Auf dem Laufenden Der vermessene Läufer
Können Geräte, die Körperfunktionen wie etwa die Atemfrequenz messen, Läufern zu mehr Leistung verhelfen?
Als Hobbyläufer begegnet man immer wieder Angeboten zur Steuerung des Trainings. Schritt- und Atemfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Hautleitfähigkeit und weitere wissenschaftlich klingende Daten können vor und während des Sports gemessen werden. Damit sollen eine optimale Geschwindigkeit und Leistung garantiert werden.

ist Ärztlicher Direktor des Instituts für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes und Mannschaftsarzt der Fußballnationalmannschaft.
Doch was ist dran an den Versprechen? Zwar hat es Sinn, einem Patienten mit Herzkranzgefäßverkalkung eine obere Richtherzfrequenz vorzugeben. Es ist auch grundsätzlich eine Festlegung von Trainingsbereichen möglich: regenerativ, extensiv oder auch intensiv. Viele der Geräte werden jedoch vermarktet, bevor die gemessenen Parameter solide wissenschaftlich untersucht worden sind. Es ist fraglich, ob damit eine präzise Steuerung möglich ist.
Wichtiger für viele Freizeitsportler ist eine ordentliche sportärztliche Untersuchung, um sicherzustellen, dass sie den Sport aus gesundheitlicher Sicht treiben können. Zudem dürfte die Einhaltung einer bestimmten Trainingshäufigkeit (mindestens dreimal pro Woche) und Dauer (30 bis 45 Minuten pro Einheit) wichtiger sein als eine präzise Zielgeschwindigkeit.
- Datum 01.11.2011 - 13:28 Uhr
- Serie Auf dem Laufenden
- Quelle ZEIT Wissen
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