert!) soll den Wertekonflikt auflösen, da dabei endlich die Leisterne unseres Zusammenlebens (teilen, Großzügigkeit, Empathie, Kooperation, zuhören etc.), welches gleichzeitig eine mächtige Glücksquelle ist auch die Grundlage unserer Wirtschaft bilden sollen. Heute ist dies genau umgekehrt: Die Anreizstruktur in der kapitalistischen Marktwirtschaft führt strukturell zu gesellschaftsschädigenden Verhalten (Konkurrenz, persönliches Vorteilsstreben, Verantwortungslosigkeit): Dieses Verhalten ist in Recht gegossen (Gewinnstreben als Erfolgsdefinition von wirtsch. Erfolg) und wird systemisch belohnt (Rücksichtslosigkeit gegenüber Natur und Mensch führt zu "besseren" Zahlenergebnissen).
Natürlich kann man auf individueller Ebene auch etwas tun, das alleine reicht meines Erachtens jedoch nicht. Die kapitalistische Marktwirtschaft, die uns zwar großen Wohlstand brachte, aber heute keine Antwort mehr auf die vielfältige Krisenlandschaft auf unserem Planeten weiß, ist das Problem, denn das Geldstreben als oberste Maxime und der "freie" Markt lenkt die Gesellschaft nicht mehr größten Wohl bzw. Glück. Probe: Macht ein extrem hohes BIP bzw. extrem hoher Unternehmensgewinn Aussage darüber, ob Diktatur oder Demokratie herrscht, die Umwelt bewahrt oder beschädigt, ob Krieg oder Frieden ist,...?
Wir brauchen ein neues Wirtschaftssystem! Die Gemeinwohl-Ökonomie (s. Buch von Christian Felber, unbedingt lesenswert!) soll den Wertekonflikt auflösen, da dabei endlich die Leisterne unseres Zusammenlebens (teilen, Großzügigkeit, Empathie, Kooperation, zuhören etc.), welches gleichzeitig eine mächtige Glücksquelle ist auch die Grundlage unserer Wirtschaft bilden sollen. Heute ist dies genau umgekehrt: Die Anreizstruktur in der kapitalistischen Marktwirtschaft führt strukturell zu gesellschaftsschädigenden Verhalten (Konkurrenz, persönliches Vorteilsstreben, Verantwortungslosigkeit): Dieses Verhalten ist in Recht gegossen (Gewinnstreben als Erfolgsdefinition von wirtsch. Erfolg) und wird systemisch belohnt (Rücksichtslosigkeit gegenüber Natur und Mensch führt zu "besseren" Zahlenergebnissen).
Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
Wilhelm Busch
Glück und Zufriedenheit anzustreben ist ein sinnvolles Ziel, im Gegensatz zum Ziel materiell immer noch reicher zu werden. Materieller Wohlstand kann nur die Basis sein, die Voraussetzung, da unser physisches Überleben von der materiellen Versorgung abhängt. Das Fatale ist, dass wir in der klassischen Ökonomie nur physische Maße für Wohlstand haben, denn nur sie lassen sich in mathematischen Größen ausdrücken.
Zufriedenheit und Glück können nur im sozialen Miteinander entstehen. Es ist schwierig, diese Kategorie in Zahlen zu fassen. Nicht die Anzahl von Freunden (facebook läßt grüßen) oder die Anzahl positiver Erlebnisse ist ein hinreichendes Mass für Glück und Zufriedenheit. Ist es nicht vielmehr die Art und Weise in welchem Bezug wir zu unseren Mitmenschen stehen? "Geben ist seliger denn Nehmen!" Altruismus spielt eine wichtige Rolle, d.h. das eigene Selbst zurück, um den Mitmenschen in den Vordergrund zu stellen. Macht es mich nicht ebenso glücklich oder sogar glücklicher, einen anderen Menschen eine Freude zu machen, als selbst durch einen anderen beschenkt zu werden. Das Wechselspiel aus "lieben" und "geliebt werden".
Es macht Sinn sich über diese Fragen Gedanken zu machen und Praktiken zu entwickeln, diese Aspekte zu stärken.
Auf der anderen Seite sollte man nicht dem Irrtum verfallen, dass Glück und Zufriedenheit ohne Leiden zu haben ist; denn nur wer das Leiden kennt, kann auch Glück und Zufriedenheit empfinden; denn der Mensch kann nur in Kontrasten wahrnehmen.
Bei ihrem Kommentar fällt mir ein altes Hausmittel ein: tagsüber Schuhe tragen, die eine Nummer zu klein sind und drücken. Welch Glück, dann abends die Schuhe auszuziehen und in die weiten Pantoffeln zu schlüpfen.
Bei ihrem Kommentar fällt mir ein altes Hausmittel ein: tagsüber Schuhe tragen, die eine Nummer zu klein sind und drücken. Welch Glück, dann abends die Schuhe auszuziehen und in die weiten Pantoffeln zu schlüpfen.
Bei ihrem Kommentar fällt mir ein altes Hausmittel ein: tagsüber Schuhe tragen, die eine Nummer zu klein sind und drücken. Welch Glück, dann abends die Schuhe auszuziehen und in die weiten Pantoffeln zu schlüpfen.
Es muessen sich Leid und Glueck schon in der Waage halten. Wahrscheinlich sogar eher mit einem Uebergewicht fuers Glueck, das Leid soll sozusagen eher immer mal als Erinnerung dienen wie es ohne das Gute sein koennte.
Um bei ihrem Beispiel zu bleiben hiesse das, dass die kurzen Atempausen fuer die Fuesse abends kaum als echtes Glueck als vielmehr nur als kurze Erleichterung wahrgenommen wuerden.
Es muessen sich Leid und Glueck schon in der Waage halten. Wahrscheinlich sogar eher mit einem Uebergewicht fuers Glueck, das Leid soll sozusagen eher immer mal als Erinnerung dienen wie es ohne das Gute sein koennte.
Um bei ihrem Beispiel zu bleiben hiesse das, dass die kurzen Atempausen fuer die Fuesse abends kaum als echtes Glueck als vielmehr nur als kurze Erleichterung wahrgenommen wuerden.
kommt einer, der dasselbe banale Zeug wiederkäut. Da hatten wir schon Buddha, Aristoteles, Jesus, Augustinus, den Dalai Lama, den Volksmund ("Geld allein macht nicht glücklich"), Csikszentmihaly, und also auch noch Richard Layard.
Und? Hat es was am Glückszustand der Welt geändert?
Sind nicht die am glücklichsten, die von Buddha, Aristoteles, Jesus und so weiter noch nie gehört haben?
Mir geht's jedenfalls so, dass es mein Glück nicht steigert, wenn ich lese, wie ich mein Glück steigern soll.
Wenn ich Hunger habe, werde ich vom Lesen eines Kochbuchs auch nicht satt.
von vielen Menschen nicht geachtet und statt dessen ohne Not und Anlass sehr gejammert wird, könnte eine solche Bewegung tatsächlich etwas bewegen.
Schön ist es immer wieder zu erleben, wie die ganzen Miesepeter mit einem Lächeln dazu gebracht werden können, zumindest ihre Unfreundlichkeit der Umwelt gegenüber etwas zu reduzieren.
Und so hoffe ich immer noch, dass es einiges zu bewegen gibt.
von vielen Menschen nicht geachtet und statt dessen ohne Not und Anlass sehr gejammert wird, könnte eine solche Bewegung tatsächlich etwas bewegen.
Schön ist es immer wieder zu erleben, wie die ganzen Miesepeter mit einem Lächeln dazu gebracht werden können, zumindest ihre Unfreundlichkeit der Umwelt gegenüber etwas zu reduzieren.
Und so hoffe ich immer noch, dass es einiges zu bewegen gibt.
Entfernt. Bitte üben Sie konskrtuktive, sachliche Kritik. Danke. Die Redaktion/vn
eine ausgezeichnete Idee! Ich freu mich wenn es funktioniert!
Einfach mal den Standpunkt wechseln hilft oft aus den immer wiederkehrenden Denkmustern heraus.
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