Wie sieht das ökologisch korrekte Fest aus?

Umweltfreunde halten Weihnachten für eine ökologische Sauerei : Viele Gänse werden importiert, das Lametta enthält mitunter Blei, als Rohstoff für Kerzen dient Erdöl, und laut Naturschutzbund Deutschland stammen ein Drittel der 20 Millionen Weihnachtsbäume von dänischen Plantagen. Das muss nicht sein. Bäume mit Ökosiegel sind ohne Mineraldünger und Pestizide gewachsen. Noch besser sind Bäume aus durchforsteter Waldwirtschaft, also vom Förster aus der Region. Die Gans kann man mit Biosiegel kaufen oder vom Bauern nebenan – Gänse aus Ungarn oder Polen werden oft nicht artgerecht gehalten, kritisiert der Tierschutzbund . Oder soll man gleich vegan kochen? Nun ja, wer das ganze Jahr über ökologisch korrekt lebt, darf Weihnachten vielleicht mal ein bisschen die Sau rauslassen.

Wie kann ich verhindern, dass der Baum nadelt?

Unsere Großeltern vertrauten nur einer bestimmten Tannensorte oder gaben ihre ganz eigenen Frischhaltemittel in den Christbaumständer. Was hilft wirklich? Der Holzwissenschaftler Johannes Welling sagt: "Vor allem braucht der Baum Wasser." Der Käufer sollte deshalb den Stamm zu Hause frisch ansägen und an einem kühlen Ort in Wasser stellen. Zum Fest gönnt sich die Familie am besten einen Baumständer mit Wasserbehälter und stellt diesen fern von Heizkörpern auf. Zusätzlichen Halt könnte auch Haarspray den Nadeln geben. Indem es deren Spaltöffnungen verklebt, erlahmt der Austrocknungsprozess. Vorsicht: Haarspray wirkt wie Brandbeschleuniger – deshalb nur bei elektrischen Kerzen verwenden.

Wann und wie sollte ich am besten reisen?

Wer vor dem Fest viel Stress und vergeudete Zeit auf der Autobahn oder am Bahnhof vermeiden möchte, sollte drei Dinge berücksichtigen: das Wetter, das Wetter und das Wetter. So lässt sich der Rat von Jürgen Grieving vom ADAC zusammenfassen. "Das Wetter ist die große Unbekannte, die einem einen Strich durch die Rechnung machen kann. Da sollte man vorher gut planen." So sollte man sich vor der Reise unbedingt den Wetterbericht anschauen und die Fahrt auch mal verschieben, falls mächtiger Schneefall vorhergesagt ist. Zwei Tage gibt es, die Jürgen Grieving ohnehin meiden würde: den 21. und 22. Dezember, die Hauptreisetage. "Am 23. ist es schon besser mit dem Verkehr, direkt an Heiligabend dann ideal", sagt er.