Glaubensforschung: Was wir von der Religion lernen können
Forscher und Philosophen entdecken die Vorteile religiösen Denkens – und wollen die besten Strategien in die Gesellschaft übertragen.
© Johannes Eisele/AFP/Getty images

Fans während des Viertelfinales der Fußballeuropameisterschaft 2012: Nirgendwo wird deutlicher, welche Bedeutung eine Ersatzreligion für Menschen haben kann.
Alain de Botton ist kein geborener Gläubiger, im Gegenteil. Der Sohn eines Schweizer Bankiers wuchs unter überzeugten Atheisten auf und hat früh gelernt, religiöse Gefühle »mit jener Art von Mitleid zu betrachten, die für gewöhnlich Menschen mit einer degenerativen Erkrankung vorbehalten ist«. Doch mit Mitte zwanzig ereilte ihn eine »Krise der Glaubenslosigkeit«, wie er gesteht. Ihm wurde klar, dass die großen Religionen nicht nur unglaubliche Behauptungen – etwa von der Existenz Gottes, der unbefleckten Empfängnis oder der Wiederauferstehung – hervorgebracht haben, sondern auch eine Vielzahl wertvoller Errungenschaften, die er nicht missen wollte – von religiös inspirierter Kunst über gemeinschaftsfördernde Rituale bis hin zu ethischen Wertmaßstäben.
Nun, im Alter von 42 Jahren, bekennt sich der in London lebende Philosoph und Schriftsteller offensiv zu seiner ambivalenten Haltung. »Religionen sind zu nützlich, wirksam und intelligent, als dass man sie den Religiösen allein überlassen sollte«, lautet das Credo seines Buches Religion for Atheists, das sich explizit an Ungläubige (wie ihn selbst) wendet. Denn weil diese in der Regel alles ablehnten, was auch nur entfernt an Religion erinnere, sei die moderne, säkulare Gesellschaft »unfairerweise verarmt«, diagnostiziert de Botton. Das beginne beim Verlust von Gemeinschaftserlebnissen, mache sich im Fehlen architektonischer Kraftzentren und Ruhezonen bemerkbar und reiche bis zum Mangel an effektiven Bewältigungsstrategien für seelische Nöte und unsere Angst vor dem Tod. In der modernen Warenwelt gebe es zwar »ein unübersehbares Angebot für das Bedürfnis nach einem Haarwaschmittel«, kritisiert der Philosoph, doch ausgerechnet »die Sorge um die wichtigsten Bedürfnisse« des Menschen liege heute oft in den Händen Einzelner.
Daher plädiert de Botton in seinem (bislang nur auf Englisch erschienenen) Buch dafür, die Religionen gleichsam zu »bestehlen« und die besten Strategien aus deren reichhaltigem Repertoire in die säkulare Gesellschaft zu übertragen. So schlägt er etwa »säkulare Tempel« vor, in denen man zur Ruhe kommen und die wesentlichen Fragen seines Lebens überdenken könne; oder er philosophiert über »Agape restaurants« (vom griechischen agape = Liebe), in denen nicht raffinierte Speisen, sondern die Begegnung und der Austausch mit Fremden im Zentrum stehen sollen. Denn gerade an solchen Begegnungen mangele es in unseren kalten Gesellschaften, und kaum etwas stärke das Zusammengehörigkeitsgefühl so sehr wie ein gemeinsames Essen (weshalb in der Frühzeit des Christentums das »Abend-Mahl« noch ein richtiges Essen war). Allerdings sollen dabei nicht die üblichen, oberflächlichen Unterhaltungen geführt werden (»Was arbeiten Sie?«, »Wo gehen Ihre Kinder zur Schule?«), sondern die wirklich relevanten Fragen des Menschseins zur Sprache kommen (»Was bedauern Sie?«, »Wovor haben Sie Angst?«, »Wem können Sie nicht vergeben?«).
Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Wissen Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen
Natürlich rufen solche Vorschläge von allen Seiten Widerspruch hervor. Als de Botton erstmals »Tempel für Ungläubige« vorschlug, erhob sich prompt ein millionenfacher Proteststurm auf Facebook und Twitter. Hartgesottene Atheisten vermuteten dahinter eine perfide Strategie zur Rehabilitierung des Glaubens; überzeugte Christen wiederum argumentierten, ihre Religion sei doch bitte kein Selbstbedienungsladen, den man nach Belieben plündern dürfe.
Der vehemente Widerspruch beweist, dass de Botton einen Nerv trifft. Denn anders als viele bedient er nicht das übliche Schubladendenken, das in Sachen Religion entweder nur vehemente Ablehnung oder ebenso vehemente Zustimmung kennt. Im Gegensatz etwa zu dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins, der wortgewaltig gegen den »Gotteswahn« wettert und alles Religiöse als unwissenschaftlich verdammt, versucht de Botton, eine Brücke zwischen Gläubigen und Ungläubigen zu bauen und religiöse Rituale auch auf ihre positiven Seiten hin abzuklopfen.







"Sie wüßten es auch, ohne Gott, Allah oder wie er denn dann gerade genannt wird. Aber das zu wissen, ohne den einen, das liegt halt nicht im Wunsche der Kirchen."
Das ist Ihre Auffassung, ich denke, dass zumindest protestantische Kirchen durchaus nicht den Anspruch haben, die Moral zu hüten. Denn man könnte auch sagen: Gott lässt seine Sonne aufgehen über die Bösen und die Guten (aus der Bergpredigt).
Zitat Katze 75:
"Jesus war lustig, wenn einer mich schlägt, soll ich meine andere Wange hinhalten und meine Feinde soll ich lieben. Schön blöd, wo kommen wir da hin."
Wir durchbrechen den Kreislauf von Gewalt, Gegengewalt, Haß, Mord und Krieg. Dort kommen wir hin, wenn wir auf J.C. hören.
Lustig ist, das sie eine muslimisch fundamentale Position einnehmen.
Zitat Katze 75:
"Ich denke, das ist alles von den Inhalten der Gesetzesbücher in modernen, säkulären Staaten ethisch, moralisch und vernünftig gesehen Lichtjahre entfernt."
Die Inhalte der Gesetzesbücher basieren auf der jüdischen Gerechtigkeits- und christlichen Liebesethik.
Zitat Jürgen Habermas:
"Der egalitäre Universalismus, aus dem die Ideen von Freiheit und solidarischem Zusammenleben entsprungen sind, ist unmittelbar ein Erbe der jüdischen Gerechtigkeit und der christlichen Liebesethik. In der Substanz unverändert, ist dieses Erbe immer wieder kritisch angeeignet und neu interpretiert worden. Dazu gibt es bis heute keine Alternative."
Zitat Katze 75:
"Die Frage ist, wieso Leute sich immer noch beziehen auf / sich orientieren an / argumentieren mit dem Werteniveau archaischer Hirtenvölker anstatt mit denen einer aufgeklärten, von der Idee der für jedermann/-frau/-kind gleich geltenden Menschenrechte durchdrungenen Gesellschaft."
Weil diese christlichen Werte die Basis für gesetzlichen Normen und Menschenrechte sind. Sie sind der Schaukelstuhl, in dem sie, Katze75 sitzen und über Jesus Christus lästern.
@nilaripper (154):„Zitat Katze 75:
"Jesus war lustig, wenn einer mich schlägt, soll ich meine andere Wange hinhalten und meine Feinde soll ich lieben. Schön blöd, wo kommen wir da hin."
Wir durchbrechen den Kreislauf von Gewalt, Gegengewalt, Haß, Mord und Krieg. Dort kommen wir hin, wenn wir auf J.C. hören.
Lustig ist, das sie eine muslimisch fundamentale Position einnehmen. „
Wer redet denn von Gegengewalt außer Ihnen. Als zivilisierter Bürger zeige ich denjenigen an, der mich geohrfeigt hat und lasse den Rest die Justiz regeln. Sonst ohrfeigt der Idiot morgen den nächsten.
@nilaripper:
"Weil diese christlichen Werte die Basis für gesetzlichen Normen und Menschenrechte sind. Sie sind der Schaukelstuhl, in dem sie, Katze75 sitzen und über Jesus Christus lästern."
Firlefanz, was Habermas da von sich gibt, unsere heutigen sozialen Übereinkünfte darüber, was wir als richtig und falsch, moralisch und unmoralisch im gesellschaftlichen Miteinander empfinden, wäre ausgerechnet auf jüdische und christliche Werte zurückzuführen, die sich noch dazu in ihrer Substanz nicht verändert haben sollen, das ist allerhöchstens Wunschdenken eines religiös Indoktrinierten.
Das kann doch nicht sein, denken Sie jetzt, da widerspricht einer Habermas. Hinterher müssen Sie auch noch gute Argumente bringen und sich selbst mit Geschichte befassen, weil es nicht reicht, die Behauptungen von jemandem, dessen Äußerungen Sie autoritär und völlig unreflektiert für wahr halten, stumpf zu zitieren.
Unser säkulärer (, vor allem gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpfter) Wertekanon würde heute genau so oder kaum anders aussehen, wenn es keine Religionen gäbe, denn der Mensch ist so, wie er ist, empathisch, ein soziales Wesen, das positiv empfindet, wenn es die Möglichkeit hat, altruistisch zu handeln. Regeln für das Zusammenleben gibt es bereits bei Säugetieren, die in sozialen Gruppen leben.
"Sie sind der Schaukelstuhl, in dem sie, Katze75 sitzen und über Jesus Christus lästern."
gut gesagt.
dieses völlige fehlen einer auch nur ansatzweisen refektionfähigkeit der voraussetzungen des eigenen, nicht anders als feist zu nennenden selbstverständnisses ist immer wieder erstaunlich.
Zitat katze75:
"Unser säkulärer (, vor allem gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpfter) Wertekanon würde heute genau so oder kaum anders aussehen, wenn es keine Religionen gäbe, denn der Mensch ist so, wie er ist, empathisch, ein soziales Wesen, das positiv empfindet, wenn es die Möglichkeit hat, altruistisch zu handeln."
Diesen Beweis müssen sie liefern, wird ihnen aber schwerfallen. Warum soll er empathisch sein, sozial sein? Was oder wer definiert positiv? Warum altruistisch handeln?
Naturalistischer Fehlschluß: Man kommt vom IST auf kein moralisches SOLL.
Zitat katze75:
"Regeln für das Zusammenleben gibt es bereits bei Säugetieren, die in sozialen Gruppen leben."
Säugetiere handeln nicht moralisch sondern sind triebgesteuert. Ein Löwenmännchen, das seinen geschwisterlichen Artgenossen tötet und verspeist handelt artgerecht.
Ein Brudermord unter Menschen ist deswegen unmoralisch, weil wir einen Sinn im Leben erahnen und erspüren können und als Gottes Ebenbild in Freiheit leben dürfen.
Ihr Beispiel aus der Tierwelt ist reichlich deplaziert.
@nilaripper (154):„Zitat Katze 75:
"Jesus war lustig, wenn einer mich schlägt, soll ich meine andere Wange hinhalten und meine Feinde soll ich lieben. Schön blöd, wo kommen wir da hin."
Wir durchbrechen den Kreislauf von Gewalt, Gegengewalt, Haß, Mord und Krieg. Dort kommen wir hin, wenn wir auf J.C. hören.
Lustig ist, das sie eine muslimisch fundamentale Position einnehmen. „
Wer redet denn von Gegengewalt außer Ihnen. Als zivilisierter Bürger zeige ich denjenigen an, der mich geohrfeigt hat und lasse den Rest die Justiz regeln. Sonst ohrfeigt der Idiot morgen den nächsten.
@nilaripper:
"Weil diese christlichen Werte die Basis für gesetzlichen Normen und Menschenrechte sind. Sie sind der Schaukelstuhl, in dem sie, Katze75 sitzen und über Jesus Christus lästern."
Firlefanz, was Habermas da von sich gibt, unsere heutigen sozialen Übereinkünfte darüber, was wir als richtig und falsch, moralisch und unmoralisch im gesellschaftlichen Miteinander empfinden, wäre ausgerechnet auf jüdische und christliche Werte zurückzuführen, die sich noch dazu in ihrer Substanz nicht verändert haben sollen, das ist allerhöchstens Wunschdenken eines religiös Indoktrinierten.
Das kann doch nicht sein, denken Sie jetzt, da widerspricht einer Habermas. Hinterher müssen Sie auch noch gute Argumente bringen und sich selbst mit Geschichte befassen, weil es nicht reicht, die Behauptungen von jemandem, dessen Äußerungen Sie autoritär und völlig unreflektiert für wahr halten, stumpf zu zitieren.
Unser säkulärer (, vor allem gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpfter) Wertekanon würde heute genau so oder kaum anders aussehen, wenn es keine Religionen gäbe, denn der Mensch ist so, wie er ist, empathisch, ein soziales Wesen, das positiv empfindet, wenn es die Möglichkeit hat, altruistisch zu handeln. Regeln für das Zusammenleben gibt es bereits bei Säugetieren, die in sozialen Gruppen leben.
"Sie sind der Schaukelstuhl, in dem sie, Katze75 sitzen und über Jesus Christus lästern."
gut gesagt.
dieses völlige fehlen einer auch nur ansatzweisen refektionfähigkeit der voraussetzungen des eigenen, nicht anders als feist zu nennenden selbstverständnisses ist immer wieder erstaunlich.
Zitat katze75:
"Unser säkulärer (, vor allem gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpfter) Wertekanon würde heute genau so oder kaum anders aussehen, wenn es keine Religionen gäbe, denn der Mensch ist so, wie er ist, empathisch, ein soziales Wesen, das positiv empfindet, wenn es die Möglichkeit hat, altruistisch zu handeln."
Diesen Beweis müssen sie liefern, wird ihnen aber schwerfallen. Warum soll er empathisch sein, sozial sein? Was oder wer definiert positiv? Warum altruistisch handeln?
Naturalistischer Fehlschluß: Man kommt vom IST auf kein moralisches SOLL.
Zitat katze75:
"Regeln für das Zusammenleben gibt es bereits bei Säugetieren, die in sozialen Gruppen leben."
Säugetiere handeln nicht moralisch sondern sind triebgesteuert. Ein Löwenmännchen, das seinen geschwisterlichen Artgenossen tötet und verspeist handelt artgerecht.
Ein Brudermord unter Menschen ist deswegen unmoralisch, weil wir einen Sinn im Leben erahnen und erspüren können und als Gottes Ebenbild in Freiheit leben dürfen.
Ihr Beispiel aus der Tierwelt ist reichlich deplaziert.
@nilaripper (154):„Zitat Katze 75:
"Jesus war lustig, wenn einer mich schlägt, soll ich meine andere Wange hinhalten und meine Feinde soll ich lieben. Schön blöd, wo kommen wir da hin."
Wir durchbrechen den Kreislauf von Gewalt, Gegengewalt, Haß, Mord und Krieg. Dort kommen wir hin, wenn wir auf J.C. hören.
Lustig ist, das sie eine muslimisch fundamentale Position einnehmen. „
Wer redet denn von Gegengewalt außer Ihnen. Als zivilisierter Bürger zeige ich denjenigen an, der mich geohrfeigt hat und lasse den Rest die Justiz regeln. Sonst ohrfeigt der Idiot morgen den nächsten.
Ich fand ihrem Vorkommentar schon kaum an Blauäugigkeit zu überbieten. Mit dem letzten Kommentar haben Sie dies zementiert. Denn Sie wollen offensichtlich nicht sehen, dass es nicht um das konkret Gesprochene geht (schlagen...Wange) sondern um den eigentlichen Sinn und Inhalt (und den Kontext!): Wie oft streiten Menschen (Eheleute, Freunde) sich, und eskaliert das? Wer denkt da schon an Anrufung eines Gerichtes? Ich möchte nicht mit Ihnen streiten, wenn Sie ein Type sind, der schon das Gericht anruft bei relativen Lappalien. Solche Leute gibt es, typische Anwalts"freunde".
Ich fand ihrem Vorkommentar schon kaum an Blauäugigkeit zu überbieten. Mit dem letzten Kommentar haben Sie dies zementiert. Denn Sie wollen offensichtlich nicht sehen, dass es nicht um das konkret Gesprochene geht (schlagen...Wange) sondern um den eigentlichen Sinn und Inhalt (und den Kontext!): Wie oft streiten Menschen (Eheleute, Freunde) sich, und eskaliert das? Wer denkt da schon an Anrufung eines Gerichtes? Ich möchte nicht mit Ihnen streiten, wenn Sie ein Type sind, der schon das Gericht anruft bei relativen Lappalien. Solche Leute gibt es, typische Anwalts"freunde".
Ich fand ihrem Vorkommentar schon kaum an Blauäugigkeit zu überbieten. Mit dem letzten Kommentar haben Sie dies zementiert. Denn Sie wollen offensichtlich nicht sehen, dass es nicht um das konkret Gesprochene geht (schlagen...Wange) sondern um den eigentlichen Sinn und Inhalt (und den Kontext!): Wie oft streiten Menschen (Eheleute, Freunde) sich, und eskaliert das? Wer denkt da schon an Anrufung eines Gerichtes? Ich möchte nicht mit Ihnen streiten, wenn Sie ein Type sind, der schon das Gericht anruft bei relativen Lappalien. Solche Leute gibt es, typische Anwalts"freunde".
@nilaripper:
"Weil diese christlichen Werte die Basis für gesetzlichen Normen und Menschenrechte sind. Sie sind der Schaukelstuhl, in dem sie, Katze75 sitzen und über Jesus Christus lästern."
Firlefanz, was Habermas da von sich gibt, unsere heutigen sozialen Übereinkünfte darüber, was wir als richtig und falsch, moralisch und unmoralisch im gesellschaftlichen Miteinander empfinden, wäre ausgerechnet auf jüdische und christliche Werte zurückzuführen, die sich noch dazu in ihrer Substanz nicht verändert haben sollen, das ist allerhöchstens Wunschdenken eines religiös Indoktrinierten.
Das kann doch nicht sein, denken Sie jetzt, da widerspricht einer Habermas. Hinterher müssen Sie auch noch gute Argumente bringen und sich selbst mit Geschichte befassen, weil es nicht reicht, die Behauptungen von jemandem, dessen Äußerungen Sie autoritär und völlig unreflektiert für wahr halten, stumpf zu zitieren.
Unser säkulärer (, vor allem gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpfter) Wertekanon würde heute genau so oder kaum anders aussehen, wenn es keine Religionen gäbe, denn der Mensch ist so, wie er ist, empathisch, ein soziales Wesen, das positiv empfindet, wenn es die Möglichkeit hat, altruistisch zu handeln. Regeln für das Zusammenleben gibt es bereits bei Säugetieren, die in sozialen Gruppen leben.
"Unser säkulärer (, vor allem gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpfter) Wertekanon würde heute genau so oder kaum anders aussehen, wenn es keine Religionen gäbe,"
die zudem völlig ahistorisch ist, da sich die, auf der jüdisch-christlichen auffassung von der person des einzelnen basierenden menschenrechte ausschließlich in der jüdisch-christlichen kultursphäre entwickeln konnten.
schauen sie sich mal um in der geschichte und der gegenwart.
dass sich daraus folgerichtig auch die emanzipation von den theokratischen autoritäten ableitet, ist nun wirklich kein allzu schwer nachzuvollziehender gedankengang.
Zitat Katze 75:
"Firlefanz, was Habermas da von sich gibt, unsere heutigen sozialen Übereinkünfte darüber, was wir als richtig und falsch, moralisch und unmoralisch im gesellschaftlichen Miteinander empfinden, wäre ausgerechnet auf jüdische und christliche Werte zurückzuführen, die sich noch dazu in ihrer Substanz nicht verändert haben sollen, das ist allerhöchstens Wunschdenken eines religiös Indoktrinierten."
Ja, dann geben sie die Begründung für objektive Moral und davon abgeleitet unsere moralischen Normen an. Was sind Gut und Böse, und wer legt das fest? Sie landen immer bei Kommentar 85. Habermas als religiös indoktrinierten zu bezeichnen weist auf ihren Informationsstand hin.
Zitat katze75:
"Das kann doch nicht sein, denken Sie jetzt, da widerspricht einer Habermas. Hinterher müssen Sie auch noch gute Argumente bringen und sich selbst mit Geschichte befassen, weil es nicht reicht, die Behauptungen von jemandem, dessen Äußerungen Sie autoritär und völlig unreflektiert für wahr halten, stumpf zu zitieren."
Jetzt wissen sie schon, was ich denke? Bringen sie eigentlich Argumente für ihre historisch unwahren Aussagen?
Und sie unterstellen mir ich sei stumpf und unreflektiert?
Ad hominem, werte Katze75, anstatt das Argument zu debattieren, attackieren sie das Gegenüber. Nachzulesen bei genetischer Fehlschluß.
"Unser säkulärer (, vor allem gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpfter) Wertekanon würde heute genau so oder kaum anders aussehen, wenn es keine Religionen gäbe,"
die zudem völlig ahistorisch ist, da sich die, auf der jüdisch-christlichen auffassung von der person des einzelnen basierenden menschenrechte ausschließlich in der jüdisch-christlichen kultursphäre entwickeln konnten.
schauen sie sich mal um in der geschichte und der gegenwart.
dass sich daraus folgerichtig auch die emanzipation von den theokratischen autoritäten ableitet, ist nun wirklich kein allzu schwer nachzuvollziehender gedankengang.
Zitat Katze 75:
"Firlefanz, was Habermas da von sich gibt, unsere heutigen sozialen Übereinkünfte darüber, was wir als richtig und falsch, moralisch und unmoralisch im gesellschaftlichen Miteinander empfinden, wäre ausgerechnet auf jüdische und christliche Werte zurückzuführen, die sich noch dazu in ihrer Substanz nicht verändert haben sollen, das ist allerhöchstens Wunschdenken eines religiös Indoktrinierten."
Ja, dann geben sie die Begründung für objektive Moral und davon abgeleitet unsere moralischen Normen an. Was sind Gut und Böse, und wer legt das fest? Sie landen immer bei Kommentar 85. Habermas als religiös indoktrinierten zu bezeichnen weist auf ihren Informationsstand hin.
Zitat katze75:
"Das kann doch nicht sein, denken Sie jetzt, da widerspricht einer Habermas. Hinterher müssen Sie auch noch gute Argumente bringen und sich selbst mit Geschichte befassen, weil es nicht reicht, die Behauptungen von jemandem, dessen Äußerungen Sie autoritär und völlig unreflektiert für wahr halten, stumpf zu zitieren."
Jetzt wissen sie schon, was ich denke? Bringen sie eigentlich Argumente für ihre historisch unwahren Aussagen?
Und sie unterstellen mir ich sei stumpf und unreflektiert?
Ad hominem, werte Katze75, anstatt das Argument zu debattieren, attackieren sie das Gegenüber. Nachzulesen bei genetischer Fehlschluß.
über die thematik, wie sie bei atheismuspredigern meist anzutreffen ist.
die ethik des christentums oder des judentums basiert gerade nicht auf normen, sondern auf persönlicher entscheidung.
davon zeugt etwa die hiob-geschichte.
dem hiob wird nämlich von befreundeten normenvertretern, die genau im sinne ihres adressaten, eine rechnung mit sanktionen und belohnungen für wohlverhalten aufmachen, die schuld an seinem schicksal zugeordnet. hiob streitet mit gott, was in ein zwiegespräch mündet, in dessen verlauf gott die rechnung der normenvertreter verwirft.
soviel zu kants kategorischem imperativ.
auch im neuen testament ein ähnlich unmissverständlicher hinweis auf den ethischen mangel der normenvertreter, wenn ausgesagt wird, dass gott den eine reuigen sünder lieber hat, als 99 rechtschaffende.
so ist auch das zentrale gebot der nächstenliebe weder sanktionierbar noch kontrollierbar noch in irgendeiner weise mittels regeln befolgbar, es betrifft ausschließlich das verhältnis des individuums zu seinem gegenüber.
"Unser säkulärer (, vor allem gegen den Widerstand der christlichen Kirchen erkämpfter) Wertekanon würde heute genau so oder kaum anders aussehen, wenn es keine Religionen gäbe,"
die zudem völlig ahistorisch ist, da sich die, auf der jüdisch-christlichen auffassung von der person des einzelnen basierenden menschenrechte ausschließlich in der jüdisch-christlichen kultursphäre entwickeln konnten.
schauen sie sich mal um in der geschichte und der gegenwart.
dass sich daraus folgerichtig auch die emanzipation von den theokratischen autoritäten ableitet, ist nun wirklich kein allzu schwer nachzuvollziehender gedankengang.
"Sie sind der Schaukelstuhl, in dem sie, Katze75 sitzen und über Jesus Christus lästern."
gut gesagt.
dieses völlige fehlen einer auch nur ansatzweisen refektionfähigkeit der voraussetzungen des eigenen, nicht anders als feist zu nennenden selbstverständnisses ist immer wieder erstaunlich.
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