GlaubensforschungWas wir von der Religion lernen können
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Wir sehnen uns alle insgeheim nach allwissenden Autoritäten

Schützenhilfe erhält er dabei ausgerechnet von der nüchternen Wissenschaft (auch wenn die in seinem Buch kaum erwähnt wird). Denn auch Anthropologen und Psychologen haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend mit religiösen Verhaltensweisen beschäftigt und mittlerweile eine ganze Menge Gründe zutage gefördert, die das scheinbar so irrationale religiöse Denken in einem sehr rationalen Licht erscheinen lassen.

Das beginnt schon mit der Frage, wie religiöse Vorstellungen überhaupt entstehen und warum nicht alle Menschen die Welt rational-nüchtern sehen. Antwort: Weil »Religion natürlich ist und Wissenschaft nicht«, wie es der Philosoph und Religionspsychologe Robert McCauley kurz und bündig formuliert. In seinem Buch Why Religion is Natural and Science is Not beschreibt McCauley, dass uns der religiöse Glaube viel leichter fällt als das (oft anstrengende) wissenschaftliche Denken. Denn die meisten Denk- und Gefühlsreflexe, die sich im Laufe der menschlichen Evolutionsgeschichte herausgebildet haben, kommen dem religiösen Denken natürlicherweise entgegen: Wir tendieren etwa dazu, hinter jeder Wirkung eine Ursache zu vermuten (»Keine Schöpfung ohne Schöpfer«), entdecken selbst in zufälligen Strukturen gerne Muster, haben eine natürliche Neigung, auch tote Gegenstände als belebt wahrzunehmen (weshalb wir dem Auto oder dem Computer gut zureden), und sehnen uns alle insgeheim nach allwissenden Autoritäten, denen wir uns guten Gewissens unterwerfen können.

»Schnelles Denken« nennt der Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman solche automatischen Denkreflexe, die unsere unbewusste Beurteilung einer Situation häufig prägen. Im Gegensatz dazu steht das »langsame Denken«, das auf Reflexion und kritischem Hinterfragen beruht und sehr viel mühsamer ist.

Kurioserweise beruht auf dieser Art zu denken nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Theologie, die meist zu ausgefeilten und schwer verständlichen Glaubensgebäuden führt. Der gern zitierte Widerspruch zwischen Theologie und Wissenschaft sei daher gar keiner, meint McCauley. Der wahre Gegensatz zur Theologie bestehe im populären Volksglauben, der etwa Gott eher als eine Art Superhelden sieht denn als theologisch korrekte Dreieinigkeit aus Vater, Sohn und Heiligem Geist.

Aber ob es uns gefällt oder nicht: Das »schnelle Denken«, das sich im Laufe der Evolution vielfach bewährte, ist für die meisten Menschen ihr kognitiver Normalmodus – und dazu gehört nun einmal auch die Sehnsucht nach religiösem Aufgehobensein.

Es gibt allerdings noch andere Gründe für die weltweite Verbreitung des religiösen Denkens. Einer zum Beispiel ist der aus der Medizin bekannte Placeboeffekt. Denn der Mensch lebt nicht nur von der biologischen Materie allein, sondern eben auch von seinen Gedanken, Vorstellungen und Hoffnungen. Und diese wirken – wie psychologische und medizinische Studien zunehmend belegen – immer auch auf den Körper zurück. Im besten Fall kann daher ein entsprechender Glaube tatsächlich »Berge versetzen«, sprich: Krankheiten heilen.

Aus der Forschung: Güte

Wer mit religiösen Begriffen konfrontiert wird, handelt großzügiger, stellten Forscher 2007 fest. Von 50 Freiwilligen wurden 25 in einem Spiel beiläufig mit Wörtern wie »Gott« und »heilig« konfrontiert, die anderen mit nicht religiösen Begriffen. Die erste Gruppe schenkte anschließend im Schnitt 4,22 von 10 Dollar einem Fremden, die zweite Gruppe gab nur 1,84 Dollar. Das Priming zeigte auch bei Atheisten Wirkung.

Tod

Der Tod ist ein starkes Argument für den Glauben, das auch bei Ungläubigen zieht. In einer Studie wurden Probanden mit dem Gedanken an das Ableben konfrontiert und danach zu ihrer Religiosität befragt. Die Prozedur verstärkte bei Gläubigen die Gottesfurcht und bei Atheisten die Skepsis. Doch die Ungläubigen brauchten länger, um die Frage nach der Existenz Gottes zu verneinen – ein Zeichen dafür, dass sie unsicherer geworden waren, so die Autoren.

Gewalt

Organisierte Religion geht mit Gewaltbereitschaft einher, schrieben kanadische Wissenschaftler 2009. Sie fanden bei Israelis und Palästinensern eine Verbindung zwischen der Häufigkeit von Gottesdienstbesuchen und einer positiven Einstellung gegenüber Selbstmordattentaten. Eine ähnliche Tendenz herrschte auch bei Christen und Hindus. Wie oft die Befragten beteten, spielte keine Rolle.

So lässt sich etwa zeigen, dass Patienten auf große rote Pillen im Allgemeinen stärker ansprechen als auf kleine weiße. Oder dass teure Medikamente besser wirken als billige und dass eine Spritze, die der Chefarzt persönlich gibt, ungleich stärker wirkt als die vom Pfleger, der sie auch noch ganz nebenbei verabreicht hat – auch wenn in all diesen Fällen derselbe pharmakologische Wirkstoff in der gleichen Menge zum Einsatz kommt. Denn neben der reinen Pharmakologie wirkt immer auch unsere Vorstellungskraft: Wer etwa fest daran glaubt, ein Medikament werde seine Schmerzen lindern, setzt entsprechende Botenstoffe im Gehirn frei, deren Signal wiederum über das Nervensystem an den Körper weitergeleitet wird und dort gerade jene heilsamen Wirkungen in Gang setzt, die man antizipiert hat – eine Art neuronale Selffulfilling Prophecy.

Und dieser Effekt kann enorm stark sein: in manchen Fällen macht er bis zu 50 Prozent der Wirkung eines normalen Medikaments aus. Das zeigt, wie sehr sich unsere inneren Selbstheilungskräfte durch die rechte Ansprache wecken lassen, was wiederum den Erfolg von Schamanen und Heilern aller Art erklärt. Und welche Erwartung könnte auch letztlich stärker sein als die Vorstellung eines liebenden Gottes, der sich ganz um unser Wohlergehen sorgt und zur Not auch kleine Wunder vollbringt?

Natürlich können dabei (wie bei jeder Art von Therapie) schädliche Nebenwirkungen auftreten. Das unbewusste »schnelle Denken« kann uns in schwierigen Situationen geradewegs in die Irre führen; die Hoffnung auf göttlichen Beistand im Krankheitsfall kann zur Vernachlässigung notwendiger medizinischer Therapien führen – gar nicht zu reden von psychologischen Schattenseiten wie der religiösen Intoleranz gegen Ungläubige und dem fundamentalistischen Beharren auf der eigenen Wahrheit.

Dennoch müssen selbst hartgesottene Evolutionsbiologen konstatieren, dass die Religion – entwicklungsgeschichtlich betrachtet – ein Erfolgsmodell ist. Anders ist kaum zu erklären, weshalb sich irgendeine Art von religiösem Denken in allen Kulturen und zu allen Zeiten findet.

Leserkommentare
  1. Klingt genau so falsch wie „Raubkopie“ oder „ReligionsFreiheit“.

    Aber gut, man kann es ja mal lesen.

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    • GDH
    • 06. Februar 2013 16:33 Uhr

    Das kommt mir auch so vor.

    Ich stoße mich auch an Sätzen wie
    "Im Gegensatz etwa zu dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins, der wortgewaltig gegen den »Gotteswahn« wettert und alles Religiöse als unwissenschaftlich verdammt,[...]".

    Tatsächlich differenziert Dawkins gleich am Anfang seiner Buches zwischen "Religiosität" und "Spiritualität". Mit letzterem beschreibt er (ganz ohne es abzulehnen) im Wesentlichen das, dessen Vorzüge auch de Botton beschreibt.

    Natürlich kann man die Begriffe auch anders benutzen. Eine klare Differenzierung zwischen Tatsachenbehauptungen (für die wissenschaftlichen Standards angemessen sind) und Brauchtum (im weitesten Sinne), das eher eine Frage von Stil, Geschmack und auch unserer psychologischen Disposition ist, scheint mir bei dem Thema aber schon angebracht.

    Kahnemann scheint mir auch verkürzt wiedergegeben. Er betont in seinem Buch nämlich ausdrücklich, dass natürlich das "schnelle" und das "langsame" Denken ihre Berechtigung haben und möchte dafür sensibilisieren, wann das Eine und wann das Andere angebracht ist (insbesondere, in welchen Fällen uns das "schnelle Denken" in die Irre führt, weil unsere Intuition halt nicht für jede Situation gewappnet ist).

  2. 2. Soso?

    Er behauptet "ungläubig" zu sein?
    Ich lach' mich schlapp, sorry.
    Es geht nicht um das Für und Wider von Religion in meinem Kommentar. Das soll jeder für sich entscheiden, aber in die Welt hinausposaunen (sinngemäß):
    "Hey, ihr da! Ich bin ein hipper Atheist, aber ich muss euch sagen, die Religion hat schon ihre Vorteile etc. pp."
    ist irgendwie nicht authentisch und überzeugend.

    "But of course we are children, big children who need guidance and reminders of how to live. Yet the modern education system denies this. It treats us all as far too rational, reasonable, in control. We are far more desperate than the modern education system recognizes. All of us are on the edge of panic and terror pretty much all the time – and religions recognize this…
    So I am deeply interested in the way that religions are in the end institutions, giant machines, organizations, directed to managing our inner life. There is nothing like this in the secular world, and this seems a huge pity."

    Read more: http://motherboard.vice.com/blog/alain-de-botton’s-bizarre-atheism-is-not-for-me#ixzz2K7zdA9fq

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    Warum ist es nicht authentisch auch der anderen Seite Positives zuzusprechen?

    Gerade das zeigt doch, dass er sich wirklich damit beschäftigt hat und nicht per se über alles Religiöse schimpfen muss.

    Wenn man Meinung A vertritt, ist es sicherlich ratsam sich vorher Meinung B genauer angesehen zu haben. Ansonsten wäre es ja: "Das probier ich nicht, das schmeckt mir eh nicht"

    Ich kann weder in dem Text noch in Ihren Formulierungen und auch nicht in dem Zitat einen Beweis für die Gläubigkeit des Autors Alain de Botton erkennen.
    Auch sonst denke ich nicht, dass die Definition erweitern muss und Ungläubigenicht nur die Existenz eines Gottes zu verneinen, sondern auch die Religionen mit keiner positiven Eigenschaft verknüpft werden dürfen.
    Wieso sollte es keine Antitheisten geben, die davon überzeugt sind, dass das Geständnis von Schuld schlecht sei (unabhängig von der Definition von Schuld)? Sprechen sich nur religiöse Menschen dafür aus, dass es mindestens einen Tag in der Woche brauche damit die Menschen zur Ruhe kommen?

    Hier muss man zwei verschiedene Sachen trennen: Auf der einen Seite der religiöse Glaube und auf der anderen Seite die WIRKUNG nicht nur von religiösen Glauben sondern auch von religiösen Ritualen.
    Und Sie können nicht alle Wissenschaftler, die positive Effekte nachgewiesen haben, als religiös-motiviert abtun.

    • Derdriu
    • 06. Februar 2013 15:12 Uhr

    Für mich ist das nicht neu. Ich bin zwar Atheist, aber -nennen wir es mal - logisch religiös aufgewachsen.

    Dass Religion vielen Menschen hilft, sich zu orientieren ist kein Geheimnis. Wenn man nicht mehr weiter weiß, kann man sich an Gott wenden. Viele Menschen vergessen darüber hinaus jedoch, dass Religion nicht unfehlbar und eigenes Nachdenken gefordert ist. So können z.B. menschl. Probleme nicht durch Doktrinen gelöst werden.

    Religiöse Überzeugungen sind etwas sehr emotionales und Emotionen sind ja gut, sie sollten nur nicht die Logik ausblenden. Bei den zwischenmenschl. Themen treffen sie meist ganz gut: "Liebe deinen nächsten, wie dich selbst." oder "wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein". Bei Gesetzen möchte ich mich aber doch lieber an kalt-logische Methodik halten und nicht an: Auge um Auge, Zahn um Zahn.

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    • coo.per
    • 06. Februar 2013 15:43 Uhr

    ... in der Formulierung "Auge um Auge" nur ein Wörtchen fehlt:
    "Gib" Auge für Auge und Zahn für Zahn (Aufforderung an den Schädiger, Unrecht wiedergutzumachen).
    Und bei der Aufforderung "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" fehlt die Nachfrage: Wer aber ist "mein Nächster?". Jesus hatte dazu lt. Evangelium ganz eigene Ansichten.

  3. ...habe mir aber mal nur folgenden Satz als Vorlage genommen.
    "Denn mit dem Verweis auf göttliche oder heilige Gebote ließen sich moralische Werte in einer Gemeinschaft sehr effektiv durchsetzen."

    Wenn das "durchsetzen" von moralischen Werten liest sich ja wirklich klasse, ist aber nichts anderes als ein euphemismus für Intolleranz. Übersetzt heißt das nämlich nichts anderes als:
    Wir grenzen aus, was wir als wiedernatürlich erachten!
    Also Pech wenn du Schwul bist, oder es wagst dich von deinem Patner zu trennen, obwohl ihr doch vor Gott verheiratet seit.

    Dabei werden die "moralischen Werte", die im grunde auf ein maximum an intolleranz aufbauen, gerne dann aufgegeben wenn es schwierig wird. Siehe z.B. Katholische Kirche im 2. Weltkrieg.
    Auch gilt diese Moral selten für die obersten religiösen Führer, der Glaubensrichtung XY.

    Dieser Artikel ist im übrigen voller euphemismen, die nur schwer zu ertragen sind. Dabei wird grundlegend durchaus eine Plausible These auf die Beine gestellt und argumentativ interesant unterfüttert.
    Aber es fehlt eindeutig die Distanz zur Religion ansich.

    Wenn ich schon lese das die Selbstheilungskräfte oftmals 50% des Heilungserfolges ausmachen (praktisch für die eigene Argumentation das man hier nicht großartig differenzieren muß) und die Wissenschaft die "leistungen" der Religionen anerkennt/anerkennen muß, lese ich nirgendwo was z.B. die Religion der Aufklräung und dem Humanismus zu verdanken hat.

    MfG

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    • _bla_
    • 06. Februar 2013 15:17 Uhr

    Im Gegenteil, »einige der kooperativsten, friedlichsten und prosperierendsten Gesellschaften der Welt« hätten heute eine atheistische Mehrheit.

    Und welche sollen das sein? Echter Atheismus ist doch fast überall eine Minderheitenposition. Mehrheiten gibt es neben Theistismus eher für pantheistische Positionen, ohne personale Gottheiten und losgelöst von traditioneller Religion, aber eben mit "Some Spirit or Lifeforce".

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    der Atheismus nicht nur Mehrheit ist sondern auch wächst.....

  4. mit dem Marxismus hat man ja auch gleich den Religionszerleger Fuerbach entsorgt. Dann entstehen halt solche ich sage mal flachen Religionsdiskussionen.

    Feuerbach: Vom Wesen des Christentums, immer noch der Pfahl im Fleische der Menschenverdummer .....

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    • mcfly71
    • 06. Februar 2013 15:51 Uhr

    Was sagen sie dann zum Bilderverbot im Monotheismus? Der Hauptunterschied zum Pantheismus ist eben die Unergruendbarkeit Gottes, dass man Gott keine menschlichen Eigenschaften zusprechen soll! Es ist das Hauptwesen des Monotheismus, dass er sich eben weigert, Gott zu vermenschlichen. Darum hob er sich von allen vorherigen Religionen ab!...Und nu kommst du!

    • lib-dem
    • 06. Februar 2013 15:19 Uhr

    hunderte atheistischer Werte ein, die ich gerne auf religiöse Gesellschaften übertragen würde. Z.B., dass ein zweitausend Jahre altes Buch kein Grund ist, jemandem seine Grundrechte vorzuenthalten. Oder dass man aufpassen sollte, bevor man seine Kinder religiösen Autoritäten anvertraut ...

    18 Leserempfehlungen
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    Mir gefällt die Idee dieses Artikels und ich habe persöhnlich Menschen getroffen, denen der Glaube an Gott viel Kraft gegeben hat. Klar haben Religionen ihre Schattenseite, darum geht es in diesem Artikel nicht. Es geht um die Schattenseite des Atheismus. Auch diese gibt es.

    Warum also greifen sie hier reflexartikel wieder die Gläubigen an, anstatt sich erstmal mit der eigenen Anschauung auseinanderzusetzen. Nur weil die anderen Fehler haben, heißt dass noch lange nicht, dass man selber keine Fehler hat.

    "Mir fallen gerade hunderte atheistischer Werte ein, die ich gerne auf religiöse Gesellschaften übertragen würde. Z.B., dass ein zweitausend Jahre altes Buch kein Grund ist, jemandem seine Grundrechte vorzuenthalten. Oder dass man aufpassen sollte, bevor man seine Kinder religiösen Autoritäten anvertraut ..."

    Ich bin ja skeptisch, ob man diese Beispiele überhaupt als "Werte" bezeichnen kann. Schon deshalb, weil sie nicht positiv, sondern negativ formuliert sind. Sie formulieren keine erstrebenswerten Ziele, sondern Verhaltensregeln die Sie den (Ihnen offensichtlich mehr oder weniger verhassten) Anhängern religiösen Gesellschaften offenbar gerne aufzwängen würden. Zitat Wikipedia: "Werte sind ein zentraler Bestandteil vieler Verhaltensvorschriften, jedoch sind sie nicht selber Verhaltensvorschriften. Werte sind attraktiv, während Normen restriktiven Charakter haben."

    Anyway: Die Tatsache, dass von den "hunderten atheistischen Werten", die Ihnen eben angeblich eingefallen sind, gerade diese (imho: eher drolligen) Beispiele offenbar für erwähnenswert halten, kann man auch als Indiz dafür nehmen, dass "Werte" vielleicht nicht gerade die typische atheistische Kernkompetenz sind.

  5. der Atheismus nicht nur Mehrheit ist sondern auch wächst.....

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    Antwort auf "Pantheismus"
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    • _bla_
    • 06. Februar 2013 15:26 Uhr

    Allerdings nur relativ, absolut ist Ostdeutschland gewaltig am Schrumpfen, auch die Anzahl der Atheisten ist dort ist am Sinken.

    wächst die geistige Verwahrlosung und Verprollung mit, wie man am um sich greifenden Rechtsextremismus im Osten dieser Republik sehen kann.

    • Erkos
    • 06. Februar 2013 15:44 Uhr

    Lebe in Ostdeutschland und bin Atheist. Leider habe ich aber mit der schon von Einstein zitierten "Dummheit der Menschen" so meine Erfahrungen gemacht, die mich da bezüglich der zukünftigen Entwicklung pessimistisch stimmen.
    Übrigens, im Artikel heißt es, dass Herr de Bottoms Buch wohl den Nerv der Zeit getroffen hat, was man an den vielen Kommentaren ablesen könnte. Nun, wer hier regelmäßig im Internet liest wird feststellen, dass das Lesr-Forum bei allen irgendwie mit Religion assoziierten Themen regelmäßig überquillt. Da prallen halt die Meinungen heftig aufeinander und die Menschen lieben solche streitbaren Themen....

    • mcfly71
    • 06. Februar 2013 15:53 Uhr

    ...und heute Trutzburg des Atheismus. Noch Fragen?...

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  • Schlagworte Religion | Forschung | Glaube | Philosophie
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