PsychologieDie Marotten der Promis

Jeder Mensch hat lieb gewonnene Rituale oder verschrobene Angewohnheiten – auch Prominente. von Sandra Winzer

Nickerchen ist Pflicht

Vor jeder Liveübertragung im Fernsehen macht Moderator Kai Pflaume einen sogenannten Power-Nap in seiner Garderobe, also ein kurzes Nickerchen. Dadurch kann er sein Gehirn noch einmal kurz herunterfahren.

Besonderer Start in den Tag

Die Kinderbuchautorin Cornelia Funke hat sich etwas Beneidenswertes angewöhnt: Sie frühstückt ausgiebig. Wo immer sie ist, nimmt sie sich dafür die Zeit, die sie braucht. Selbst wenn sie dafür sehr früh aufstehen muss.

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Irgendwas ist da faul ...

Sein Gedankenreichtum machte Friedrich Schillers Werke einzigartig. Interessant ist, was ihn dabei beeinflusste: verfaulte Äpfel in seinem Schreibtisch. Er erfreute sich an dem ausströmenden Geruch, der ihn bei seiner Ideenfindung unterstützt haben soll. Seine Frau soll einst gesagt haben, dass er ohne den Gestank des Obstes nicht leben und arbeiten konnte.

Die etwas andere Sucht

Dass jemand gerne liest, ist nicht gerade selten. Doch bei der Schauspielerin Senta Berger nimmt das Lesebedürfnis besondere Formen an. Buchstaben in Form von Büchern und Zeitschriften müssen die Schauspielerin und Produzentin zu jedem Drehort begleiten. Ist der Koffer mit dem Lesefutter nicht angekommen, liest sie Anleitungen oder Speisekarten – Hauptsache, da steht etwas, das sie entziffern kann.

Scharfe Vorbereitung

Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär liebt feuriges, scharfes Essen. So sehr, dass sie vor jeder Rede, die sie im Bundestag hält, Penne all’arrabbiata isst – mit doppelter Portion Chili allerdings. Eine Gewohnheit, die sie beruhigt.

Ganz schön aufgeräumt

Der Schriftsteller Thomas Mann war ein Mann der Prinzipien. So arbeitete er am liebsten von acht Uhr morgens bis zwölf Uhr mittags. Und nach jedem Umzug musste seine Frau Katia den Schreibtisch wieder genau so aufbauen, wie er zuvor eingepackt wurde. Jedes Stück an denselben Platz. »Genaue Wiederherstellung des Schreibtisches«, notierte er am 7. Oktober 1938 nach seiner Ankunft in den USA in sein Tagebuch.

Die Spur der Steine

Wenn er auf Reisen ist, kommt der Fernsehproduzent Hubertus Meyer-Burckhardt nicht umhin, drei Steine vom Boden aufzuheben. Es sind aber keine Souvenirs – er setzt sie später nämlich an einem völlig anderen Ort wieder aus. Steine aus Südfrankreich etwa liegen jetzt im Bergpark Kassel. Warum er das macht, kann er selbst nicht sagen: »Wahrscheinlich, um die zukünftige Geologengeneration zu verwirren«, sagt er – und lacht.

Achtung, Aufnahme!

Der Freitagabend ist bei Bastian Pastewka reserviert. Dann setzt er sich mit einem Textmarker hin, und die Planung beginnt: Er markiert im Fernsehprogramm, welche Sendungen er in der kommenden Woche aufnehmen will. Zwei Stunden dauert das, dann programmiert er den Rekorder. Wenn er längere Zeit im Urlaub ist, wird er nervös, weil der Speicher seiner Festplatte nicht reichen könnte.

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Leserkommentare
  1. ... nicht, aber ein Satz wie "Dadurch kann er sein Gehirn noch einmal kurz herunterfahren." reizt mich derart zu Wortspielen, dass ich jetzt besser aufhöre ...

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