Die Zeit? – Ach du liebe Zeit! Ja, wenn man Zeit hätte, sich einmal mit der Zeit gründlich zu befassen... Aber das ist ein Unternehmen, als ob ein Stint sich mit dem Ozean befassen wollte. Selbst wenn man die ganze Zeit, die das Leben einem zur Verfügung stellt, sich mit der Zeit befassen wollte, es wäre kaum so lange, als ein Lichtstrahl braucht, um von einem feinen Stern in das Auge eines frommen Beters zu fallen.

Im ganzen Universum hat nur die Zeit selbst Zeit genug. Die ganze Geschichte der Menschheit ist für die ^Zcht mehr als ein Hauch vom ^Flüöwe. der über ihre Stirn weht, ^nd steht und über das Meer ^ die träumende Zeit am Horizont das ^ken eines Segels entdeckt, taucht die Möwe und erwischt den Srint, der sich mit dem Ozean befaßt. Unterdessen ist eine weitere Menschheitsgeschichte vergangen. Der Stint schwebt durch die Lüfte, sozusagen nicht ganz in seinem Element. Zwar hat er, nachdem er sich dort mit dem Ozean befaßt, eine ungewöhnliche Chance, vom Ozean einen Aspekt zu gewinnen, der ihm stintmäßig nicht zusteht. Aber es ist natürlich zweifelhaft, ob der Stint die souveräne wissenschaftliche Attitüde zu bewahren vermag, sich auch im Möwen-Schnabel geistig nicht von seiner Aufgabe zu trennen.

Das Schicksal des Stintes scheint besiegelt. Aber da wir desselben aus dialektischen Gründen noch bedürfen, lassen wir aus dem tiefen Blau des All – einen Seeadler herabstoßen.

Die Möwe erschrickt. Sie schreit. Der Stint fällt. Während er, sich überschlagend, durch die Lüfte saust, blitzt im Strahl der Sonne ein Silber-Während auf. Und dieses Blitzen fällt der träumenden Zeit ins Auge. Das ist alles, was sie jemals von der Erfassung des Ozeans durch den Stint zur Kenntnis nimmt.

Das Aufblitzen des Ozeans zwischen Möwenschnabel und Element scheint nicht allzuviel Bedeutung zu haben. Und doch auch wieder bedeutet, es nicht allzuwenig. Es sind die ersten dreißig Jahrgänge der Zeit, der Zeit, die wir heute begründen. Erfassen wir den OzeanVom Schwebepunkt des Stintes aus.

Die neue Zeit ist mit den Hypotheken der alten belastet Die Hypotheken, die die Zeit auf unsere Zukunft aufnimmt, sind die Erinnerungen.

Schwitzend keucht der Mensch seinen Pfad entlang, die Last der Erinnerungen auf seinem gebeugten Rücken tragend. Und von Jahr zu Jahr wird die Last schwerer. Es ist die gute alte Zeit, die er auf seinem Rücken durch das Gebirge des Daseins schleppt. Sie hängt an ihm. Aber er hängt noch mehr an ihr. Und macht er eine Rast, so ist er schwer nur zu bewegen, ein wenig in die Lande zu schauen, auf die Dörfer im Tal, die er durchschritten, auf die steilen Gipfel, die vor ihm liegen. Er nimmt seine Last vom Rücken und breitet sie vor sich aus. Und betrachtet melancholisch seinen Schatz.