PsychologieDas Tal des Lebens
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Ab MItte 40 steigt die Glückskurve wieder

Auch die Rolle den eigenen Eltern gegenüber wandelt sich, weil nun oft sie es sind, die Hilfe brauchen. Sterben die Eltern gar, bekommt man schnell einen anderen Blick auf das Leben und fühlt sich als der Nächste in der Reihe – zwischen einem selbst und dem Tod gibt es niemanden mehr. Bei vielen ist zudem die Beziehung zum Partner in die Jahre gekommen. Und jene, die mit Anfang 30 Kinder bekommen haben, erleben nun, wie diese sich lösen – oft ein schwieriger Prozess für Eltern.

Weil weniger Lebenszeit bleibt, erinnern sich viele an ihre früheren Lebensentwürfe und rechnen ab, was sie wirklich umgesetzt haben. Manche leiden darunter, dass ihnen nun nicht mehr die Welt offensteht, einige Türen verschlossen sind. Wer jetzt noch nicht Medizin studiert hat, wird wahrscheinlich kein Arzt mehr, und wer jetzt nicht Mutter ist, wird vermutlich nie ein Kind haben. Umgekehrt findet diejenige, die Ärztin und Mutter geworden ist, in diesem Leben vielleicht keine Erfüllung.

Zu einer Krise müssen solche Erfahrungen nicht führen. Wichtig ist es, zu unterscheiden, welche Veränderungen man hinnehmen muss und an welchen Schrauben man drehen kann. Geistige Fitness etwa kann man stark beeinflussen. Zwar lässt die Geschwindigkeit, mit der wir Informationen verarbeiten, schon ab Mitte 20 nach. Dafür sammeln wir immer mehr Wissen und Erfahrung. »So können Ältere kompensieren, dass sie nicht mehr so schnell sind«, sagt Ursula Staudinger, Psychologieprofessorin an der Jacobs University Bremen. Sie erforscht, wie Menschen lebenslang lernen.

Zu einem gewissen Grad hat man es selbst in der Hand: Viele soziale Kontakte etwa fördern ein gutes Gedächtnis. Wer offen für neue Erfahrungen bleibt, reagiert schneller und kann besser logisch denken. Auch wer seinen Körper trainiert, tut nebenbei etwas für den Geist. »Dass Sport die Funktionsfähigkeit des Gehirns erhöht, ist inzwischen gesichertes Wissen«, sagt Staudinger. »Und viel mit anderen Menschen zu interagieren gilt sogar als wirksame Vorbeugung gegen Demenz im Alter.« Lernen sei zudem das ganze Leben lang möglich, sofern keine schwerwiegende Erkrankung des Gehirns vorliege.

Wie viele Optionen für den Lebensweg jenseits der 40 noch bleiben, ist möglicherweise auch eine Frage der Kreativität. »Heute würde ich wohl nicht mehr einfach so meinen Job kündigen und ins Ausland gehen«, sagt Sabine Hanßen aus Ludwigshafen. Genau das tat sie mit 29: Sie schmiss ihre Stelle bei einer Fluggesellschaft hin und ging für ein halbes Jahr nach Schweden. »Das war ein Traum, den ich mir verwirklicht habe«, sagt Hanßen, heute 46.

In den vergangenen Jahren stellte auch sie sich diese Fragen: War es das jetzt? Soll ich für immer so weitermachen? Neues zu entdecken ist Sabine Hanßen noch immer wichtig. »Einschläfernde Routine ist für mich das Allerschlimmste.« Nur sucht sie jetzt andere Wege, um Abwechslung in ihr Leben zu bringen – »solche, die meinem Alter angemessen sind«. Kürzlich wechselte die Betriebswirtin bei ihrem Arbeitgeber, der Stadtverwaltung Lampertheim, in eine andere Abteilung. Jetzt hat sie anspruchsvollere Aufgaben, sie ist mitverantwortlich dafür, wo die Stadt spart und wofür sie Geld ausgibt. Zugleich reduzierte sie ihre Arbeitszeit, arbeitet nun sechs Stunden pro Tag und hat mehr Zeit für Gartenarbeit und ihr Hobby, orientalische Tänze. Sie ist wieder zufrieden.

Offenbar stehen den heutigen über 40-Jährigen mehr Wege offen als früheren Generationen. Wer das Buch Die Midlife-Boomer liest, bekommt den Eindruck, in der Lebensmitte brächen goldene Zeiten an. Schon der Untertitel Warum es nie spannender war, älter zu werden klingt euphorisch. Die Politikjournalistin Margaret Heckel rechnet vor, dass die demografische Entwicklung Unternehmen zwingen werde, sich auf ältere Arbeitnehmer einzustellen. Sie erzählt von Senior-Azubis, Tandems zwischen jungen und erfahrenen Mitarbeitern und Angeboten, die den Älteren helfen, neue Wege zu finden.

»Viele denken zu früh, dass es zu spät ist«, sagt Uta Glaubitz. Sie berät Menschen in jedem Alter, die beruflich noch einmal neu anfangen wollen. »Viele meiner Kunden haben ihre erste Berufswahl nicht richtig ernst genommen, sondern sind als Jugendliche in irgendeinen Job hineingerutscht. Jetzt, mit über 40, sind sie erwachsen und erkennen, dass sie diesen Beruf gar nicht wollen«, sagt Glaubitz. Dabei bleibt sie realistisch – wenn ein 45-Jähriger erzählt, dass er immer Arzt werden wollte, rät sie ihm eher nicht, ein Medizinstudium zu beginnen, das zehn Jahre dauert. »Auch würde ich ihm nicht empfehlen, ins Management einer Klinik zu gehen, weil das nur eine Notlösung wäre.« Stattdessen spricht sie so lange mit ihren Kunden darüber, was sie gern tun und was sie sich vom Leben wünschen, bis sie etwas findet, was funktionieren kann. So hat sie eine Krankenschwester dabei begleitet, Kapitänin zu werden, eine Zahnarzthelferin eröffnete ein Café, und eine Mutter begann mit 45 Jahren eine Ausbildung zur Fotografin.

All diese Menschen haben eine Fähigkeit, die in der Lebensmitte viel wert ist: Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst. Wer sich mit unangenehmen Erfahrungen auseinandersetzt, Lösungen sucht, sich mit anderen austauscht und zuversichtlich bleibt, ist zufriedener als jemand, der sich als Opfer des Schicksals betrachtet. Das fanden die Psychologin Perrig-Chiello und ihre Kollegen heraus, als sie rund 300 Schweizer zwischen 40 und 55 Jahren zu Wohlbefinden, Persönlichkeit und Lebensstil befragten. »Zufrieden wird nur, wer es schafft, seine Anspruchshaltung den Möglichkeiten anzugleichen«, sagt Perrig-Chiello. Sie meint das keineswegs entmutigend. »Manche Tür mag im mittleren Alter zwar bereits verschlossen sein, aber man findet immer Wege.« Offenbar gelingt dies vielen. Schließlich steigt die Glückskurve im Schnitt mit Mitte 40 wieder.

Leserkommentare
  1. ...er steht aber auch wieder im modernen Zeichen des Leistungsdruckes:
    DU mußt Dich nur ANSTRENGEN & das Richtige (den richtigen Job etc.) für Dich finden, wenn DU mit Deinen Lebensumständen nicht glücklich bist, dann bist DU SELBER SCHULD, denn DU hast die falsche Wahl getroffen und MUSST DICH ANSTREGNEN.....usw.

    Das ist der Tenor vieler aktueller Beratungsbücher und davon lebt eine ganze Branche von Beratern & steht im Zeichen des Machbarkeitswahns ("just do it, chackachacka!").

    Nun, das hat seine Berechtigung, aber die wirkliche Errungenschaft ist es für mich, in der Mitte des Lebens die GEISTIGE Reife gefunden zu haben, sich mit dem Leben zu arrangieren und seine INNERE, ruhende Mitte zu finden.

    Statt in Hinblick auf die äußeren Umstande neuen Erfolgsdruck zu schaffen.

    Danke für den interessanten Artikel.

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  2. strikt aus der Welt ihrer vermuteten Leserschaft.
    "Viele haben die schwierigsten Karriereschritte geschafft, ihre Identität und Rolle gefunden, die finanziellen Verhältnisse sind meist stabil."
    Diese verengte Sicht mag ja aus dem genannten Blickwinkel in Ordnung sein, nur sollte man nicht immer den Eindruck erwecken, das wäre mehrheitlich relevant.

    10 Leserempfehlungen
  3. Es geht nur, wenn Du selbst zu Dir finden kannst. Es ist sehr schwierig von außen her, der Midlife-Crisis entgegen zu wirken. Die Psychologische Seite kann zwar helfen, aber die Hilfe bricht dann zusammen - wenn der Betroffene den Therapeuten vernachlässigt. Ein weiteres Problem ist die Abhängigkeit zur Person des Therapeuten. Wenn ein kleines Hilfsangebot vom Patienten wirkt und er dann alleine gelassen wird aus welchen Gründen auch immer, wird die Midlife-Crisis noch stabiler. Es kann nur geschehen, wenn der Patient durch die eigene Mitmach - Leistung den Weg ebnet.

    Eine Leserempfehlung
  4. (wer erst mit 40 merkt, dass das eigene Leben vorbei sein wird, dem ist ohnehin nicht zu helfen), das die kleinen Sörgelchen übersaturierter Wohlstandbürger zu existentiellen Weltproblemen aufbläst. Oder auf wieviel Prozent (in Dtl. und weltweit) trifft folgendes schon zu: "Viele haben die schwierigsten Karriereschritte geschafft, ihre Identität und Rolle gefunden, die finanziellen Verhältnisse sind meist stabil." Aber diese vollkommene - unbewusste - Fokussierung auf das eigene Ich (z.B. Weitergeben um der eigenen Unsterblichkeit willen) zeigt doch insgesamt sehr schön, wie die gehobenen Mittelschichten (Journalisten und Psychologen) ticken. Daher ein großes Danke für den Artikel!

    11 Leserempfehlungen
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    "4. Eigentlich völlig sinnloses Blabla
    (wer erst mit 40 merkt, dass das eigene Leben vorbei sein wird, dem ist ohnehin nicht zu helfen), das die kleinen Sörgelchen übersaturierter Wohlstandbürger zu existentiellen Weltproblemen aufbläst."

    Das eine ist die nüchterne Sicht der Dinge, womit Sie natürlich nicht falsch liegen. Von außen betrachtet kann man immer schön schlau reden. Das andere ist die innere Sicht der Dinge, die bei jedem Betroffenen eben anders verläuft, auch wenn er (ein und die selbe Person) nüchtern von außen betrachtet die Dinge anders sehen mag.

    Ich bin Mitte vierzig, freue mich meines Lebens und möchte keine zwanzig mehr sein. Ich genieße mein Leben, freue mich sogar bedingt aufs Älterwerden (es ist ja auch spannend), doch komme ich nicht umhin, mich auch mit der weniger werdenden Zeit auseinanderzusetzen. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, was ich evt. alles verpasst haben könnte und was ich erreicht habe. Dieses Leistungsdenken ist mir eher fremd. Trotzdem geht es auch an mir nicht spurlos vorbei, dass ich wohl die Hälfte meines Lebens schon rum habe. Das eine ist halt die Vernunftsseite (die einem sagt, das ist so, es ist nicht zu ändern) das andere die emotionale Seite (die einem sagt, es wird nicht mehr werden). Und damit geht jeder anders um und das als Sörgelchen übersatuierter Wohlstandsbürger abzutun finde ich anmaßend. Die Psyche ist eben nicht so leicht zu besiegen.

    Ich glaube nicht, dass die Midlife Crisis ein standestypisches Phänomen ist.
    Meine Mutter war ihr Leben lang Krankenschwester. Mit Mitte 40 steckt sie jetzt in einer tiefen Kriese und hat sogar ihren Job aufgegeben.
    Und das hätte wirklich niemand erwartet.

    Das ist kein Standesproblem.

    Es wäre schön, wenn Leser auch mal über ihren Tellerrand hinaus schauen würden, anstatt alles zu pauschalisieren (tritt bei mir nicht auf, also also ist es nur blödes Bla Bla).

    "4. Eigentlich völlig sinnloses Blabla
    (wer erst mit 40 merkt, dass das eigene Leben vorbei sein wird, dem ist ohnehin nicht zu helfen), das die kleinen Sörgelchen übersaturierter Wohlstandbürger zu existentiellen Weltproblemen aufbläst."

    Das eine ist die nüchterne Sicht der Dinge, womit Sie natürlich nicht falsch liegen. Von außen betrachtet kann man immer schön schlau reden. Das andere ist die innere Sicht der Dinge, die bei jedem Betroffenen eben anders verläuft, auch wenn er (ein und die selbe Person) nüchtern von außen betrachtet die Dinge anders sehen mag.

    Ich bin Mitte vierzig, freue mich meines Lebens und möchte keine zwanzig mehr sein. Ich genieße mein Leben, freue mich sogar bedingt aufs Älterwerden (es ist ja auch spannend), doch komme ich nicht umhin, mich auch mit der weniger werdenden Zeit auseinanderzusetzen. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, was ich evt. alles verpasst haben könnte und was ich erreicht habe. Dieses Leistungsdenken ist mir eher fremd. Trotzdem geht es auch an mir nicht spurlos vorbei, dass ich wohl die Hälfte meines Lebens schon rum habe. Das eine ist halt die Vernunftsseite (die einem sagt, das ist so, es ist nicht zu ändern) das andere die emotionale Seite (die einem sagt, es wird nicht mehr werden). Und damit geht jeder anders um und das als Sörgelchen übersatuierter Wohlstandsbürger abzutun finde ich anmaßend. Die Psyche ist eben nicht so leicht zu besiegen.

    Ich glaube nicht, dass die Midlife Crisis ein standestypisches Phänomen ist.
    Meine Mutter war ihr Leben lang Krankenschwester. Mit Mitte 40 steckt sie jetzt in einer tiefen Kriese und hat sogar ihren Job aufgegeben.
    Und das hätte wirklich niemand erwartet.

    Das ist kein Standesproblem.

    Es wäre schön, wenn Leser auch mal über ihren Tellerrand hinaus schauen würden, anstatt alles zu pauschalisieren (tritt bei mir nicht auf, also also ist es nur blödes Bla Bla).

  5. "4. Eigentlich völlig sinnloses Blabla
    (wer erst mit 40 merkt, dass das eigene Leben vorbei sein wird, dem ist ohnehin nicht zu helfen), das die kleinen Sörgelchen übersaturierter Wohlstandbürger zu existentiellen Weltproblemen aufbläst."

    Das eine ist die nüchterne Sicht der Dinge, womit Sie natürlich nicht falsch liegen. Von außen betrachtet kann man immer schön schlau reden. Das andere ist die innere Sicht der Dinge, die bei jedem Betroffenen eben anders verläuft, auch wenn er (ein und die selbe Person) nüchtern von außen betrachtet die Dinge anders sehen mag.

    Ich bin Mitte vierzig, freue mich meines Lebens und möchte keine zwanzig mehr sein. Ich genieße mein Leben, freue mich sogar bedingt aufs Älterwerden (es ist ja auch spannend), doch komme ich nicht umhin, mich auch mit der weniger werdenden Zeit auseinanderzusetzen. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, was ich evt. alles verpasst haben könnte und was ich erreicht habe. Dieses Leistungsdenken ist mir eher fremd. Trotzdem geht es auch an mir nicht spurlos vorbei, dass ich wohl die Hälfte meines Lebens schon rum habe. Das eine ist halt die Vernunftsseite (die einem sagt, das ist so, es ist nicht zu ändern) das andere die emotionale Seite (die einem sagt, es wird nicht mehr werden). Und damit geht jeder anders um und das als Sörgelchen übersatuierter Wohlstandsbürger abzutun finde ich anmaßend. Die Psyche ist eben nicht so leicht zu besiegen.

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  6. In die Midlife-Crisis stürzen vor allem jene, die irgendwann mal plötzlich begreifen, daß das Leben mit munterem Karrieremachen vor allem eines ist: munter verschwendet. Zu spät, zu spät ...

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    • ludna
    • 15.06.2012 um 8:56 Uhr

    Ich fand den Artikel gut, vielleicht weil ich im kritischen Alter bin. Ich denke manchmal über dieser Themen nach, aber als Krise würde ich es bei mir nicht bezeichnen. Allerdings habe ich mich schon immer schnell mit neuen Dingen arangiert und abgefunden, was ja heute allgemein eher als Nachtteil gilt.

    Diesen Teil:
    "Viele haben die schwierigsten Karriereschritte geschafft, ihre Identität und Rolle..."

    kann ich aber nicht nachvollziehen. Dies gilt sicher für Beamte und einige Wenige in der freien Wirtschaft, aber im Allgemeinen sind die Verhältnisse viel unsicherer geworden. Siehe Schlecker als Beispiel, wo auch viele Ältere entlassen werden.

    9 Leserempfehlungen
  7. aber ehrlich gesagt, ich verstehe weder, was eigentlich sagen wollen (außer dass ich wie Sie ebenfalls um nichts in der Welt nochmals 20 sein wollte), noch was das mit meinem Kommentar zu tun hat. Und wegen "anmaßend": Ich habe mich nur auf den Artikel und die dortige Darstellung bezogen, und es liegt mir fern, jemandem zu nahe zu treten oder rigendwelche persönlichen Probleme kleinzureden, aber wenn in dem Artikel eine extrem enge Perspektive als universal dargestellt wird, dann finde ich das anmaßend.

    2 Leserempfehlungen
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    Was heißt schon universal? Wer gibt denn gerne zu, dass er sich Gedanken über so etwas macht? Kennen Sie Männer, die offen darüber reden, dass es mit der Potenz zwar immer noch klappt, aber es mit zwanzig doch irgendwie anders und auch öfters war? Ich bin Umgeben von Männern meines Alters, aber ich kenne eigentlich keinen, der offen über diese und ähnliche Dinge spricht. Schenkt man den Worten Glauben, haben viele von denen mehrfach am Tag Sex. Was ich damit sagen will ist, was nach außen getragen wird und was innerlich in den Menschen vorgeht (insbesondere Männer), sind sicher zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich gebe offen zu, mich beschäftigen diese Dinge, aber sie belasten mich nicht. Midlife-Crisis würde ich es nicht nennen, aber man nachdenklicher wird man schon.

    Was heißt schon universal? Wer gibt denn gerne zu, dass er sich Gedanken über so etwas macht? Kennen Sie Männer, die offen darüber reden, dass es mit der Potenz zwar immer noch klappt, aber es mit zwanzig doch irgendwie anders und auch öfters war? Ich bin Umgeben von Männern meines Alters, aber ich kenne eigentlich keinen, der offen über diese und ähnliche Dinge spricht. Schenkt man den Worten Glauben, haben viele von denen mehrfach am Tag Sex. Was ich damit sagen will ist, was nach außen getragen wird und was innerlich in den Menschen vorgeht (insbesondere Männer), sind sicher zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich gebe offen zu, mich beschäftigen diese Dinge, aber sie belasten mich nicht. Midlife-Crisis würde ich es nicht nennen, aber man nachdenklicher wird man schon.

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