Nachhaltige Konsumziele: "Nicht mehr auf Regierungen warten"
Mohan Munasinghe will beim Umweltgipfel globale Konsumziele vorschlagen.
© Privat

Der Physiker und Ökonom Mohan Munasinghe
ZEIT Wissen: Herr Munasinghe, es gibt schon viele Umweltziele, warum brauchen wir nun auch noch Konsumziele?
Mohan Munasinghe: Alle Menschen zusammen verbrauchen anderthalbmal so viele Ressourcen, wie die Erde liefern kann. 2030 werden wir sogar zwei Planeten Erde brauchen. Das kann nicht funktionieren. Dazu kommt, dass die reichsten 20 Prozent der Welt verantwortlich sind für 80 Prozent des Verbrauchs. Die Reichen leben auf Kosten der Armen.
ZEIT Wissen: Welche Konsumziele schweben Ihnen konkret vor?
ist Physiker und Ökonom und lehrt an der Universität Manchester Entwicklungspolitik. Als Vizevorsitzender des Internationalen Klimarats (IPCC) bekam er 2007 zusammen mit anderen Forschern den Friedensnobelpreis.
Munasinghe: Ich schlage Ziele vor für den Verbrauch von Energie, Wasser, Land sowie für die Produktion von Abfällen und Treibhausgasen. Experten sollen berechnen, wie viel Wasser pro Erdenbürger verfügbar ist, und so viel bekommt jeder zugestanden. Oder wie viel zusätzliches Treibhausgas die Erdatmosphäre noch verträgt. Ein Deutscher müsste demnach seinen Ausstoß an Treibhausgasen um 80 Prozent senken. Ich sehe dies nicht als hartes Gesetz, sondern als Vorsatz.
ZEIT Wissen: Schüren Ihre Konsumziele nicht einfach Ressentiments zwischen Arm und Reich?
Munasinghe: Im Gegenteil: Sie helfen dabei, den Graben zwischen armen und reichen Ländern zuzuschütten. Die Ziele richten sich nicht nur an die Industrieländer, sondern an alle Wohlhabenden – von denen es mittlerweile im Süden auch viele gibt. Und sie konsumieren genauso viel wie jemand in Berlin oder London.
- Rio 1992
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Beim Rio-Gipfel von 1992 sollte die internationale Umweltpolitik mit fünf Dokumenten vorangebracht werden:
1 Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen wurde auf dem Erdgipfel von 154 Nationen unterzeichnet und war der Start für internationale Klimaverhandlungen.
2 Die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung schrieb 27 Grundsätze für eine nachhaltige Entwicklung fest, die den Menschen ein gesundes und produktives Leben ermöglichen soll.
- Agenda 21
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3 Die Walderklärung, die völkerrechtlich ebenso wenig bindend ist wie die Rio-Erklärung, formulierte Ziele für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern weltweit.
4 Das Übereinkommen über biologische Vielfalt wurde auf dem Erdgipfel ausgehandelt, um das weltweite Artensterben zu stoppen und eine gerechte Nutzung der biologischen Ressourcen zu ermöglichen.
5 Die Agenda 21 war als Aktionsprogramm gedacht, das den Staaten und – als lokale Agenda 21 – den Gemeinden konkrete umwelt- und entwicklungspolitische Ziele an die Hand gibt.
- Rio+20
Von Mitte Juni 2012 an findet in Rio wieder eine große UN-Nachhaltigkeitskonferenz statt. Sie ist in drei Phasen gegliedert: Ab dem 13. Juni bereiten Vertreter der Regierungen das Abschlussdokument des Gipfels vor. Ab dem 16. Juni diskutieren Wissenschaftler, Unternehmer, Umweltschützer, Armutsexperten, Gewerkschafter und UN-Vertreter Aspekte der nachhaltigen Entwicklung. Ihre Empfehlungen gegen Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger, für Wald- und Meeresschutz, umweltfreundlichen Städtebau, verantwortungsvollen Konsum und eine nachhaltige Energieversorgung werden den rund 100 Staats- und Regierungschefs vorgelegt, die vom 20. bis zum 22. Juni über eine Abschlusserklärung verhandeln. Angela Merkel wird nicht in Rio sein.
- Gipfel-Themen
Auf der Konferenz geht es ums große Ganze: Wie kann der Umbau zu einer ökologischen Wirtschaftsweise gelingen, die den armen Ländern Entwicklungschancen bietet? "Green Economy im Kontext nachhaltiger Entwicklung und Armutsreduzierung" heißt das etwas sperrig offiziell. Es soll über Nachhaltigkeitsziele beraten werden, die 2015 die UN-Milleniumsentwicklungsziele ablösen könnten. Möglicherweise wird in Rio auch beschlossen, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, Unep, aufzuwerten.
- Wachstumsdebatte
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Das Konzept einer Green Economy ist auf dem Rio+20-Gipfel umstritten. Lassen sich Wachstum und Nachhaltigkeit wirklich vereinbaren? Wir haben Experten gefragt und veröffentlichen Ihre Antworten in den kommenden Tagen auf ZEIT ONLINE.
Den Auftakt macht Hans Christoph Binswanger mit einem Aufruf zur Mäßigung: "Besser leben durch weniger Wachstum".
Auf ihn folgen Christian Hey und Karin Holm-Müller (Sachverständigenrat für Umweltfragen) mit einer Kritik der Wachstumskritik, sowie Niko Paech (Uni Oldenburg), der nachhaltiges Wachstum für unmöglich hält.
ZEIT Wissen: Sie wollen diese Konsumziele beim Umweltgipfel in Rio vorschlagen. Kritiker halten jedoch schon die offiziell diskutierten Ziele für zahnlos.
Munasinghe: Die Regierungen werden sich bei der Entscheidung sehr viel Zeit lassen. Das ist mir bewusst. Aber von der Basis bekommen wir große Unterstützung. Viele Unternehmen, Städte und Organisationen schreiben uns, dass sie nicht auf ihre Regierungen warten werden. Sie wollen selbst Konsumziele beschließen.
ZEIT Wissen: Was kann das konkret bringen?
Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Wissen Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen
Munasinghe: Wir vermitteln etwa Koalitionen zwischen willigen Firmen und Konsumenten. Bisher gab es da wenig Kontakt. Viele Hersteller, die über ökologische Produkte nachdachten, befürchteten, dass niemand diese kaufen würde. Und interessierte Konsumenten fragten sich, warum das Angebot so klein ist. Kommen nun beide Seiten zusammen, wird das helfen, die nachhaltige Denkweise zu verbreiten.
ZEIT Wissen: Sie sind Professor in Sri Lanka und England, gehören also wohl zu den 20 Prozent Reichen der Welt. Handeln Sie nach Ihren Konsumzielen?
Munasinghe: Ich will mit meinen Reisen kein Kohlendioxid mehr produzieren. Dieses Problem hat mich stark belastet. Nun fliege ich weniger und telefoniere mehr – und wenn ich fliegen muss, lasse ich dafür in Sri Lanka einen Baum pflanzen. Damit verbinde ich meine Konsum- mit den bereits existierenden Entwicklungszielen der UN: Denn dieser Baum wird von einem Arbeiter gepflanzt, der so seine Kinder zur Schule schicken kann. Wir müssen den Regierungen zeigen, wo es langgeht.







Und wie soll das kontrolliert werden? Wollen die etwa Öko-Polizei- und Überwachungskommunen? Big Eco Brother? Das klingt wie die Umweltvariante von Austeritätsmaßnahmen. Verabschiedet lieber vernünftige Gesetze und Regeln für den Markt, die das ganze Schiff in eine nachhaltige Richtung lenken. Aber Eingriffe in das Privatleben immer noch freier Bürger? Wer im Winter zu viel heizt, dem wird per Fernwartung die Heizung gedrosselt? Gasherde werden verboten? Usw. usf.? Lieber nicht. Da weiß ich schon, wer in den Kommunen als nächstes nicht mehr gewählt wird.
ist ja der energieumstieg nötig
schon als einstieg
denn ich habe auch keine lust auf einschränkungen
und wenn man die gasherde mit biogas-methan-wasserstoff gemisch aus heimischer produktion betreiben kann kommt man locker jedem verbotsgelüst zuvor
Das machen ich und Sie doch auch mit unserem Konsum derzeit, oder nicht? Wir (Deutschen) greifen in der Regel in das Privatleben von Menschen in anderen Ländern und in der Zukunft ein. Nur ist sich dessen kaum einer bewusst.
Die Auswirkungen ergeben sich kumulativ, in der Zukunft oder/und in der Ferne. Leider sind die meisten von uns heute zu dumm, um diese Art von Auswirkungen richtig einzuschätzen und die kleinen Taten und Handlungen, die deren Ursache sind, wahrzunehmen.
...man denn wirklich will. Aber, und das zeigen die Zappeleien um die europäischen CO2 Zertifikate recht deutlich, man hat keinen politischen Mut, wo man dem Bürger sichtbar etwas weg nimmt. Aber es wird nicht gehen dem deutschen Michel 80% seines CO2 Ausstoßes zu verunmöglichen, ohne dass es ihm auffällt.
Selbst mit der Methode Junckers wird das nicht gehen, wie wir beim Benzinpreis sehen. Wollte man wirklich CO2 einsparen, wäre die Steuer auf Benzin mindestens 5 Euro. Dass da ein gewisser Unmut in der Bevölkerung aufkäme ist wahrscheinlich. Vermutlich wäre das Schluss mit lustig und Die Grünen. Nichts anderes hat aber Merkel vor einigen Jahren in Indien zugesagt, wenn sie es auch Konsumenten pfleglicher verpackte und es hier relativ wenig besprochen wurde. Passt eben nicht zum üblichen Vorgehen, die wir beim Atomaustieg beobachteten, dem Volk nicht vorher ehrlich zu sagen, was es erwarten muss aus einer Maßnahme. *)
*) dieser Punkt erklärt ziemlich weitgehend die Unterschiede in der öffentlichen Meinung zwischen hier und in den USA, wo Maßnahmen immer von Kosten-/Nutzenanalysen begleitet werden müssen, die in den Medien auch diskutiert werden.
ist ja der energieumstieg nötig
schon als einstieg
denn ich habe auch keine lust auf einschränkungen
und wenn man die gasherde mit biogas-methan-wasserstoff gemisch aus heimischer produktion betreiben kann kommt man locker jedem verbotsgelüst zuvor
Das machen ich und Sie doch auch mit unserem Konsum derzeit, oder nicht? Wir (Deutschen) greifen in der Regel in das Privatleben von Menschen in anderen Ländern und in der Zukunft ein. Nur ist sich dessen kaum einer bewusst.
Die Auswirkungen ergeben sich kumulativ, in der Zukunft oder/und in der Ferne. Leider sind die meisten von uns heute zu dumm, um diese Art von Auswirkungen richtig einzuschätzen und die kleinen Taten und Handlungen, die deren Ursache sind, wahrzunehmen.
...man denn wirklich will. Aber, und das zeigen die Zappeleien um die europäischen CO2 Zertifikate recht deutlich, man hat keinen politischen Mut, wo man dem Bürger sichtbar etwas weg nimmt. Aber es wird nicht gehen dem deutschen Michel 80% seines CO2 Ausstoßes zu verunmöglichen, ohne dass es ihm auffällt.
Selbst mit der Methode Junckers wird das nicht gehen, wie wir beim Benzinpreis sehen. Wollte man wirklich CO2 einsparen, wäre die Steuer auf Benzin mindestens 5 Euro. Dass da ein gewisser Unmut in der Bevölkerung aufkäme ist wahrscheinlich. Vermutlich wäre das Schluss mit lustig und Die Grünen. Nichts anderes hat aber Merkel vor einigen Jahren in Indien zugesagt, wenn sie es auch Konsumenten pfleglicher verpackte und es hier relativ wenig besprochen wurde. Passt eben nicht zum üblichen Vorgehen, die wir beim Atomaustieg beobachteten, dem Volk nicht vorher ehrlich zu sagen, was es erwarten muss aus einer Maßnahme. *)
*) dieser Punkt erklärt ziemlich weitgehend die Unterschiede in der öffentlichen Meinung zwischen hier und in den USA, wo Maßnahmen immer von Kosten-/Nutzenanalysen begleitet werden müssen, die in den Medien auch diskutiert werden.
ist ja der energieumstieg nötig
schon als einstieg
denn ich habe auch keine lust auf einschränkungen
und wenn man die gasherde mit biogas-methan-wasserstoff gemisch aus heimischer produktion betreiben kann kommt man locker jedem verbotsgelüst zuvor
Das machen ich und Sie doch auch mit unserem Konsum derzeit, oder nicht? Wir (Deutschen) greifen in der Regel in das Privatleben von Menschen in anderen Ländern und in der Zukunft ein. Nur ist sich dessen kaum einer bewusst.
Die Auswirkungen ergeben sich kumulativ, in der Zukunft oder/und in der Ferne. Leider sind die meisten von uns heute zu dumm, um diese Art von Auswirkungen richtig einzuschätzen und die kleinen Taten und Handlungen, die deren Ursache sind, wahrzunehmen.
Erzähl' das den Konzernen: mehr nachhaltiges Wirtschaften. Erzähl' das unseren Regierungen: mehr Geld in die Taschen der Bürger für Fair-Trade, sustainable product lines etc. Erzähl' das den Medien: öffentliche Meinung formen. Dann folgen die Konsumenten von ganz alleine. Vorher kannst den Konsumenten was vom Pferd erzählen… kümmert die nicht, wenn sie kein Geld in der Tasche haben, und der Ausbeuter-LCD-Fernseher schön billig ist.
Erzähl' das den Konzernen: mehr nachhaltiges Wirtschaften. Erzähl' das unseren Regierungen: mehr Geld in die Taschen der Bürger für Fair-Trade, sustainable product lines etc. Erzähl' das den Medien: öffentliche Meinung formen. Dann folgen die Konsumenten von ganz alleine. Vorher kannst den Konsumenten was vom Pferd erzählen… kümmert die nicht, wenn sie kein Geld in der Tasche haben, und der Ausbeuter-LCD-Fernseher schön billig ist.
Wie exakt hilft mein heimisches Wassersparen verdurstenden Menschen in Afrika?
Nicht falsch verstehen, ich will damit nicht zur Verschwendung aufrufen, aber einfach die Habenseite als Gesammtmasse durch die Anzahl der Bürger zu teilen ist eine billige Milchmädchenrechnung, die keinen weiterbringt, mal vom schlechten Gewissen des Herrn Munasinghe abgesehen.
Und g anz besonders wenn er anführt, daß wir 2030 noch mehr Resourcen bräuchten weil mehr Menschen, geht er nicht den konsequenten Schrritt das bedingungslose Wachstum der Weltbevölkerung in Frage zu stellen, sondern dann würde vermutlich einfach die Quote reduziert, was einem zum Verbrauch zustehe. Das Spiel könnten wir dann so lang treiben, bis viele Menschen von ihrer Quote einfach verdursten und das Problem regelt sich von selbst...
...oder wie soll man sich diesen Vorschlag vorstellen?
Wie soll Ihr Wassersparen einem Durstigen in Afrika helfen, fragen Sie. Indem Sie dazu z.B. beitragen, nicht Waren für billiges Geld aus Afrika kaufen, wofür deren Wasser in Unmengen verbraucht wird. Wenn man Blumen, Erdbeeren im Winter kauft, kann man davon ausgehen, dass es nicht aus unseren Regionen kommt. Es sind europäische Großfirmen, die in Afrika Ländereien mieten, dort das anpflanzen, was ein Europäer zu jeder Zeit meint haben zu müssen. Die Wasserspiegel sinken immer tiefer. Eigentlich sollte man mit Wasser-Gutscheinen bezahlen, was glauben Sie wohl wie teuer eine Tasse Kaffee kommen würde. Nicht Ihr Wasserverbrauch hilft dem Durstigen, aber das unvernüftige Verbrauchsverhalten schadet - z.B.
Wie soll Ihr Wassersparen einem Durstigen in Afrika helfen, fragen Sie. Indem Sie dazu z.B. beitragen, nicht Waren für billiges Geld aus Afrika kaufen, wofür deren Wasser in Unmengen verbraucht wird. Wenn man Blumen, Erdbeeren im Winter kauft, kann man davon ausgehen, dass es nicht aus unseren Regionen kommt. Es sind europäische Großfirmen, die in Afrika Ländereien mieten, dort das anpflanzen, was ein Europäer zu jeder Zeit meint haben zu müssen. Die Wasserspiegel sinken immer tiefer. Eigentlich sollte man mit Wasser-Gutscheinen bezahlen, was glauben Sie wohl wie teuer eine Tasse Kaffee kommen würde. Nicht Ihr Wasserverbrauch hilft dem Durstigen, aber das unvernüftige Verbrauchsverhalten schadet - z.B.
"Mohan Munasinghe will beim Umweltgipfel globale Konsumziele vorschlagen."
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Mein Gegenvorschlag: Verzichten wir künftig - und zwar auf Umweltgipfel und Experten jeder Art, die nur ihre verquasten sozialistischen Ideologien an den Mann bringen wollen.
Wie in jedem anderen Lebensbereich ist auch hier das beste, weil einzig sinnvolle Regulativ die freiheitliche Marktwirtschaft. Wenn z. B. Wasser ein knappes Gut wird, dann steigen eben die Preise. Gleiches gilt für Energie oder den Umweltverbrauch.
Na und? Das war seit Anbeginn der Menschheit so und hat immer hervorragend funktioniert, sieht man einmal von den menschheitsgeschichtlich kurzen Phasen ab, in denen die Jünger von Marx und Mao, Luxemburg und Lenin versuchten, ihren Teil der Welt an eine gescheiterte Ideologie der Menschheits-Zwangsbeglückung anzupassen. Was wir heute am wenigsten brauchen, ist ein den politischen Linksextremismus von gestern ersetzenden Öko-Extremismus von heute mit Wirkung auf das Morgen.
Es bedarf KEINER "Konsumzielvorgaben" oder sonstiger dirigistischer Eingriffe in die Freiheit des Konsumbürgers. Wenn jeder Mensch an sich selbst denkt, dann ist an alle gedacht.
>>Mein Gegenvorschlag: Verzichten wir künftig - und zwar auf Umweltgipfel und Experten jeder Art, die nur ihre verquasten sozialistischen Ideologien an den Mann bringen wollen.
Wie in jedem anderen Lebensbereich ist auch hier das beste, weil einzig sinnvolle Regulativ die freiheitliche Marktwirtschaft. Wenn z. B. Wasser ein knappes Gut wird, dann steigen eben die Preise. Gleiches gilt für Energie oder den Umweltverbrauch.<<
Genau. Und dann können sich natürlich wieder nur diejenigen Wasser, ein Dach über dem Kopf und andere Selbstverständlichkeiten erlauben, die das auch bezahlen können. Menschen ohne Geld finden einfach weiterhin nicht statt. So wie jetzt auch.
Ich hoffe, Sie verdienen gut, denn wenn man realistische - also nicht externalisierte - Preise für unseren Wohlstand ansetzt, wird ihr Atomstrom, ihr 7er BMW und andere Dinge aber wirklich arschteuer. Von ihrer privatisierten Rente oder Gesundheitsversorgung mal ganz zu schweigen.
Und auch Geld ändert nichts an der Tatsache, daß die Ressourcen unseres Planeten nun einmal begrenzt sind - für alle seine Bewohner.
Mensch steht vor Problemen, die die 'freie' Marktwirtschaft gar nicht lösen kann. Denn dafür war sie niemals gedacht. Sie können auch mit einem Auto nicht zum Mond fliegen.
[...]
> Wenn jeder Mensch an sich selbst
> denkt, dann ist an alle gedacht
Hat man ja beim " mir gehört die Welt" Gehabe vieler Banker gesehen, wohin uns das bringt. Die haben ja offensichtlich nur an sich selbst gedacht - ergo war's wohl auch für uns alle das Beste.
Vielleicht sollte man mal einfach naives Schwarz-Weiss Denken generell bleiben lassen, und endlich anfangen, sich den wirklichen Problmen zu widmen.
>>Na und? Das war seit Anbeginn der Menschheit so und hat immer hervorragend funktioniert, sieht man einmal von den menschheitsgeschichtlich kurzen Phasen ab, in denen die Jünger von Marx und Mao, Luxemburg und Lenin versuchten, ihren Teil der Welt an eine gescheiterte Ideologie der Menschheits-Zwangsbeglückung anzupassen.<<
Genau, hat immer prima funktioniert. Deswegen ist Rom auch an der Dekadenz der ganzen Habenichtse zugrunde gegangen. Das hatte natürlich nichts mit der Unfähigkeit zur Veränderung bei seinen Eliten zu tun, die in aller Ruhe weiter gepraßt haben.
Von der Tendenz, immer wieder mal üble Kriege auszulösen, um das System weiter zu erhalten, reden wir hier mal gar nicht.
Ich glaube, es war ein Herr Geißler, der gesagt hat, daß der Kapitalismus genauso gescheitert sei wie der Kommunismus - wenn Sie schon jede vernünftige Idee gleich wieder auf dieses eigentlich lächerliche Niveau runterziehen möchten.
Die sogenannte 'freie' Marktwirtschaft ist also für Sie offensichtlich völlig alternativlos und kann bzw. darf gar nicht erst diskutiert werden?
Ist sie dann nicht ebenso eine aufgezwungene Menschheitsbeglückung und eine Ideologie wie der Beton-Kommunismus es gewesen ist?
Ist sie dann nicht genauso von ihrer heilsbringenden Wirkung überzeugt, davon, das einzig wahre und richtige System zu sein?
Um die Antwort vorwegzunehmen - sie ist es. Die Propaganda mag anders aussehen, das zugrundeliegende System ist in seinen Grundzügen gleich.
[...]
>>Was wir heute am wenigsten brauchen, ist ein den politischen Linksextremismus von gestern ersetzenden Öko-Extremismus von heute mit Wirkung auf das Morgen.
Es bedarf KEINER "Konsumzielvorgaben" oder sonstiger dirigistischer Eingriffe in die Freiheit des Konsumbürgers. Wenn jeder Mensch an sich selbst denkt, dann ist an alle gedacht.<<
Die einzige Freiheit des Konsumbürgers - was ist das eigentlich für ein abwertender Ausdruck?! - ist die Pseudo-Freiheit, zu konsumieren. Denn Konsum macht ja glücklich, wie die Popag...die Werbung uns immer wieder erzählt.
Wobei genau gesagt wird, was der Bürger denn konsumieren soll. Und natürlich endet diese Freiheit am Umfang des eigenen Geldbeutels.
Wie jetzt - sie haben kein Geld?
Tja, dumme Sache für sie. Kein Geld - keine 'Freiheit'. Die muß man sich nämlich leisten können.
Wenn die Freiheit ihres 'Konsumbürgers' bedeutet, weiterhin die Tragfähigkeit des Planeten zu zerstören, auf dem auch meine Kinder noch leben wollen, dann - mit Verlaub - schei*** ich ganz gewaltig auf ihre sogenannte Freiheit.
Selbst grundgesetzliche Freiheiten stehen nämlich immer im Konflikt mit anderen Freiheiten, so wie die Menschenwürde mit der Presse- und Meinungsfreiheit.
Und wenn es ein Grundgesetz gibt, das für alle Menschen gilt ist es dieses: wir haben eben nur diesen einen Planeten und wir müssen damit auskommen.
Alles andere ist politisches Rumgefasel. 'Wirkung auf das Morgen' wäre genau das, was wir tatsächlich brauchen!
<>
Konsumbürger. Sind wir schon zu reinen Konsumbürgern verkommen? Sie (Varech) sagen es! Und dieses Unwort bringt mich auf ein anderes Unwort: die des Krebsgeschwüres! Denn nichts anderes ist eine Menschheit, die insgesamt zu einer ungezügelten Konsumgesellschaft wird - auf Kosten des Systems Erde. Anders gedacht: wenn ein Krebsgeschwür so intelligent wäre, dass es wüsste, dass es nicht unbegrenzt "konsumieren" darf, um den Wirt nicht zu Tode zu bringen, würde es auch "dirigistische" Maßnahmen aller einzelnen Krebszellen auferlegen müssen. Genau das ist es, wass Herr Munasinghe meint. Ob so oder so, darüber kann man streiten. Aber irgendwie muss eine kreative Lösung her. Wer dies abstreitet ist ungebildet oder verantwortungslos. Denkt lieber mit als nur über Freiheitseingriffe zu lamentieren.
die ist es doch, die Sie meinen, habe ich das richtig interpretiert?
Freiheit ("frei") von Rück-, Weit-, Um- und Voraussicht, frei von Fairness, frei von Anstand, frei von Regeln, frei von Grenzen, die durch die Freiheit anderer gezogen sind...
Ich glaube, diese Denke ist die Crux der Menschheit.
"Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht" funktioniert nur, wenn alle anderen die gleichen Möglichkeiten haben, an sich zu denken, und sie ihnen nicht durch Dominanzen jedweder Art genommen werden.
Ist wahrscheinlich, daß Wasser teurer wird, wenn es knapp wird - aber warum wird es denn knapp? Und kann jeder den höheren Preis bezahlen? Wenn nein, WARUM nicht? Was passiert, wenn nicht?
In einer freien oder freiheitlichen (den Unterschied habe ich nicht verstanden, zugegeben) Marktwirtschaft bleibt doch die Fairness im Wettbewerb zuerst auf der Strecke.
Ich kann hier leider nur streifen, was ich denke...
Gruß Dagmarmarie
>>Mein Gegenvorschlag: Verzichten wir künftig - und zwar auf Umweltgipfel und Experten jeder Art, die nur ihre verquasten sozialistischen Ideologien an den Mann bringen wollen.
Wie in jedem anderen Lebensbereich ist auch hier das beste, weil einzig sinnvolle Regulativ die freiheitliche Marktwirtschaft. Wenn z. B. Wasser ein knappes Gut wird, dann steigen eben die Preise. Gleiches gilt für Energie oder den Umweltverbrauch.<<
Genau. Und dann können sich natürlich wieder nur diejenigen Wasser, ein Dach über dem Kopf und andere Selbstverständlichkeiten erlauben, die das auch bezahlen können. Menschen ohne Geld finden einfach weiterhin nicht statt. So wie jetzt auch.
Ich hoffe, Sie verdienen gut, denn wenn man realistische - also nicht externalisierte - Preise für unseren Wohlstand ansetzt, wird ihr Atomstrom, ihr 7er BMW und andere Dinge aber wirklich arschteuer. Von ihrer privatisierten Rente oder Gesundheitsversorgung mal ganz zu schweigen.
Und auch Geld ändert nichts an der Tatsache, daß die Ressourcen unseres Planeten nun einmal begrenzt sind - für alle seine Bewohner.
Mensch steht vor Problemen, die die 'freie' Marktwirtschaft gar nicht lösen kann. Denn dafür war sie niemals gedacht. Sie können auch mit einem Auto nicht zum Mond fliegen.
[...]
> Wenn jeder Mensch an sich selbst
> denkt, dann ist an alle gedacht
Hat man ja beim " mir gehört die Welt" Gehabe vieler Banker gesehen, wohin uns das bringt. Die haben ja offensichtlich nur an sich selbst gedacht - ergo war's wohl auch für uns alle das Beste.
Vielleicht sollte man mal einfach naives Schwarz-Weiss Denken generell bleiben lassen, und endlich anfangen, sich den wirklichen Problmen zu widmen.
>>Na und? Das war seit Anbeginn der Menschheit so und hat immer hervorragend funktioniert, sieht man einmal von den menschheitsgeschichtlich kurzen Phasen ab, in denen die Jünger von Marx und Mao, Luxemburg und Lenin versuchten, ihren Teil der Welt an eine gescheiterte Ideologie der Menschheits-Zwangsbeglückung anzupassen.<<
Genau, hat immer prima funktioniert. Deswegen ist Rom auch an der Dekadenz der ganzen Habenichtse zugrunde gegangen. Das hatte natürlich nichts mit der Unfähigkeit zur Veränderung bei seinen Eliten zu tun, die in aller Ruhe weiter gepraßt haben.
Von der Tendenz, immer wieder mal üble Kriege auszulösen, um das System weiter zu erhalten, reden wir hier mal gar nicht.
Ich glaube, es war ein Herr Geißler, der gesagt hat, daß der Kapitalismus genauso gescheitert sei wie der Kommunismus - wenn Sie schon jede vernünftige Idee gleich wieder auf dieses eigentlich lächerliche Niveau runterziehen möchten.
Die sogenannte 'freie' Marktwirtschaft ist also für Sie offensichtlich völlig alternativlos und kann bzw. darf gar nicht erst diskutiert werden?
Ist sie dann nicht ebenso eine aufgezwungene Menschheitsbeglückung und eine Ideologie wie der Beton-Kommunismus es gewesen ist?
Ist sie dann nicht genauso von ihrer heilsbringenden Wirkung überzeugt, davon, das einzig wahre und richtige System zu sein?
Um die Antwort vorwegzunehmen - sie ist es. Die Propaganda mag anders aussehen, das zugrundeliegende System ist in seinen Grundzügen gleich.
[...]
>>Was wir heute am wenigsten brauchen, ist ein den politischen Linksextremismus von gestern ersetzenden Öko-Extremismus von heute mit Wirkung auf das Morgen.
Es bedarf KEINER "Konsumzielvorgaben" oder sonstiger dirigistischer Eingriffe in die Freiheit des Konsumbürgers. Wenn jeder Mensch an sich selbst denkt, dann ist an alle gedacht.<<
Die einzige Freiheit des Konsumbürgers - was ist das eigentlich für ein abwertender Ausdruck?! - ist die Pseudo-Freiheit, zu konsumieren. Denn Konsum macht ja glücklich, wie die Popag...die Werbung uns immer wieder erzählt.
Wobei genau gesagt wird, was der Bürger denn konsumieren soll. Und natürlich endet diese Freiheit am Umfang des eigenen Geldbeutels.
Wie jetzt - sie haben kein Geld?
Tja, dumme Sache für sie. Kein Geld - keine 'Freiheit'. Die muß man sich nämlich leisten können.
Wenn die Freiheit ihres 'Konsumbürgers' bedeutet, weiterhin die Tragfähigkeit des Planeten zu zerstören, auf dem auch meine Kinder noch leben wollen, dann - mit Verlaub - schei*** ich ganz gewaltig auf ihre sogenannte Freiheit.
Selbst grundgesetzliche Freiheiten stehen nämlich immer im Konflikt mit anderen Freiheiten, so wie die Menschenwürde mit der Presse- und Meinungsfreiheit.
Und wenn es ein Grundgesetz gibt, das für alle Menschen gilt ist es dieses: wir haben eben nur diesen einen Planeten und wir müssen damit auskommen.
Alles andere ist politisches Rumgefasel. 'Wirkung auf das Morgen' wäre genau das, was wir tatsächlich brauchen!
<>
Konsumbürger. Sind wir schon zu reinen Konsumbürgern verkommen? Sie (Varech) sagen es! Und dieses Unwort bringt mich auf ein anderes Unwort: die des Krebsgeschwüres! Denn nichts anderes ist eine Menschheit, die insgesamt zu einer ungezügelten Konsumgesellschaft wird - auf Kosten des Systems Erde. Anders gedacht: wenn ein Krebsgeschwür so intelligent wäre, dass es wüsste, dass es nicht unbegrenzt "konsumieren" darf, um den Wirt nicht zu Tode zu bringen, würde es auch "dirigistische" Maßnahmen aller einzelnen Krebszellen auferlegen müssen. Genau das ist es, wass Herr Munasinghe meint. Ob so oder so, darüber kann man streiten. Aber irgendwie muss eine kreative Lösung her. Wer dies abstreitet ist ungebildet oder verantwortungslos. Denkt lieber mit als nur über Freiheitseingriffe zu lamentieren.
die ist es doch, die Sie meinen, habe ich das richtig interpretiert?
Freiheit ("frei") von Rück-, Weit-, Um- und Voraussicht, frei von Fairness, frei von Anstand, frei von Regeln, frei von Grenzen, die durch die Freiheit anderer gezogen sind...
Ich glaube, diese Denke ist die Crux der Menschheit.
"Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht" funktioniert nur, wenn alle anderen die gleichen Möglichkeiten haben, an sich zu denken, und sie ihnen nicht durch Dominanzen jedweder Art genommen werden.
Ist wahrscheinlich, daß Wasser teurer wird, wenn es knapp wird - aber warum wird es denn knapp? Und kann jeder den höheren Preis bezahlen? Wenn nein, WARUM nicht? Was passiert, wenn nicht?
In einer freien oder freiheitlichen (den Unterschied habe ich nicht verstanden, zugegeben) Marktwirtschaft bleibt doch die Fairness im Wettbewerb zuerst auf der Strecke.
Ich kann hier leider nur streifen, was ich denke...
Gruß Dagmarmarie
wenn bei irgendwelchen Gipfeln Modelle vorgestellt werden, nach denen sich alle richten sollten und fünf Minuten später kommen dann die Erklärungen warum man das ja alles nicht machen kann/will/muss. Statt hier einen Gipfel nach dem anderen für die Selbstdarstellung zu machen sollte man lieber vor Ort gucken was geht und was nicht. Da steht man zwar nicht immer in der Zeitung, weil einem angeblich gerade die Idee des Jahrhunderts gekommen ist aber dafür bringt das alle mal mehr.
Unsere Lebensplanung wird zwangsläufig in diese Richtung gehen müssen, wenn wir unsere Erde als Lebensort erhalten wollen und nicht Millionen bzw. Milliarden von Menschen unterdrücken wollen. Allerdings sehe ich hier nicht nur die Privatbürger in der Verantwortung, sondern auch die Industrie, die energieeffizientere und langlebigere Produkte herstellen muss.
Kostenloses weltweites Verteilen von Kondomen und der Pille
wäre auch ein sinnvoller Denkanstoss.
Und noch ein Denkanstoss.
Ist es nicht so, dass moderne, im Westen entwickelte Medizin, Hygiene, etc. das rasante Bevölkerungswachstum erst ermöglicht hat?
Beispiel Ägypten - bis ins 19.Jh. unverändert ca 3 Mio. Einwohner. Endemische Krankheiten haben das bewirkt. Z.Zt. gibt es in Ägypten 80Mio. Einwohner. Das zum Thema der unterdrückten Völker.
Kostenloses weltweites Verteilen von Kondomen und der Pille
wäre auch ein sinnvoller Denkanstoss.
Und noch ein Denkanstoss.
Ist es nicht so, dass moderne, im Westen entwickelte Medizin, Hygiene, etc. das rasante Bevölkerungswachstum erst ermöglicht hat?
Beispiel Ägypten - bis ins 19.Jh. unverändert ca 3 Mio. Einwohner. Endemische Krankheiten haben das bewirkt. Z.Zt. gibt es in Ägypten 80Mio. Einwohner. Das zum Thema der unterdrückten Völker.
Die Leeren des ersten Rio-Spesen-Festivals klingen noch nach, und da geht es wieder los.
Alle gleich viel Schaden machen, das hatten wir doch schon mal. Und Sri Lanka hat inzwischen ordentlich aufgeholt. Der preisgekrönte Prof. "lässt einen Baum pflanzen", wenn er ein Ticket bezahlt bekommt. Das ist vorbildlich gerechte Verteilung. Aber "unsere" Sympathie ist ihm sicher.
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