Uni-Gründer Lee kennt die medizinischen Vorzüge aus eigener Erfahrung
Die Studenten erfahren in den Vorlesungen und Seminaren alles über THC und CBD. Das sind die magischen Buchstaben. Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) ist der eine Wirkstoff im Cannabis, Cannabidiol (CBD) der andere. THC wirkt stark psychoaktiv, CBD dagegen, das Cannabidiol, hat kaum einen Einfluss auf die Psyche. Hinzu kommen etwa 600 weitere Inhaltsstoffe, deren Zusammenspiel bis heute noch nicht wirklich erforscht ist. Bekannt dagegen sind die umfassend schmerzlindernden, entzündungshemmenden und nervenschützenden Kräfte von THC und CBD.
Vor allem das Cannabidiol rückt immer stärker in den Fokus der Forscher, sowohl in der Krebsforschung, etwa bei der Behandlung von Hirntumoren oder Brustkrebs, als auch in der Kardiologie. Eine Studie des amerikanischen staatlichen National Institute of Health (NIH) hat gezeigt, dass CBD bei der diabetischen Kardiomyopathie – einer Herzkrankheit, die in Verbindung mit der Zuckerkrankheit auftritt und Tausende Menschen auch in Deutschland betrifft – ein »großes Behandlungspotenzial besitzt, indem es oxidativen Stress reduziert«. Belegt ist auch, dass Cannabis bei der multiplen Sklerose Schmerzen und Spasmen nimmt; dass es bei Aids die Schluckbeschwerden und die Appetitlosigkeit lindert; dass es bei Depressionen die Stimmung aufhellt oder beim Glaukom den Augeninnendruck verringert. Für 30 weitere Krankheiten, darunter Parkinson, Schlaganfall oder Anämie, ist dokumentiert, dass Cannabis zumindest die Symptome bessert.
Uni-Gründer Lee kennt die medizinischen Vorzüge aus eigener Erfahrung. Seit einem Arbeitsunfall Mitte der achtziger Jahre sitzt er im Rollstuhl, er raucht Cannabis gegen den Phantomschmerz in den Beinen. Seine Rolle in der Diskussion um die Freigabe von Marihuana spielt er allerdings herunter: »Ich bin nur ein kleiner Krieger in einem großen Krieg. Aber mittlerweile haben wir eine große Armee.«
Das Harborside Health Center ist ein wichtiger Stützpunkt dieser Armee. Die Marihuana-Apotheke versucht, bei den Politikern nicht aufzufallen und in aller Ruhe ihren Geschäften nachzugehen. Drei Sicherheitsschleusen nach der Verkaufshalle ruht hinter einer silbernen Tresortür Stoff im Wert von mehreren Millionen Dollar. Der teuerste lagert hier nochmals im Safe verschlossen, daneben ist Marihuana säckeweise gestapelt, in acht deckenhohen Regalen auf beiden Seiten.
»Alles für die Patienten«, beteuert Steve DeAngelo, der Direktor, mit sanfter Stimme. Zeitungsartikel über seine Apotheke bedecken die Wand hinter ihm. 20 Millionen Dollar nimmt DeAngelo pro Jahr ein, »über 50000 Dollar am Tag«. Er ist einer der zehn größten Steuerzahler in Oakland, beschäftigt 80 Angestellte hier und 40 in einer zweiten Apotheke in San José. Sein Marihuana sei »absolut sauber«, sagt Richard Lee. »Harbourside hat als erste Apotheke Marihuana in Labors testen lassen.«
Das kann man etwa bei Pure Analytics in Santa Rosa tun, zwei Stunden nördlich von San Francisco. Samantha Miller fixiert dort mit dem Okular eine Blüte auf dem Objektträger des Mikroskops. »Fungus«, Pilzbefall, sagt sie nach einem kurzen Blick. Miller testet in ihrem Labor Cannabis auf Reinheit, THC- und CBD-Gehalt, auf Pestizide und Pilze. Sie prüft für rund 60 Züchter und Apotheken. Bis zu 800 Proben untersucht sie pro Monat. »Das ist Dienst am Patienten«, sagt sie. »Kalifornien hat dadurch das sauberste Marihuana.« In Deutschland hingegen gibt es laut Hanfverband auf dem Schwarzmarkt so gut wie kein Marihuana, das nicht gestreckt ist – mit Sand, Haarspray oder Glas.
Es ist auch die Qualität des kalifornischen Marihuanas, die Richard Lee zu der Prognose veranlasst, es sei nur noch eine Frage der Zeit, »bis die Freigabe kommt«. Davor aber stehen so mächtige Institutionen wie die Drug Enforcement Administration, die nationale Drogenbehörde der USA. Ihre Polizisten werden nicht müde, mit Maschinenpistole und kugelsicherer Weste willkürlich Marihuana-Apotheken auch in Kalifornien zu schließen oder Züchtern die Plantagen umzupflügen. Denn es steht immer noch Bundes- gegen Staatenrecht, und Bundesrecht siegt.





die Jugend zieht sich derweil Speed durch die Nase.
Ist das einfach nur Verantwortungslosigkeit, oder geziehlt, weil man hofft die etwas inteletüllere Leserschaft hat da einen persönlichen Ankerpunkt zur eigenen Hippiejugend?
Oder ganz schlichtes wirtschaftliches Kalkül, wie in Asien oder Osteuropa, Speed ist ja auch praktisch, wenn die Näherin 14 Stunden Turnschuhe baut, oder bleiben wir im mdeialen fokus, also 14 Stunden bei Foxconn Samsung Displays in Applehandys baut.
Wie auch immer, mich wundert es, wie es die Medien schaffen - gut, gestern gab's ja Anlass über Canabis zu berichten -
relevantes zur Thematik schlicht nicht zu senden.
Und jetzt weiter machen beim Wohlfühlthema.
Und damit es keiner vergisst, der "gute" Witz war "Gras spritzen"
haha
Und wieder ein Thema bei dem nur die Piratenpartei ideologiefrei und sachlich mit einem Thema umzugehen scheint und unaufgeregt sinnvolle Politik machen will. Den Aufschrei der Spießer habe ich dann life an Infoständen erlebt.
Ich weiß zwar nicht wie sie "ideologiefrei und sachlich" definieren, aber auch Linke, Grüne, und alle Jugendorganisationen ausser der Jungen Union setzen sich für eine Freigabe oder Entkriminalisierung ein.
Nur die Piraten sieht anders aus...
Ich weiß zwar nicht wie sie "ideologiefrei und sachlich" definieren, aber auch Linke, Grüne, und alle Jugendorganisationen ausser der Jungen Union setzen sich für eine Freigabe oder Entkriminalisierung ein.
Nur die Piraten sieht anders aus...
Mit Cannabis ist es wie mit dem Alkohol. In richtigen Dosen genossen wirkt die Droge anregend, Cannabis bisweilen sogar wirklich "bewusstseinserweiternd". Das ist kein Gerücht.
In übertriebenem Maße stumpft man ab, wird antriebsschwach und gleichgültig. Eine Abhängigkeit wie beim Alkohol stellt sich nicht ein. Das Verbot von Cannabis ist ein politisch ideologisches Steckenpferd der konservativen Rechten, die sich bisher leider durchgesetzt haben.
Eines ist klar: der Alkohol kann dem Menschen und seinem Umfeld erheblich größeren Schaden zufügen als Cannabis. Eigenverantwortlicher Umgang mit beiden Substanzen schdet niemandem und ist eine feine Sache.
Den Vorrednern ist es erstaunlicherweise relativ klar, wo der Hase im Peffer sitzt ... Neben dem Abfischen des bildungsfernen, medienhörigen oder klerikal verklärten Urnenpöbels sei nur noch ergänzt, daß die Brauerei-Industrie sicher wenig Interesse daran hat, Konkurrenz bei den Stimmungsaufhellern zu bekommen ... Gleiches gilt für die Pharma-Industrie, wobei letztere eigentlich gut daran täte, sich rechtzeitig die Vertriebs-Claims abzustecken ...
Der Mißbrauch jedes Genußmittels liegt im Ermessen und der Mündigkeit des Konsumenten ... Sollte man mal das Grundgesetzt auf diese Ambivalenz etwas konkreter beleuchten, fände es sicher Zuspruch in großen Teilen der Bevölkerung ... auch in den Reihen der Nichtwähler.
Es hilft auch konservativer Politik.
Welch ökonomischer Situation die kleinen Dealer entspringen ist ja auch praktisch, gibt es doch all den Sarrazins, Wilders und anderen Hetzern die nötige Kriminalität in den Statistiken um gegen Einwanderer zu wettern.
Illegales Cannabis ist ein Erfolgsmodel was den Bildungsweg anbetrieft.
Das geht vom kleinen Türken ohne Hauptschulabschluss hin zum schicken Drogendöschen der deutschen Studentin.
der Staat verdient das Geld was die Großhändler verdienen und reguliert den Endverkauf? Dann ist das Zeug wenigstens sauber und man kann den Leuten vielleicht auch beibringen es in Masen zu konsumieren.
bei ihrem post fiel mir auf, wie schade ist, dass das "ß" nicht mehr vom duden gebilligt wird. in ihrem letzten satz sprechen sie davon, den gebrauch in masen zu vermitteln.
nach duden wird daraus ein gebrauch in "massen"
:-)
sie meinten aber gewiss in "maßen".
bei ihrem post fiel mir auf, wie schade ist, dass das "ß" nicht mehr vom duden gebilligt wird. in ihrem letzten satz sprechen sie davon, den gebrauch in masen zu vermitteln.
nach duden wird daraus ein gebrauch in "massen"
:-)
sie meinten aber gewiss in "maßen".
In Holland ist der Verkauf und der Konsum in Coffeeshops geduldet. Dies führt zu der absurden Situation, dass jeder Coffeeshop verkaufen kann, aber nicht legal produzieren. Deshalb kommt es immer wieder dazu, dass verunreinigtes Cannabis in Coffeeshops verkauft wird. Deshalb sollte man sich bei einer eventuellen Legalisierung mehr an Amerika orientieren, als an Holland. Übrigen ist die medizinische Anwendung in Amerika so breit (im doppelten Wortsinne) angesiedelt, dass jeder der möchte legal Cannabis beziehen kann. Abgesehen davon kann ich Ihrem Kommentar nur beipflichten.
In den amerikanischen Staaten, in denen es legalisiert ist.
In den amerikanischen Staaten, in denen es legalisiert ist.
Was ja ein weiterer Grund wäre es zu legalisieren...
Legales Cannabis könnten Patienten und Konsumenten dann zB in der Apotheke kaufen, wo die Herkunft, Verarbeitung und Qualität sichergestellt werden können.
Somit würden weder der "kleine Dealer" noch das organisierte Drogenkartell weiter profitieren. Aber das ist ein Thema für sich -> Sinnhaftigkeit/Sinnlosigkeit des "War on drugs"
Es sollte alles legalisiert werden. Mit dem gleichen Gründen derer, die nicht verstehen warum Alkohol legal und Marihuana illegal sein sollte, könnten Sie auch direkt für die Freigabe aller Drogen plädieren.
Warum darüber reden Marihuana zu legalisieren und den Rest einfach weg lassen?
Die Folgen wären vermutlich gesündere User, weniger organisiertes Verbrechen und mehr im Steuersäckel.
http://www.fcaglp.unlp.ed...
ich glaube, es war frau süssmuth, die eine legalisierung und den verkauf in der apotheke einmal angeregt hatte. sie schlug damals einen verkaufspreis von 30mark/g vor.
selten so gelacht! damals kostete das gramm 3-4 mark.
aber der spruch von den "apothekerpreisen" ist ja nicht weit hergeholt.
scherz beiseite, wenn man das monopol der mafia bei einer legalisierung brechen wollte, müsste neben dem zusatznutzen/alleinstellungsmerkmal kontrollierter anbau auch ein akzeptabler preis stehen. es lohnte sich bestimmt immer noch, denn die preise sind nicht stehengeblieben. ich rauche zwar nicht mehr,m habe mir aber berichten lassen, ein gramm gras koste mittlerweile etwa 8 euro.
das ist ein teures hobby geworden, außer man hat zwei bis drei balkonpflanzen.
Es sollte alles legalisiert werden. Mit dem gleichen Gründen derer, die nicht verstehen warum Alkohol legal und Marihuana illegal sein sollte, könnten Sie auch direkt für die Freigabe aller Drogen plädieren.
Warum darüber reden Marihuana zu legalisieren und den Rest einfach weg lassen?
Die Folgen wären vermutlich gesündere User, weniger organisiertes Verbrechen und mehr im Steuersäckel.
http://www.fcaglp.unlp.ed...
ich glaube, es war frau süssmuth, die eine legalisierung und den verkauf in der apotheke einmal angeregt hatte. sie schlug damals einen verkaufspreis von 30mark/g vor.
selten so gelacht! damals kostete das gramm 3-4 mark.
aber der spruch von den "apothekerpreisen" ist ja nicht weit hergeholt.
scherz beiseite, wenn man das monopol der mafia bei einer legalisierung brechen wollte, müsste neben dem zusatznutzen/alleinstellungsmerkmal kontrollierter anbau auch ein akzeptabler preis stehen. es lohnte sich bestimmt immer noch, denn die preise sind nicht stehengeblieben. ich rauche zwar nicht mehr,m habe mir aber berichten lassen, ein gramm gras koste mittlerweile etwa 8 euro.
das ist ein teures hobby geworden, außer man hat zwei bis drei balkonpflanzen.
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