Stress : So übersteht man Weihnachten
Seite 3/3:

Reisen und das ökologisch korrekte Fest

Wie sieht das ökologisch korrekte Fest aus?

Umweltfreunde halten Weihnachten für eine ökologische Sauerei : Viele Gänse werden importiert, das Lametta enthält mitunter Blei, als Rohstoff für Kerzen dient Erdöl, und laut Naturschutzbund Deutschland stammen ein Drittel der 20 Millionen Weihnachtsbäume von dänischen Plantagen. Das muss nicht sein. Bäume mit Ökosiegel sind ohne Mineraldünger und Pestizide gewachsen. Noch besser sind Bäume aus durchforsteter Waldwirtschaft, also vom Förster aus der Region. Die Gans kann man mit Biosiegel kaufen oder vom Bauern nebenan – Gänse aus Ungarn oder Polen werden oft nicht artgerecht gehalten, kritisiert der Tierschutzbund . Oder soll man gleich vegan kochen? Nun ja, wer das ganze Jahr über ökologisch korrekt lebt, darf Weihnachten vielleicht mal ein bisschen die Sau rauslassen.

Wie kann ich verhindern, dass der Baum nadelt?

Unsere Großeltern vertrauten nur einer bestimmten Tannensorte oder gaben ihre ganz eigenen Frischhaltemittel in den Christbaumständer. Was hilft wirklich? Der Holzwissenschaftler Johannes Welling sagt: "Vor allem braucht der Baum Wasser." Der Käufer sollte deshalb den Stamm zu Hause frisch ansägen und an einem kühlen Ort in Wasser stellen. Zum Fest gönnt sich die Familie am besten einen Baumständer mit Wasserbehälter und stellt diesen fern von Heizkörpern auf. Zusätzlichen Halt könnte auch Haarspray den Nadeln geben. Indem es deren Spaltöffnungen verklebt, erlahmt der Austrocknungsprozess. Vorsicht: Haarspray wirkt wie Brandbeschleuniger – deshalb nur bei elektrischen Kerzen verwenden.

Wann und wie sollte ich am besten reisen?

Wer vor dem Fest viel Stress und vergeudete Zeit auf der Autobahn oder am Bahnhof vermeiden möchte, sollte drei Dinge berücksichtigen: das Wetter, das Wetter und das Wetter. So lässt sich der Rat von Jürgen Grieving vom ADAC zusammenfassen. "Das Wetter ist die große Unbekannte, die einem einen Strich durch die Rechnung machen kann. Da sollte man vorher gut planen." So sollte man sich vor der Reise unbedingt den Wetterbericht anschauen und die Fahrt auch mal verschieben, falls mächtiger Schneefall vorhergesagt ist. Zwei Tage gibt es, die Jürgen Grieving ohnehin meiden würde: den 21. und 22. Dezember, die Hauptreisetage. "Am 23. ist es schon besser mit dem Verkehr, direkt an Heiligabend dann ideal", sagt er.

Verlagsangebot

Lesen Sie weiter.

Noch mehr faszinierende Wissenschaftsthemen jetzt im digitalen ZEIT WISSEN-Abo.

Hier sichern

Kommentare

21 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Weihnachtsmann

Nö, hier im Osten gibt es die nicht. Und soviel ich weiß, im Norden heißt es auch Weihnachtsmann.
Christkind hatte ich vor 1990 noch nicht mal von gehört, erst recht nicht von seinen Aufgaben. Das weiß ich als Atheist bis heute nicht. Und Nikolausi ist der, der die Stiefel am 6.12. füllt.
Denken sie mal dran, dass die meisten Menschen in D. keine Mitglieder christlicher Kirchen sind.
Und Weihnachten (also Sonnenwende) feiern ist auch älter, als der Kult um einen angeblichen Propheten.

Nun ja...

"...Und Weihnachten (also Sonnenwende) feiern ist auch älter, als der Kult um einen angeblichen Propheten."

Naja. Das Julfest unserer Vorfahren ist wissenschaftlich weder für alle germanischen Völker gesichert, noch überhaupt datiert. Es gibt mindestens eine Quelle, die dieses Fest auf denm 15. Januar verlegt, bzw erwähnt, daß das Fest von diesem Datum auf das der Sonnenwende verlegt wurde. Überhaupt scheinen Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen bei den Germanen keine große Rolle gespielt zu haben, wie auch Sonne und Mond selbst bei keinem europäischen Volk wichtige Gottheiten darstellten. Vieles sonst bei dem Thema ist dann auch eher Wunschdenken von Neoheiden - da wird dann gerne der Weihnachtsbaum zum urgermanischen, jahrtausendealten Brauchtum erklärt, obwohl sich gerade dieser Brauch sehr gut geschichtswissenschaftlich untersuchen läßt und garantiert nichts mit den Germanen zu tun hat.
Mal davon abgesehen, ist Weihnachten eben Weihnachten und kein heidnisches Fest.

Wer Wintersonnenwende feiern will, soll's halt machen - aber wo steht, daß er dazu Bräuche übernehmen muß, die nun mal von Christen für ihr Weihnachten erfunden wurden?

Auf jeden Fall ist's ne Super-Geschichte

In der dunkelsten Stunde der Winternacht wird den Menschen das Versprechen gegeben, dass es wieder hell werden wird. Habt keine Angst, der Frühling kommt ganz sicher! Und Ostern können wir feiern, dass dieses Versprechen aus der tiefsten Winternacht eingelöst worden ist.
In welchem Gewandt diese Geschichte erzählt wird, ist da beinahe nicht so wichtig. Und dass der Frühling nur deshalb kommt, weil die Erde und ihre Achse im bestimmten Winkel zur Sonne stehen, ist für da zweitrangig. Menschen mögen Geschichten und Menschen brauchen Geschichten. Grade wenn's draußen kalt und dunkel ist.

oh bitte

das hatt doch mitt neoheidnisch und germanen gar nichts zu tun
die planetenachse steht halt so
daher der verlauf der jahreszeiten
und isrgendwann ist man an einem punkt wo alle ernten eingebrracht sind und sogar das brennholz fertig sein sollte weil neues schlagen wg dauerregen der dann in schnee übergeht(wasserhaushaltsjahr startet in den nördlichen gemäßigten breiten nicht ohne grund im november)einfach nichts in diesem winneter ncoh verwertbares bringt.
dafür muss man die frischvorräte in dauerformen verarbeiten und die herden verkleinern um vorräte zu sparen(und zu ergänzen)
also hatt man jede menge futter etc das weg muss, und man kann sich einen winterspeck anfressen.
dazu kommt das energetische jahresminimum, die schwachen sterben auch zu dieser zeit häufiger(wie in den frühen morgenstunden), aber sie stellt auch einen geburtenschwerpunkt dar.
danach wird einerseits alles besser, weil die sonne wieder steigt, aber andererseits muss man noch bis zum frühjahr durchhalten um wieder die vorräte aufstocken zu können
da brauchts keine relevante religion,keine relevanten götter für,um diese naturgesetze zu erkennen
heute,mit zentralheizung, künstlichem licht und genug drogen um den depressionen wg lichtmangel entgegenzuwirken(rein physiologisches problem) kann man diesen zusammenhang leicht übersehen.
der geburtstag aller sonnengötter, egal ob wichtig wie sol-invictus(der gott constantins) oder unwichtig wie balder, war immer direkt nach dem sonnentiefststand, ihrem todestag

nebenbei

ist weihnachten immer ein fest der kultur die gerade existiert, da die natur sich zurückgezogen hatt, resp. unbequem daher kommt.
daher kommt es hierzulande auch derzeit größtenteils ohne christentum aus, abgesehen von zitaten, es ist ein rauschhaftes, betäubendes fest zu dem der konsumrausch schon so lange gehört wie es seßhafte bäuerliche kultur die den jahreszeiten unterworfen ist giebt.
heute gehört dazu der kaufrausch
wie früher die hingabe zu irgendwelchen religiösen paradiesvorstellungen (die weihnachtoratorien sind meist die dionysischsten stücke die ihre komponisten jeh wagten zu papier zu bringen)
und ich finde das nicht verwerflich
die menschen versichern sich das alles gut ist, genug für alle da ist, und man keine probleme haben wird über den winter zu kommen
ein kurzes verschnaufen von den sorgen
mehr nicht
das ist schon sehr viel für die meisten
weshalb es zu dramen kommt wenn sich jemand nicht entspannen kann obwohl er will und darunter fast zusammen bricht, wenn irgendetwas die perfektion stört etc.
das christentum war für weihnachten nur eine episode, die detrzeit ihren kinder geschichtenerzähltrohn auf dem weihnachtsmanschoß in den kaufhäusern und onkel scruge und dem grinch teilen muss.- die sind weniger grauselig und kommen ohne kindermordhorror aus

Weihnachten fällt aus

Ich glaube ich gehe am 23. abends schlafen und stehe erst am 27. wieder auf ;-).

Mal im Ernst, mich nervt die Vorweihnachtszeit mit dieser Hektik und Panik der Leute unglaublich.
Aber wenn man dann am Heiligabend mit der Familie zusammensitzt, sich beschenkt, was isst und danach vllt noch ein wenig feiern geht ist es doch ganz nett.
Zum Glück gibt es daheim nicht Kartoffelsalat mit Würstchen ;-)).

olololol

wie weit ist es gekommen, dass man psychologische Beratung braucht um Weihnachten zu "überstehen"?

ich verstehe garnicht warum alle an Weihnachten so fixiert auf Materialismus sind, könnt ihr nichts mehr selbst basteln oder einfallen lassen?! oder einfach nur beisammenhocken? Das der Grad der Nächstenliebe heutzutage am Gesamtpreis der Geschenke gemessen wird finde ich total absurd. Ebenso diese künstliche Panik über das schlechte "Konsumklima" das Deutschland flächendeckend niederwaltzt und uns alle in den tiefen schrecklichen Abgrund des ... äh... was auch immer reißt.