Nachhaltige KleidungUnsere zweite Haut

Schön, wenn die Bluse nur zehn Euro kostet. Nicht gut, wenn dafür die Umwelt leidet und Arbeiter ausgebeutet werden. Es gibt Alternativen. Höchste Zeit, denn Baumwolle wird knapp. von Susanne Schäfer

Neue aus alten Kleidern: Das Berliner Modelabel schmidttakahashi schneidert aus Altkleidern feine Unikate wie diese Bluse aus der Sommerkollektion 2013.

Neue aus alten Kleidern: Das Berliner Modelabel schmidttakahashi schneidert aus Altkleidern feine Unikate wie diese Bluse aus der Sommerkollektion 2013.  |  © schmidttakahashi 2012

Beutestück Nummer zwei ist roséfarben und glänzt. Die junge Frau hält das Kleid in die Kamera, dreht und wendet es, Metallic-Optik sei das und habe 5,99 Euro gekostet. Ein Hammerpreis, sagt Funnypilgrim, wie sie sich auf YouTube nennt. Die weiteren Eroberungen der Shoppingtour: noch ein Kleid, ein Pulli, fünf Hosen, ein Oberteil, eine Strickjacke und ein Gürtel. Willkommen im Polyester-Paradies.

»Haul Video« nennt sich das, was derzeit Mode-Mädchen von den USA bis Deutschland ins Netz stellen – Dokumente ihrer Shoppingbeutezüge. Sie filmen sich selbst dabei, wie sie Kleidungsstücke vorführen, die sie gerade gekauft haben. Dabei sitzen sie in ihren Jungmädchenzimmern, pinkfarbene Wände und Schminktischchen gehören oft zur Kulisse. Vielen von ihnen sehen um die 100.000 Menschen zu.

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Die Konsumenten, die Polyesterkleidchen für 5,99 Euro und ebenso billige Baumwoll-T-Shirts kaufen, sind Teil des Systems Fast Fashion. Viele tragen ihre Kleider nur ein paar Mal, dann muss etwas Neues her – weil die Mode sich geändert hat oder die Teile schlicht kaputt sind. Modeketten produzieren Kleidung in immer kürzerer Zeit und bringen ständig neue Stücke in die Läden. Die Billigproduktion und der schnelle Modezyklus gehen zulasten von Arbeitern, Umwelt, Klima und der Gesundheit derjenigen, die die Kleider am Ende tragen.

ZEIT Wissen 1/2013
ZEIT Wissen 1/2013

Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Wissen Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen

Das könnte sich bald jedoch ändern: Baumwolle wird in den kommenden Jahren voraussichtlich knapper, und auch Erdöl – die Basis von Polyester – ist bekanntlich nicht unbegrenzt verfügbar. Deshalb setzen viele Anbieter auf Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen, Viskose etwa wird auf der Basis von Holz hergestellt. Experten sehen voraus, dass Mode bald nicht mehr ganz so billig sein wird. »Baumwoll-T-Shirts, die bei Textil-Discountern immer noch wie Wegwerfartikel zu Billigstpreisen gehandelt werden, gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an«, sagt Silvia Jungbauer vom Verband Gesamtmasche, der einen Teil der deutschen Textilunternehmen vertritt.

Wegwerfen und Neukaufen als Prinzip

Die Produktionsstrecke vom Entwurf bis zum ausgelieferten Kleidungsstück dauert heute nur noch wenige Wochen. Neue Kollektionen kommen nicht mehr wie früher zweimal pro Jahr in die Läden, es treffen kontinuierlich neue Kleider ein. So signalisieren die Anbieter den Kunden, dass sie ständig ihre Garderobe erneuern sollten – und machen dies möglich, indem ein T-Shirt oft kaum mehr kostet als ein Kaffee. Wer bei Billiganbietern wie H&M, Zara oder der gerade expandierenden irischen Kette Primark kauft, kann bei allen Trends mitmachen, ohne viel Geld auszugeben. Die Kunden spielen da gerne mit. Wegwerfen und Neukaufen wird zum Prinzip.

»Je mehr Kleidung hergestellt wird, desto größer wird auch die Belastung für die Umwelt«, sagt Kirsten Brodde, Textilexpertin von Greenpeace. Bei der Produktion werden Hunderte verschiedener Chemikalien eingesetzt – Farbstoffe, Färbebeschleuniger und Bleichmittel, zusätzlich Substanzen, die dafür sorgen, dass Kleider griffiger werden, weniger knittern, mehr glänzen oder dass Leder nicht schimmelt. Gerade in Ländern wie China, Indien und Bangladesch, aus denen ein großer Teil unserer Textilien kommt, sind gefährliche Stoffe verfügbar. Greenpeace analysierte das Abwasser chinesischer Fabriken, die auch deutsche und multinationale Textilunternehmen beliefern, und fand langlebige giftige Chemikalien.

Die Menschen, die in solchen Fabriken unsere Kleidung herstellen, gefährden ihre Gesundheit. Bei der Sandstrahl-Methode etwa – mit der neue Jeans behandelt werden, damit sie abgetragen aussehen – atmen die Arbeiter Quarz ein, das die Lunge angreift. Nach heftiger Kritik verpflichteten sich H&M und das Jeanslabel Levi Strauss dazu, die Technik nicht mehr anzuwenden. Insgesamt haben sich die Sozialstandards jedoch kaum verbessert, obwohl die Zustände in den Fabriken lange bekannt sind. Die Organisation »Kampagne Saubere Kleidung« kritisiert niedrige Löhne und mangelnde Sicherheit. Bei einem Brand in einer Textilfabrik in Pakistan, die unter anderem für KiK produzierte, starben im September mehr als 250 Arbeiter.

20 Kilogramm Textilien pro Jahr

Auch hierzulande sorgt das Prinzip Fast Fashion für Umweltprobleme – in Form von Müll. Der durchschnittliche Europäer verbrauche im Jahr 20 Kilogramm Textilien, der Amerikaner sogar 35, schreibt Textil-Experte Andreas Engelhardt in seinem Buch Schwarzbuch Baumwolle. Der weltweite Fasermarkt umfasste nach Angaben der Bremer Baumwollbörse 1990 ein Volumen von 38 Millionen Tonnen, im Jahr 2000 von knapp 50 Millionen und 2012 sogar von 75 Millionen Tonnen. Etwa die Hälfte dieser Fasern wird für Kleidung genutzt, schätzt Engelhardt.

Die vielen chemischen Zusätze in Textilien schaden vor allem den Arbeitern, womöglich aber auch den Käufern. Einige der Textil-Chemikalien können Kontaktallergien auslösen, zum Beispiel Formaldehyd. Damit werden Kleider behandelt, damit sie weniger knittern und ihre Form behalten. Zinnorganische Verbindungen, die Kleidung während des Transports vor Pilzbefall schützen, könnten nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) die Fruchtbarkeit einschränken und das Nervensystem angreifen. Sie sind in der EU verboten. Andere Substanzen stehen im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen, zum Beispiel einige Azofarbstoffe. Nach Angaben des BfR verzichtet die deutsche Industrie schon lange auf die gefährlichen Mittel, nur wird ja kaum noch Kleidung in Deutschland hergestellt. »Man muss davon ausgehen, dass in einigen importierten Textilien, insbesondere aus Nicht-EU-Staaten, solche problematischen Farbstoffe enthalten sein können«, schreibt das BfR.

Leserkommentare
  1. "Alles schön und gut - aber wenn Sie Billiglöhner sind und mit 8,50 Stundenlohn auskommen müssen, sind Sie leider darauf ANGEWIESEN möglichst preisgünstig einzukaufen."
    ----------------------
    Andesrum wird ein Schuh draus. Wenn Sie möglichst billgi einkaufen produzieren Sie Billiglöhner. So herum wird ein Schuh draus. Der Konsument alleine hat die Macht zu bestimmen, welches Produkt und welches Arbeitsmodell zum erfolg führt.
    Der Konsument bestimmt und die Ist-Situation ist das von ihm gewünsche Zwischenergebnis!

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  2. Artikel jedoch leider völlig realitätsfremd-die Vermarktung von Kleidung und Lebensmittel in der Masse besteht doch nur aus Chemie und Täuschung und billig.

    Der Verbraucher könnte sich auf Grund des bestehenden Angebotes sicherlich gesund ernähren und kleiden doch er will es nicht weil er das so Ersparte in den dritten Pc oder Flat oder in den Billigurlaub im Kriegsbgebiet investiert.

    6 Leserempfehlungen
  3. Alles schön und gut - aber wenn Sie Billiglöhner sind und mit 8,50 Stundenlohn auskommen müssen, sind Sie leider darauf ANGEWIESEN möglichst preisgünstig einzukaufen. Und dann sind 50€ für eine Baumwollbluse aus fair gehandeltem Material oder 100€ für einen Pullover aus entsprechender Produktion schon eine echte Hausnummer. Ich schau auch gerne in die Kataloge der einschlägigen Versandhäuser und kaufe auch schon mal das eine oder andere Sonderangebot - aber so ganz konsequent durchhalten lässt sich dieses Prinzip leider AUCH nicht.. und selbst Klamotten die angeblich auf Haltbarkeit angelegt sind, sind nicht mehr das was sie mal waren. Ein Beispiel: aus seiner Zeit als Fahrer von Krankentransporten hatte mein Mann noch eine so genannte Einsatzhose. Stabiler Baumwollstoff, Taschen an allen strategisch wichtigen Stellen - die er etliche Jahre getragen hat . Aber irgendwann gab auch dieses gute Stück seinen Geist auf. Das Nachfolgemodell: gleicher Typ, gleiche Einkaufsquelle, gleicher Preis - zeichnet sich durch vergleichsweise schlampige Verarbeitung und minderwertiges Material aus. Der Stoff fängt schon nach einem dreiviertel Jahr Nutzung an auszubleichen, die Taschen sind Billigst-Material undsoweiter...
    Da mach was... *seufz*

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    "Alles schön und gut - aber wenn Sie Billiglöhner sind und mit 8,50 Stundenlohn auskommen müssen, sind Sie leider darauf ANGEWIESEN möglichst preisgünstig einzukaufen."
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    Andesrum wird ein Schuh draus. Wenn Sie möglichst billgi einkaufen produzieren Sie Billiglöhner. So herum wird ein Schuh draus. Der Konsument alleine hat die Macht zu bestimmen, welches Produkt und welches Arbeitsmodell zum erfolg führt.
    Der Konsument bestimmt und die Ist-Situation ist das von ihm gewünsche Zwischenergebnis!

    dann verraten SIE mir doch mal aus Ihrer langjährigen Erfahrung als Billiglöhner wo SIE ihre Klamotten einkaufen... Also ICH versuche möglichst viel second hand - leider ist meine wichtigste Einkaufsquelle versiegt - die Billigläden haben ihr den Garaus gemacht - jetzt gehe ich zu Oxfam ... oder ins Fachgeschäft für Berufskleidung. Aber da ist ja leider AUCH nicht alles Gold was glänzt.. hab ich ja drüber geschrieben... Na und SIE...? wo kaufen SIE denn ein als Niedriglöhner? Bin gespannt auf Ihre Tipps...

  4. leisten sich gesund zu kleiden nur halt dabei nicht jedem trend hinterherzulaufen-auch nähen stricken etc oder aufarbeiten alter guter sachen gab es bereits und so schlecht wie heute die deutschen in deutschland auf der strasse herumlaufen zu jeder jahreszeit denkte ich immer die geben keinen cent für klamotten und outfit aus ;-)

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  5. wenn man als Konsument die gleiche Menge Kleidung und Schuhe und Taschen und Gürtel fair produziert und unter Ökoaspekt erstehen will, wie zurzeit der Mist, der weitestgehend in großen Tüten in die Wohnungen von Hartz IV bis überdurchschnittliches Einkommen getragen wird.

    Die Frage am Anfang der Überlegungen steht allerdings bereits im Artikel: braucht irgendwer diese Mengen? Und man kann sie schlicht mit Nein! beantworten.

    Wenn man dann also nur 10 % dessen kauft, was derzeit konsumiert, gelagert, entsorgt wird, hat man mehr Mittel für das einzelne Teil zur Verfügung und genau dann paßt es.

    Das alles geht allerdings nur, wenn man "Shopping" nicht als Hobby betrachtet sondern die Notwendigkeit sieht, sich ein neues Teil zu kaufen, weil ein altes ersetzt werden muss.

    Aber dazu ist für viele das Einkaufen als Spassfaktor wohl zu attraktiv. Und so lange das so ist, wird in allen Einkommensklassen zu viel gekauft und bei dem Zuviel auch viel zu viel Schrott, der Mensch und Umwelt in vielerlei Hinsicht schadet.

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    Antwort auf "kleine Korrektur"
  6. "So ein Unfug. Der Konsument entscheidet nicht, ob ein Unternehmen die Produktion zur Gewinnmaximierung nach Asien oder sonstwo verlegt"
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    Nein? Wer entscheidet dann, ob diese gewinnmaximierenden Unternehmen ihre Ware hier noch absetzen können oder nicht, wenn es nicht der Konsument ist?
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    "Darüber hinaus dürfen Sie mir gerne darlegen, wie Sie mit vielleicht vielleicht rund 1k Euro netto im Monat ihren "bewussten" und "fairen" Lebensstil pflegen."
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    Müssen Sie ja nicht. Sie können ja billig einkaufen und weitere Billiglöhner produzieren. Die Mitarbeiter in den so entstandenen Arbeitsverhältnissen werden Ihnen sicher dankbar sein.

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    Sind Sie wohl durchgefallen, denn wenn wir von VWL sprechen, sollten Sie eigentlich wissen, dass es immer um beide Seiten geht. Hier Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Wenn die Löhne so niedrig sind, dass ich kaum konsumieren kann, wirkt sich das auf den Umsatz hier aus, d.h. auf die Gewinne und das was von den Unternehmen wieder reinvestiert werden kann etc.. Wären die Löhne und damit das den Konsumenten zur Verfügung stehende Konsumpotenzial größer, könnten auch mehr fair gehandelte, oder hier in Deutschland produzierte Güter gekauft werden.

    Der Theorie nach würden wir (eigentlich) von einem inderdependenten (oder mindestens reziprokes) Verhältnis sprechen. Leider ist dies aufgrund von Globalisierung etc. nicht der Fall, denn das Einflussgefälle liegt mehr denn je einseitig bei den Unternehmen/Arbeitgebern, da diese problemlos irgendwo in der Welt produzieren können.
    Dennoch besteht ein relationales Verhältnis zwischen beiden Seiten.

    Insofern sollten Sie nicht eine Seite dieses Kreislaufs ausblenden und einseitige Schuld (Verantwortungs-)zuweisungen aussprechen. Ihre bornierte Haltung hilft nämlich niemandem weiter.

    @ tolerant
    Die Wahl ihres Usernamens ging wohl auch etwas daneben, wenn ich mir Ihre höchst intolerante Haltung gegenüber Ihren Mitmenschen ansehe.

  7. Schön wenn ich 10 Euro mehr für fair produzierte Kleidung ausgeben kann. Nicht gut, wenn ich mir das gar nicht leisten kann.

    Mir geht diese mittelschichtszentrierte Perspektive mittlerweile sowas von auf die Nerven! Und man kann es nur immer wieder wiederholen. Wer das Geld nicht in der Tasche hat, K A N N nicht, egal ob er will oder nicht. Das Geschwätz ala "jeder Konsument trägt dazu bei" ist absolut weltfremd, denn ich kann nur das kaufen, was in meinem Rahmen auch bezahlbar ist, da spielt es keine Rolle ob ich mich dabei schlecht fühle.

    Das hier viel zitierte Bewusstsein muss man sich eben erstmal leisten können, auch wenn es scheinbar für viele Menschen hier auf ZO unvorstellbar ist, dass man sich keine fair gehandelte Jeans für 80 Euro oder mehr leisten kann.

    @ slibowitz
    So ein Unfug. Der Konsument entscheidet nicht, ob ein Unternehmen die Produktion zur Gewinnmaximierung nach Asien oder sonstwo verlegt; zumal ein Großteil der hier angebotenen Kleidungsstücke - egal wo man hingeht - aus der selben Ecke sind. Darüber hinaus dürfen Sie mir gerne darlegen, wie Sie mit vielleicht vielleicht rund 1k Euro netto im Monat ihren "bewussten" und "fairen" Lebensstil pflegen. (Manche Leute verdienen sogar noch weniger). Die freuen sich sicher über ihre Tipps....

    3 Leserempfehlungen
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    leisten sich gesund zu kleiden nur halt dabei nicht jedem trend hinterherzulaufen-auch nähen stricken etc oder aufarbeiten alter guter sachen gab es bereits und so schlecht wie heute die deutschen in deutschland auf der strasse herumlaufen zu jeder jahreszeit denkte ich immer die geben keinen cent für klamotten und outfit aus ;-)

    "So ein Unfug. Der Konsument entscheidet nicht, ob ein Unternehmen die Produktion zur Gewinnmaximierung nach Asien oder sonstwo verlegt"
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    Nein? Wer entscheidet dann, ob diese gewinnmaximierenden Unternehmen ihre Ware hier noch absetzen können oder nicht, wenn es nicht der Konsument ist?
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    "Darüber hinaus dürfen Sie mir gerne darlegen, wie Sie mit vielleicht vielleicht rund 1k Euro netto im Monat ihren "bewussten" und "fairen" Lebensstil pflegen."
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    Müssen Sie ja nicht. Sie können ja billig einkaufen und weitere Billiglöhner produzieren. Die Mitarbeiter in den so entstandenen Arbeitsverhältnissen werden Ihnen sicher dankbar sein.

    An dem, was Sie denken sei ein schönes Produkt und toll zu produzieren oder vielleicht doch eher an Ihren Kunden denn Sie wollen es VERKAUFEN?

    Egal welche Variante von beiden Sie wählen, am Ende der Wertschöpfungskette steht der Kunde und er kann entscheiden, ob er das Produkt kaufen möchte oder nicht. Das ist in seiner MACHT. Es könnte also von Vorteil sein, Ihre Produktion am Kunden auszurichten, wenn Sie Geld mit Ihrer Tätigkeit verdienen wollen.

    Dass der Kunde möglicherweise "dumm", leicht beeinflussbar, Opfer von Werbung, ein unbewusster Käufer ist, etc. steht auf einem anderen Papier, aber die Entscheidung was er/sie kaufen möchte, ist und bleibt bei ihm/ihr.

    Bzgl. der von Ihnen angesprochenen Weltfremdheit der großen Anzahl der anderen Kommentatoren: Sind alle anderen die Geisterfahrer auf der Autobahn oder ist man es selbst...?

    Frohes Fest in angenehmer Kleidung!

  8. "Wenn die Löhne so niedrig sind, dass ich kaum konsumieren kann"
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    Aber so ist es im Schnitt ja nicht. NOCH nicht. Wenn sich der Konsument als Opfer sieht, das nur reagieren kann, wird sich das allerdings bald ändern. Und zwar dann gemäß der Vorgaben der Konzerne.
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    "Insofern sollten Sie nicht eine Seite dieses Kreislaufs ausblenden und einseitige Schuld (Verantwortungs-)zuweisungen aussprechen. Ihre bornierte Haltung hilft nämlich niemandem weiter."
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    Es geht nicht um Schuld. Es geht um Möglichkeiten! Es ist der Konsument, der alle Möglichkeiten hat. Gewiss nur im Rahmen seines Budgets. Ich darf Ihnen versichern, dass ich nicht durchgefallen bin.
    Der Konsument als reines Opfer der Hersteller, wie Sie es darstellen, macht die Situation, wie sie ist, erst möglich.
    .
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    Sie haben Recht, es gehören zwei Seiten zur Medaille. Aber beantworten Sie sich die Frage: Welche der beiden Seiten hat als einzige ein Interesse daran, die Spirale zu beenden und muss deshalb aktiv werden?

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "VWL erstes Semester?"

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