Am Anfang drei Fragen:

Ist Aussehen ansteckend?

Die Psychologen Michael Roy und Nicholas Christenfeld von der University of California legten Versuchspersonen Fotos von Hunden und Herrchen vor und ließen sie beurteilen, ob sich die beiden wirklich ähneln.

Ein psychologischer Klassiker sind die Experimente von Robert Zajonc von der University of Michigan: Emotionen stecken an, nach 25 Ehejahren ähneln sich die Gesichtszüge von Braut und Bräutigam stärker als noch vor dem Traualtar.

Nicholas Christakis forscht über soziale Netze, also das fein verzweigte Geflecht an persönlichen Verbindungen, das unserer Gesellschaft zugrunde liegt. Seine Ergebnisse erstaunen, nachzulesen sind sie in dem Buch connected.

Der Marketing-Forscher Jonah Berger versucht in seinem Buch Contagious zu erklären, warum manche Ideen oder Produkte zu globalen Trends werden und andere schon nach kürzester Zeit wieder passé sind.

Braucht der Mensch ein Gegenüber?

Eine umfassende Studie zu den Folgen von Kindesvernachlässigungen gibt es hier. Veröffentlicht wurde sie von einem Forscherteam um Charles Nelson und ist Teil des Bucharest Early Intervention Project. In dem Buch Romania’s Abandoned Children beschreiben Nelson und seine Kollegen die Ergebnisse der Untersuchungen im Waisenhaus in Bukarest.

Kristina Musholt versucht in Thinking about Oneself aufzuzeigen, wie und warum der Mensch ein Selbst-Bewusstsein entwickelt.

Machen Gruppen dumm?

Eine Studie zu dem Zusammenhang von Zugehörigkeitsgefühlen und Aggression nach außen beim gemeinsamem Singen von Fußballfans gibt es hier.

Der Psychologe Adrian Furnham vom University College London erklärt in diesem Artikel der Business Strategy Review die Sinnlosigkeit von Brainstorming in der üblichen Form - ohne vorheriges, einzelnes Nachdenken.

Gregory Berns untersuchte mit Kollegen in dieser Studie, was in unserem Gehirn passiert, wenn wir der allgemeinen Gruppenmeinung widersprechen.  

Titel:

Die Studie zu den "Neuen Dramaserien" von Hennig-Thurau basiert auf einer repräsentativen Befragung und beantwortet unter anderem die Frage, warum Serien wie Breaking Bad so erfolgreich sind.        

Die Studie der Geruchsforscherin Rachel Herz zu Erinnerungen durch Gerüche gibt es hier. Sie verglich, wie die unterschiedlichen Sinne mit Erinnerungen verknüpft sind.            

ZEIT WISSEN Magazin 4/17.

"Das große Wegschmeißen" des WWF gibt es hier zum Nachlesen mit vielen Grafiken und Statistiken. Noch mehr Zahlen zum Ehrenamt gibt es auf Statista.               

Der Germanist Rüdiger Safranski gibt in seinem Buch "Romantik – Eine deutsche Affäre" einen ausführlichen Überblick über die Geschichte, Ausprägungen und Vertreter der Literaturepoche – gut für interessierte Einsteiger.  

Der Sammelband "Zwischen Innerer Emigration und Exil: Deutschsprachige Schriftsteller 1933-1945" beschäftigt sich intensiv mit diesem Spannungsfeld der deutschen Literaturgeschichte und legt den Fokus auf die sogenannte "innere Emigration".

Sonne und Schatten               

Strandknobeleien:
Ein Buch mit vielen kurzen Knobeleien aus den Bereichen Logik, Mathematik, räumliches Denken und Sprache ist das "Gehirntraining" aus dem DUDEN-Verlag. Ein anderes kompaktes Knobelbuch ist "Warum Kühe gern im Halbkreis grasen" von Albrecht Beutelspacher und Marcus Wagner sowie "Gedächtnistraining für kluge Köpfe" von Gareth Moore.

Astrophysik:
Das Schicksal der Sonne wird in diesem ZEIT WISSEN-Artikel ausführlicher geschildert. Empfehlenswert dazu ist das Buch "Tod aus dem All" von Philip Plait. Wie sich das Klima in den kommenden 10000 Jahren entwickeln wird, diskutiert dieses Nature Paper. Die Präzession der Erdachse wird gut im englischen Wikipedia-Artikel erklärt.

Psychologie:
Die erste Studie zur Sommerdepression von Norman Rosenthal aus dem Jahr 1987 gibt es hier. Der Zusammenhang zwischen Winterdepression und Breitengraden in den USA wird in dieser Studie beschrieben.

 Medizin:
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gibt für das Sonnenbaden eine Empfehlung heraus, dabei geht es vor allem um die Bildung von Vitamin D. Auch interessant: Allgemeine Empfehlungen des BfS zum Schutz vor UV-Strahlen, Informationen über das UV-Bündnis sowie die Forderung nach mehr Schattenplätzen.

ZEIT Wissen-Serie "Pfade der Erkenntnis"

 Die GPS-Tracks der Wanderungen sowie weiterführende Links finden Sie unter www.komoot.de/collection/357/wie-das-land-entstand

Außerdem können Sie die GPS-Tracks hier herunterladen.

Das erste Heft der Wanderserie können Sie hier nachbestellen.

Wanderung: Vom Urknall zu den Vulkanen
Die Sternwarte Hoher List kann man besichtigen, Infos hier. Informationen zur Geologie der Region bietet der Geopark Vulkaneifel. Im Maarmuseum Manderscheid ist das Urpferd aus dem Eckfelder Maar ausgestellt, außerdem erfährt man, wie Geoforscher das Alter der Maare bestimmen. Für Fortgeschrittene: Fachartikel zur Analyse von Seebohrkernen aus dem Meerfelder Maar hat Achim Brauer vom GFZ Potsdam veröffentlicht.

Er fliege hoch

Wie genau hängen New Space und Old Space zusammen? Und hängen sie nicht auch voneinander ab? Michael Smart, Professor of Hypersonic Aerodynamics von der University of Queensland fasst seine Gedanken nach der SPACE 2016-Conference hier zusammen. Die Konferenz hat deutlich gemacht, dass ein massiver Wandel auf die Raumfahrt zukommt.

Wird überhaupt jemand den Google Lunar X-Prize gewinnen? Greg Freiherr führt im Air&Space Magazine in die Hintergründe, Geschichte und den aktuellen Stand des Wettbewerbs ein.

Wer die politische Dimension des Wettlaufs in der Raumfahrt zur Zeit des ersten bemannten Raumflugs und die aktuelle Stimmung in den USA nachempfinden möchte, dem sei der Film "Hidden Figures" empfohlen. Er erzählt zudem die spannende Geschichte der weiblichen "Computer" – der mathematischen Genies hinter der damaligen amerikanischen Raumfahrt – und gibt einen Eindruck davon, wie komplex Raumfahrt ist.

 Formel E

Das EUROPEAN ALTERNATIVE FUELS OBSERVATORY (EAFO) veröffentlicht zahlreiche Statistiken zur Elektromobilität in Europa.

Prognosen zur Entwicklung der Elektroautos veröffentlicht die Internationale Energie-Agentur hier.

Die Zumutung: Das Gedächtnis

 In seiner überragend geschriebenen Autobiografie "Die Suche nach dem Gedächtnis" verwebt der aus Wien stammende, US-amerikanische Nobelpreisträger Eric Kandel seine Lebensgeschichte mit seiner Forschungsbiografie. Wer lieber Filme schaut als liest, kann sich beispielsweise hier die Verfilmung der Autobiografie bestellen oder hier ein äußerst vergnügliches Interview mit dem Forscher ansehen. Kandel ist außerdem Autor eines englischsprachigen Standard-Lehrbuchs der Neurowissenschaften, "Principles of Neural Science", die fünfte, neueste Edition stammt von 2012. Deutlich älter, nämlich aus dem Jahr 1995, ist die deutsche Ausgabe dieses Lehrbuchs - "Neurowissenschaften: Eine Einführung".

Kurz gehalten, für Studenten oder interessierte Laien gut zu verstehen und auch als E-Book erhältlich ist der schmale Lehrbuch-Band "Gedächtnis" des Osnabrücker Psychologie-Professors Thomas Gruber.

Sind Sie auch gegen Genfood?

 Wer sich für die Geschichte des Konflikts um die Grüne Gentechnik interessiert, sollte das Buch "Lords of the Harvest" von Dan Charles lesen, auch wenn es schon 2001 erschienen ist. In "Tomorrow's Table: Organic Farming, Genetics, and the Future of Food" schreiben eine Pflanzengenetikerin und ein Ökolandbau-Professor recht pragmatisch über Gentechnik und Ökolandbau – die beiden sind verheiratet.

Der Brief der Nobelpreisträger steht hier im Netz.

 Die Webseite des Golden Rice-Projekts ist www.goldenrice.org

 "GM foods currently available on the international market have passed safety assessments and are not likely to present risks for human health" erklärt die WHO 2014. "no effects on human health have been shown as a result of the consumption of such foods by the general population in the countries where they have been approved."

 "No adverse health effects attributed to genetic engineering have been documented in the human population" schreibt die National Academy of Sciences, Engineering and Medizine 2004.

Der jüngste Bericht zur grünen Gentechnik ist 584 Seiten lang und stammt von den Nationalen Akademien der USA. 80 Experten wurden angehört, 700 schriftliche Kommentare ausgewertet.

 Das soziologische Experiment von Wolfgang van den Daele, Gentechnik-Befürworter und -Gegner tagelang miteinander diskutieren zu lassen, wurde bei Wiley publiziert.

 Ingo Potrykus hat seine Erinnerungen an die Golden Rice-Entwicklung hier aufgeschrieben.

 Die Greenpeace-Kampagne gegen Golden Rice ist hier zu finden.

 Der Golden Rice-Forscher Adrian Dubock antwortet hier auf die Kritik von zwei Sozialwissenschaftlern. Und hier schreibt er über Golden-Rice-Politik und den Widerstand gegen grüne Gentechnik.

Eine viertel bis eine halbe Million Kinder erblinden jährlich aufgrund von Vitamin A-Mangel. Die Hälfte dieser Kinder sterbe kurze Zeit später, schätzt die Weltgesundheitsorganisation.

 1987 sprühten Forscher gentechnisch veränderte Bakterien auf ein Erdbeerfeld.

 Wie der Goldene Reis zu seinem Namen kam, inspiriert durch einen Kondomhersteller, ist an dieser Stelle nachzulesen.

 Greenpeace werde keine Golden Rice-Versuchsfelder zerstören, berichtet ein Reporter des New Scientist 2001. Die Financial Times schreibt: "Greenpeace erklärt Waffenstillstand in Sachen Goldener Reis."

 Die WHO lässt derzeit eine Cochrane-Studie über den Nutzen von mit Nährstoffen angereicherten Getreidesorten anfertigen.