Solarenergie: Sonnige Zeiten
Ohne Solarenergie keine Energiewende. Doch um die Technik richtig zu nutzen, müssen wir die Versorgung dezentralisieren.
Viele alte Kulturen verehrten die Sonne, denn sie spendet Wärme und Licht und damit Leben. Die moderne Zivilisation hingegen holte ihre Energieträger aus den Tiefen der Erde. Denn deren Vorteil schien klar: Mit Kohle, Gas und Öl kann man unabhängig von Jahreszeiten und geografischen Bedingungen Wärme und Strom produzieren – und viel Geld verdienen. Zuletzt setzte sich aber doch die Erkenntnis durch, dass ihnen nicht die Zukunft gehört. Bei der Verbrennung produzieren sie Kohlendioxid, das den Treibhauseffekt in der Erdatmosphäre anheizt. Außerdem sind die Vorräte begrenzt.
Jetzt hat die Industriegesellschaft die Sonne wiederentdeckt. Denn die schickt binnen einer Stunde genug Energie auf die Erdoberfläche, um den Bedarf der Menschheit fast ein ganzes Jahr lang zu decken – und das verlässlich über kommende Jahrmillionen hinweg. Solarzellen können diese Energie direkt in Strom umwandeln, solarthermische Anlagen erhitzen damit eine Flüssigkeit und treiben mit dem Dampf Turbinen für die Stromerzeugung an.
Vor allem der Boom der Photovoltaik ist beeindruckend. Die Gesamtleistung aller aufgestellten Solarzellen wuchs weltweit von bescheidenen 150 Megawatt im Jahr 1992 auf rund 42.000 Megawatt (42 Gigawatt) 2010. Allein in Deutschland sind bereits 17 Gigawatt installiert – das entspricht in der Mittagssonne der Leistung von 12 großen Atomkraftwerken.
Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Wissen Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen
Auslöser war das von vielen Ländern kopierte Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Solarmodul-Betreiber reichlich belohnt, wenn sie ihren Strom ins Netz einspeisen. Solarzellen wurden zum Massenprodukt, die Kosten sanken auf unter einen Euro pro Watt.
Dennoch kocht in der Diskussion um die grüne Energiewende immer wieder der Unmut hoch. Kritiker bemängeln zu niedrige Wirkungsgrade, zu geringe Sonneneinstrahlung, schwankende Erträge, die das Stromnetz belasten, und ökonomisch bedenkliche Subventionen. Solarenergie, sagen sie, könne hierzulande nie mehr als eine Nischenlösung sein.
Das Problem an dieser Denkweise ist, dass sie die Solarenergie an den Kriterien des fossilen Energiezeitalters misst. Sie soll sich nahtlos in die Struktur unseres komplexen, weitläufigen Stromnetzes einpassen, in dem Gigawatt statt Megawatt zählen und ordentliche Renditen erwartet werden. Für Hermann Scheer, den im vergangenen Jahr verstorbenen Vordenker der Energiewende, war dies der falsche Ansatz. Beharrlich hat er darauf hingewiesen, dass das Potenzial der Solarenergie sich nur dann richtig entfalten kann, wenn wir ein anderes, dezentrales Energiesystem aufbauen. In dem erzeugt man Strom und Wärme möglichst dort, wo sie verbraucht werden, und stellt sie nicht über lange Energieketten aus Bergwerken, Kraftwerken und Überlandleitungen, aus Ölfeldern, Raffinerien und Pipelines bereit.
Vor allem private Haushalte können vom Solarstrom profitieren. Denn trotz einer durchschnittlichen Einstrahlung von nur 100 Watt pro Quadratmeter – in Spanien sind es 230 – ist das Solarpotenzial auch im nicht gerade sonnenverwöhnten Deutschland erstaunlich hoch. Im Jahr 2007 zeigte die Fachhochschule Osnabrück mit einem Solarkataster, dass die Dächer der niedersächsischen Stadt zusammen genug Fläche böten, um alle 90.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Eine Studie des saarländischen Umweltministeriums errechnete Anfang dieses Jahres, dass das Solarpotenzial in dem kleinen Bundesland sogar dreieinhalb Mal so hoch ist wie die Strommenge, die die Privathaushalte dort jährlich verbrauchen. Erstaunlich daran ist, dass diese Berechnungen für heutige Solarmodule aus Silizium gelten, deren Wirkungsgrad mit 14 bis 17 Prozent noch deutlich niedriger ist als der von Großkraftwerken. Inzwischen bieten weitere Städte, darunter Berlin und Hamburg, Online-Solarkataster an, in denen die Bürger das Solarpotenzial ihres Hauses ermitteln können.






Ich kann mit Google auch nicht einfach etwas finden.
Also, Hosen runter: Wieviel? Keine Ausflüchte!
Tun wir das denn nicht? :-) C.
Es gibt dutzende energie-autarke Gemeinden...auch das kann man alles im Internet finden, genauso wie Preise von Photovoltaikanlagen oder Armortisationszeiten der verschiedenen Stromerzeugungsmethoden. Ich schrieb bereits: Die PV-Anlagen armortisieren sich in der Regel in 10-12 Jahren.
Durchschnittliche Anlage auf einem Privathaus in Deutschland:
***Wieviel Euro pro Jahr Einspeisevergütung?***
Warum zieren Sie sich?
Sie kennen sich offensichtlich gut aus, aber Sie wollen etwas verbergen?!
Durchschnittliche Anlage auf einem Privathaus in Deutschland:
***Wieviel Euro pro Jahr Einspeisevergütung?***
Warum zieren Sie sich?
Sie kennen sich offensichtlich gut aus, aber Sie wollen etwas verbergen?!
und Fachwissen und versauen mit meine schöne Theorie...."
aber wie einfach könnte es sein, wenn sich Meinungen ohne Fachwissen zusammen ballen und die Energiewende beschließen und sich die Fachleute endlich mal raushalten würden.
Geld wird verteilt und alles sind glücklich, bis sich dann die Realität böse und hartnäckig ins Leben und den Energieverbrauch einer der größten Industrienationen schleicht.
Durchschnittliche Anlage auf einem Privathaus in Deutschland:
***Wieviel Euro pro Jahr Einspeisevergütung?***
Warum zieren Sie sich?
Sie kennen sich offensichtlich gut aus, aber Sie wollen etwas verbergen?!
Sie dürfen ihre grauen Zellen gerne selber in Bewegung bringen und Google findet alles ;)
Man braucht ca. 10qm PV-Anlage für den Jahresverbrauch einer Person. Darum sind die meisten Einzelhausanlagen auch möglichst um die 40qm groß. Das Deckt in der Bilanz den Jahresbedarf. Bei einem Null- oder Plusenergiehaus (sehr gut gedämmt) wird sogar mehr produziert als verbraucht wird.
Ganze einfache Rechnung:
Bei aktueller Vergütung von 24,43 Cent und einer angenommenen PV-Fläche von 40qm (entspricht ca. 4000 KwH im Jahr) ergibt sich:
0,2443 * 4000 = 960 EUR im Jahr.
Die Kosten für 40qm liegen aktuell bei ca. 8000 EUR, dazu Installation und geringer Wartungsaufwand über 20 Jahre...ergibt ca. 10.000 EUR.
Die Armortisation liegt also je nach Erzeugung bei 9-12 Jahren. Das sind gänge Werte, die sie auch gerne bei Ihrem Nachbar mit PV-Anlage überprüfen können ;)
Danke für die Information
"Bei einem Null- oder Plusenergiehaus (sehr gut gedämmt) wird sogar mehr produziert als verbraucht wird."
Verstehe ich Sie richtig, dass unter Durchschnittsbedingungen netto keine Einspeisung stattfindet, sondern bestenfalls der Eigenverbrauch gedeckt wird (was ja auch schon ok ist)?
Danke für die Information
"Bei einem Null- oder Plusenergiehaus (sehr gut gedämmt) wird sogar mehr produziert als verbraucht wird."
Verstehe ich Sie richtig, dass unter Durchschnittsbedingungen netto keine Einspeisung stattfindet, sondern bestenfalls der Eigenverbrauch gedeckt wird (was ja auch schon ok ist)?
führt zu gleichem wie die staatsform demokratie an sich. Statt einem tyrannen, hat man viele.
Und die ökos spielen sich jetzt schon so auf. Fluchen auf böse konzerne und reden einen was von der schönen grünen zukunft, während sie andere ansätze als falsch und unrealisiebar verteufeln und all diejenigen die keine spargel und spiegelfelder wollen als naiv und "ewig gestrig" abstempeln.
Soll ja jeder auf seinem grundstuck machen was er will.. Sich das haus mit solaranlagen zupflastern sich ein windkraftwerk aufs dach stellen.
Ich wurde es lieber sehen, dass meine kleinstadt von einem mini akw mit strom versorgt wird, als von einem heer von windkraftanlagen. - und das sage ich trotz kinder.
(Nur weil öko deutschen seine imperialistischen triebe heutzutage anders auslebtbund sich als weltverbesserer aufspielt, heißt das nicht das die welt auf deutschland hort... Das sieht man sehr gut bei der mehrzahl unserer direkten nachbarn.)
Also bei diesem Kommentar fühle ich mich einfach zu einer Antwort gezwungen, weil er geschmacklos und überheblich und eine glatte Lüge ist. Bitte lade mich gerne zur Inbetriebnahme des Mini-AKW in Deinem Garten ein! Dafür reise ich gerne quer durch die Republik!
Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass ich das erleben darf für erheblich geringer als die Entwicklung von smart grids, intelligenten Marktmechanismen für PV-Strom, Speicherkonzepte und vor allem eines: sinkenden Stromverbrauch! Wie kann ich 18 AKW bedenkenlos abschalten? Einfach 25% weniger Strom verbrauchen. Das grenzt sicherlich nicht an Zauberei...
Also bei diesem Kommentar fühle ich mich einfach zu einer Antwort gezwungen, weil er geschmacklos und überheblich und eine glatte Lüge ist. Bitte lade mich gerne zur Inbetriebnahme des Mini-AKW in Deinem Garten ein! Dafür reise ich gerne quer durch die Republik!
Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass ich das erleben darf für erheblich geringer als die Entwicklung von smart grids, intelligenten Marktmechanismen für PV-Strom, Speicherkonzepte und vor allem eines: sinkenden Stromverbrauch! Wie kann ich 18 AKW bedenkenlos abschalten? Einfach 25% weniger Strom verbrauchen. Das grenzt sicherlich nicht an Zauberei...
Danke für die Information
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