Nachhaltige Kleidung : Unsere zweite Haut

Schön, wenn die Bluse nur zehn Euro kostet. Nicht gut, wenn dafür die Umwelt leidet und Arbeiter ausgebeutet werden. Es gibt Alternativen. Höchste Zeit, denn Baumwolle wird knapp.
Neue aus alten Kleidern: Das Berliner Modelabel schmidttakahashi schneidert aus Altkleidern feine Unikate wie diese Bluse aus der Sommerkollektion 2013.

Beutestück Nummer zwei ist roséfarben und glänzt. Die junge Frau hält das Kleid in die Kamera, dreht und wendet es, Metallic-Optik sei das und habe 5,99 Euro gekostet. Ein Hammerpreis, sagt Funnypilgrim, wie sie sich auf YouTube nennt. Die weiteren Eroberungen der Shoppingtour: noch ein Kleid, ein Pulli, fünf Hosen, ein Oberteil, eine Strickjacke und ein Gürtel. Willkommen im Polyester-Paradies.

»Haul Video« nennt sich das, was derzeit Mode-Mädchen von den USA bis Deutschland ins Netz stellen – Dokumente ihrer Shoppingbeutezüge. Sie filmen sich selbst dabei, wie sie Kleidungsstücke vorführen, die sie gerade gekauft haben. Dabei sitzen sie in ihren Jungmädchenzimmern, pinkfarbene Wände und Schminktischchen gehören oft zur Kulisse. Vielen von ihnen sehen um die 100.000 Menschen zu.

Die Konsumenten, die Polyesterkleidchen für 5,99 Euro und ebenso billige Baumwoll-T-Shirts kaufen, sind Teil des Systems Fast Fashion. Viele tragen ihre Kleider nur ein paar Mal, dann muss etwas Neues her – weil die Mode sich geändert hat oder die Teile schlicht kaputt sind. Modeketten produzieren Kleidung in immer kürzerer Zeit und bringen ständig neue Stücke in die Läden. Die Billigproduktion und der schnelle Modezyklus gehen zulasten von Arbeitern, Umwelt, Klima und der Gesundheit derjenigen, die die Kleider am Ende tragen.

Das könnte sich bald jedoch ändern: Baumwolle wird in den kommenden Jahren voraussichtlich knapper, und auch Erdöl – die Basis von Polyester – ist bekanntlich nicht unbegrenzt verfügbar. Deshalb setzen viele Anbieter auf Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen, Viskose etwa wird auf der Basis von Holz hergestellt. Experten sehen voraus, dass Mode bald nicht mehr ganz so billig sein wird. »Baumwoll-T-Shirts, die bei Textil-Discountern immer noch wie Wegwerfartikel zu Billigstpreisen gehandelt werden, gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an«, sagt Silvia Jungbauer vom Verband Gesamtmasche, der einen Teil der deutschen Textilunternehmen vertritt.

Wegwerfen und Neukaufen als Prinzip

Die Produktionsstrecke vom Entwurf bis zum ausgelieferten Kleidungsstück dauert heute nur noch wenige Wochen. Neue Kollektionen kommen nicht mehr wie früher zweimal pro Jahr in die Läden, es treffen kontinuierlich neue Kleider ein. So signalisieren die Anbieter den Kunden, dass sie ständig ihre Garderobe erneuern sollten – und machen dies möglich, indem ein T-Shirt oft kaum mehr kostet als ein Kaffee. Wer bei Billiganbietern wie H&M, Zara oder der gerade expandierenden irischen Kette Primark kauft, kann bei allen Trends mitmachen, ohne viel Geld auszugeben. Die Kunden spielen da gerne mit. Wegwerfen und Neukaufen wird zum Prinzip.

»Je mehr Kleidung hergestellt wird, desto größer wird auch die Belastung für die Umwelt«, sagt Kirsten Brodde, Textilexpertin von Greenpeace. Bei der Produktion werden Hunderte verschiedener Chemikalien eingesetzt – Farbstoffe, Färbebeschleuniger und Bleichmittel, zusätzlich Substanzen, die dafür sorgen, dass Kleider griffiger werden, weniger knittern, mehr glänzen oder dass Leder nicht schimmelt. Gerade in Ländern wie China, Indien und Bangladesch, aus denen ein großer Teil unserer Textilien kommt, sind gefährliche Stoffe verfügbar. Greenpeace analysierte das Abwasser chinesischer Fabriken, die auch deutsche und multinationale Textilunternehmen beliefern, und fand langlebige giftige Chemikalien.

Die Menschen, die in solchen Fabriken unsere Kleidung herstellen, gefährden ihre Gesundheit. Bei der Sandstrahl-Methode etwa – mit der neue Jeans behandelt werden, damit sie abgetragen aussehen – atmen die Arbeiter Quarz ein, das die Lunge angreift. Nach heftiger Kritik verpflichteten sich H&M und das Jeanslabel Levi Strauss dazu, die Technik nicht mehr anzuwenden. Insgesamt haben sich die Sozialstandards jedoch kaum verbessert, obwohl die Zustände in den Fabriken lange bekannt sind. Die Organisation »Kampagne Saubere Kleidung« kritisiert niedrige Löhne und mangelnde Sicherheit. Bei einem Brand in einer Textilfabrik in Pakistan, die unter anderem für KiK produzierte, starben im September mehr als 250 Arbeiter.

20 Kilogramm Textilien pro Jahr

Auch hierzulande sorgt das Prinzip Fast Fashion für Umweltprobleme – in Form von Müll. Der durchschnittliche Europäer verbrauche im Jahr 20 Kilogramm Textilien, der Amerikaner sogar 35, schreibt Textil-Experte Andreas Engelhardt in seinem Buch Schwarzbuch Baumwolle. Der weltweite Fasermarkt umfasste nach Angaben der Bremer Baumwollbörse 1990 ein Volumen von 38 Millionen Tonnen, im Jahr 2000 von knapp 50 Millionen und 2012 sogar von 75 Millionen Tonnen. Etwa die Hälfte dieser Fasern wird für Kleidung genutzt, schätzt Engelhardt.

Die vielen chemischen Zusätze in Textilien schaden vor allem den Arbeitern, womöglich aber auch den Käufern. Einige der Textil-Chemikalien können Kontaktallergien auslösen, zum Beispiel Formaldehyd. Damit werden Kleider behandelt, damit sie weniger knittern und ihre Form behalten. Zinnorganische Verbindungen, die Kleidung während des Transports vor Pilzbefall schützen, könnten nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) die Fruchtbarkeit einschränken und das Nervensystem angreifen. Sie sind in der EU verboten. Andere Substanzen stehen im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen, zum Beispiel einige Azofarbstoffe. Nach Angaben des BfR verzichtet die deutsche Industrie schon lange auf die gefährlichen Mittel, nur wird ja kaum noch Kleidung in Deutschland hergestellt. »Man muss davon ausgehen, dass in einigen importierten Textilien, insbesondere aus Nicht-EU-Staaten, solche problematischen Farbstoffe enthalten sein können«, schreibt das BfR.

 Das Interesse an nachhaltig produzierter Kleidung wächst

Die EU hat ein Warnsystem namens Rapex eingerichtet, um Verbraucher vor gefährlichen Stoffen zu schützen, die bei den Herstellern in China oder Indien eingesetzt werden. Das Kürzel steht für Rapid Exchange of Information System. Wenn in einem EU-Staat bei Stichproben verbotene Stoffe oder erhöhte Werte einer gefährlichen Substanz auftauchen, informiert er die anderen EU-Mitglieder. Notfalls kann man bedenkliche Produkte zurückrufen.

Grund zur Panik besteht aber nicht. Allergien, die durch den Kontakt mit Kleidung entstanden sind, kommen selten vor. Nach Informationen des BfR wurde bei etwa ein bis zwei Prozent der Allergiepatienten in Kliniken das Leiden durch Kleidung hervorgerufen. Die Gesundheitsgefahr durch Textilien wächst allerdings, wenn man ständig neue kauft, weil mögliche Schadstoffe dann noch konzentriert sein können. Nachdem man die Kleider drei- bis zehnmal gewaschen hat, sind die Rückstände verschwunden– manche Schnäppchenjäger tragen die Kleidung aber gar nicht länger.

Ökomode hält länger als eine Saison

Doch möglicherweise steht eine Ökowende bei der Textilherstellung bevor. »Die Zeiten billiger Bekleidungstextilien nähern sich dem Ende«, schreibt Andreas Engelhardt in seinem Schwarzbuch Baumwolle. Er geht der Frage nach, wie man den wachsenden Stoffbedarf der Welt möglichst nachhaltig decken kann. Die Anbaufläche ist begrenzt, ähnlich wie beim Biosprit konkurrieren die Bauern mit denen, die Nahrungspflanzen anbauen. Baumwolle wird daher knapp. Gute Chancen sieht Engelhardt da für Stoffe aus Pflanzenfasern, zum Beispiel aus Holz von Bäumen, die besonders schnell wachsen. Die brauchen zwar auch Anbaufläche, aber weniger als Baumwolle.

Zudem wächst, als Gegenbewegung zur Wegwerfmode, das Interesse an nachhaltig produzierter Kleidung. Die breite Masse kauft zwar, ähnlich wie bei Lebensmitteln, vor allem billig. Doch eine kleinere Gruppe hat ein Bewusstsein für biologisch und fair hergestellte Produkte entwickelt. Ökomode ist oft so verarbeitet, dass sie länger hält als eine Saison. Sie gilt in immer weiteren Kreisen als schick, Modestrecken zu Green Fashion in Frauenzeitschriften sind inzwischen ganz normal.

Bewusst leben, ohne zu verzichten, guter Konsum ist möglich – dieser Gedanke entspricht dem Lifestyle of Health and Sustainability, kurz Lohas, der vor ein paar Jahren aufkam. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass es durchaus mit Arbeit verbunden ist, Produkte zu finden, die das Versprechen erfüllen. Viele Unternehmen werben mit scheinbar grünen Produkten, in Wirklichkeit betreiben sie aber nur Greenwashing – so umweltfreundlich sind ihre Angebote gar nicht. In ihrem Buch Ende der Märchenstunde hat die Autorin Kathrin Hartmann etliche Beispiele dafür gefunden, auch in der Mode. Eine gewisse Sicherheit bieten Gütesiegel, die für eine umweltfreundliche Produktion, hohe Sozialstandards oder ein giftfreies Endprodukt stehen. Allerdings sind erst wenige Kleidungsstücke mit solchen Labels gekennzeichnet.

Die Alternative zu gutem Konsum ist weniger Konsum. Bei vielen entsteht gerade eine neue Lust an Dingen, die bleiben. Die Anhänger der Werterhaltung reparieren ihre Klamotten, statt sie wegzuwerfen. In den Niederlanden gibt es Repair Cafés – die Veranstalter helfen den Leuten an wechselnden Orten, ihre kaputte Kleidung oder andere Dinge in Ordnung zu bringen. Auch diejenigen, die ihre Kleider am Leben halten wollen, nutzen YouTube-Videos – nicht als Shoppingkanal wie die Modemädchen, sondern um einander zu zeigen, wie man Reißverschlüsse repariert oder Knöpfe wieder annäht.

Für die Umwelt wäre es das Beste, wenn mehr neue aus alten Kleidern entstünden. Altkleider gibt es ja genug, weil so viele Menschen ihre Sachen nur kurz tragen und schnell wegwerfen. Manche Textilunternehmen verwenden deshalb inzwischen auch recycelte Fasern, wie Silvia Jungbauer vom Branchenverband Gesamtmasche sagt. Allerdings bewege sich das bisher »in den Grenzen des Machbaren«. In der Ökobilanz, die die Umweltorganisation Made-by errechnet hat, schneiden recycelte Fasern besonders gut ab. Manche Hersteller von Sport- und Outdoorkleidung beginnen nun, Jacken und Rucksäcke aus aufbereitetem Material wie Plastikflaschen anzubieten.

Wie das große Projekt Faser-Recycling schon jetzt im Kleinen funktioniert und aus Müll Mode wird, zeigen einige Designer. Die Betreiber des Ladens Redesign im Hamburger Karoviertel schneidern aus alten Pullis Röcke, aus Jeans enge Westen, aus den Ärmeln von getragenen Blazern Handytäschchen. Ein kleiner Teil von dem, was das System Fast Fashion auswirft, lebt so weiter.

Kommentare

40 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

interessanter

Artikel jedoch leider völlig realitätsfremd-die Vermarktung von Kleidung und Lebensmittel in der Masse besteht doch nur aus Chemie und Täuschung und billig.

Der Verbraucher könnte sich auf Grund des bestehenden Angebotes sicherlich gesund ernähren und kleiden doch er will es nicht weil er das so Ersparte in den dritten Pc oder Flat oder in den Billigurlaub im Kriegsbgebiet investiert.

"Der Verbraucher könnte sich auf Grund des bestehenden Angebotes

sicherlich gesund ernähren und kleiden doch er will es nicht weil..."

Böswilligkeit bei den Konsumenten würde ich nicht postulieren. Bei der Ernährung ist es so, dass die Lust auf Süßes und Fettes genetisch programmiert präferiert wird, und bei anderen Konsumartikeln, würden viele im Laden vermutlich anders entscheiden, wenn sie ehrlich über die Herstellungsmethoden informiert würden.

Leider tun die Verkäufer bei Nahrungsmitteln und bei sonstigen Konsumwaren alles, um den potentiellen Käufer die "gute" Entscheidung zu erschweren.

Neulich kam ein Bericht über die diversen Schoko-Fair-Siegel, denen sich die großen Schokoladenhersteller inzwischen angeschlossen haben, um der wachsenden Kritik an der Tatenlosigkeit der mrd.schweren Hersteller zu begegnen.
http://www.ndr.de/ratgebe...

Vor Ort zeigte sich, dass auf den Plantagen alles sehr ähnlich wie auf den Siegel-losen Plantagen verläuft. Kinder arbeiteten mit Macheten. Die Kinder waren teils aus weit entfernten Ländern, verstanden die Sprache nicht gut.

Diese Kinder werden von professionellen Anwerbern z. B. aus Mali oder Sierra Leone armen Familien unter Vortäuschung einer zu beginnenden Ausbildung abgequatscht. Die Kinder arbeiten dann für Verpflegung und Unterkunft z. B. auf Kakaoplantagen.

Sobald diese Infos auf den Produkten ebenso groß vermerkt sind, wie die vorzüglichen Eigenschaften der Ware, bin ich bereit zu glauben, dass tatsächlich die Konsumenten diejenigen sind, welche.

Mit 9,99€-Bangladesch-Hose im schwäbischen 100.000€-SUV

Bei unserem Essen ist es leider genau so. Nur beim Kauf eines Auto scheint es einen Unterschied zu machen, da ist preiswert eben billig. Wobei sprachlich der qualitative Unterschied zwischen billig und preiswert sogar erkannt wird. Doch sonst spielt Qualität in Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb weder bei den Klamotten, noch beim Essen oder sonstwo eine Rolle. Bio, d.h. das regionale, heimische Erzeugnis das bekanntlich ohne viel Chemie, Kinder- und Sklavenarbeit auskommt, wird nach wie vor vielfach belächelt.

Die Blusen, Hemden, Hosen aus Fernost, von denen jeder weiß, dass sie unter widrigen und Zweifel behafteten Umständen genäht werden und die geschmacksbefreiten Lufterdbeeren und Wassertomaten im Januar aus Übersee, landen im Kofferraum eines bewusst wegen der Regionalität gekauften Autos. Das ist nicht geizig, das ist schlichtweg dumm. Das hört aber niemand gern über sich. Und weil das Geld auch für absolut sinnlose Sachen da ist und beides weg muss, gibt es diese "Geiz ist geil" Werbung.

Wobei: ein Geiziger würde auf diese Werbung nie reinfallen. Der behält sein Geld nämlich und kauft sich nicht für weniger Geld billige Sachen, die er nicht brauchen kann, dazu ist er zu klug. Aber es gibt auch die anderen. Die, die sich eine Tunnelsonnenbrille kaufen weil sie um 30% im Preis runtergesetzt wurde. Leider sind das die Mehrheit.

Lieber Slibowitz... danke für Ihr konstruktives Statement...

dann verraten SIE mir doch mal aus Ihrer langjährigen Erfahrung als Billiglöhner wo SIE ihre Klamotten einkaufen... Also ICH versuche möglichst viel second hand - leider ist meine wichtigste Einkaufsquelle versiegt - die Billigläden haben ihr den Garaus gemacht - jetzt gehe ich zu Oxfam ... oder ins Fachgeschäft für Berufskleidung. Aber da ist ja leider AUCH nicht alles Gold was glänzt.. hab ich ja drüber geschrieben... Na und SIE...? wo kaufen SIE denn ein als Niedriglöhner? Bin gespannt auf Ihre Tipps...

Vertrauen

Ein sehr spannendes Thema über das ich auch schon oft nachgedacht habe. Ich bin Student und kaufe meine Kleidung auch vorwiegend bei H&M. In einem anderen Artikel vor kurzer Zeit habe ich gelesen das die Preise nur wenige Cent teurer sein müsste um den Angestellten in Asien ernsthaft zu helfen (wenn das Geld denn auch wirklich unten ankommen würde). Damit hätten die meisten Leute sicherlich keine Probleme.

Die Frage ist doch eher wo man sonst seine Sachen kaufen soll. Ich habe mittlerweile jegliches Vertrauen in große Unternehmen verloren. Es ist viel zu unübersichtlich wo und unter welchen Bedingungen die Sachen produziert werden!
Entweder man kauft billig oder die Sachen sind zu teuer, oder? Ich würde gerne mal wissen wie viel ein T-Shirt das fair produziert wurde kosten sollte.

Artikel 1

Ich finde auch das die Klamotten, die Dinge überhaupt zuviel kosten! Es geht ja um zwei Extreme und ich frage mich manchmal auch im Biobereich ob manch ein Preis wirklich so sein muss. Ich finde man hat ja auch einen gesellschaftspolitischen Auftrag und die Ökomode ist für Hartz IV Empfänger bspw. schlicht nicht erschwinglich. Ich finde man muss mal wieder um die großen Dinge reden und ob die Preispolitik generell nicht unmenschlich ist. Man müsste eben doch eine amdere Gesellschaft schaffen mit völlig anderen politischen Vorraussetzungen. Artikel 1 des Grundgesetzes aber würde ausreichen um diese zu schaffen.

kleine Korrektur

die URL der Plattform ist www.getchanged.net, .org schickt einen zu irgendwelchem esotherischen Unsinn ^^

Man muss allerdings dennoch feststellen, dass eine Handvoll fairer Boutiquen nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Daneben gibt es für den Verbraucher kaum Möglichkeiten. Es macht auch keinerlei Unterschied ob ich Jeans und Hemden bei H&M kaufe oder für den 5fachen Preis bei Ralph Lauren und Konsorten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der kram aus derselben Fabrik fällt...
Und sich auschliesslich mit Pariser und Mailänder couture oder beim lokalen Schneider einzukleiden scheitert bei den meisten Menschen leider am Geldbeutel.

Korrigierte URL

Oje, jetzt habe ich mich vertippt :-)
Natürlich http://www.getchanged.net/,

weiters kann man sich bei der Clean Clothes Kampagne informieren.Und-ja-Du hast recht, diese paar grünen Boutiquen sind ein Tropfen auf dem heißen tein, aber wie könnte man sonst beginnen?
Ich für mich verzichte schon seit Jahren aus finanziellen wie auch aus kreativen Gründen auf neu gekaufte Kleidung von H&M bis zu Markenkleidung, einfach, weil ich fast alles, was ich unbedingt brauche, auf Flohmärkten und in Secondhandläden finde. Ich arbeite mir die Kleidung nach meinen Vorstellungen um. Neben den ökologischen und sozialen Nachteilen von Massenmode fehlt mir der individuelle Charakter, wenn ich ein Teil in Dutzenden am Haken hängen sehe.