Automobile, Lastkraftwagen und Omnibusse; optisches Rohglas. Neue Lokomotiven dürfen erst dann wieder gebaut werden, wenn alle ausbesserungsfähigen Lokomotiven instandgesetzt sind. Die Lokomotivfabriken sind also vorläufig nur zu. Reparaturarbeiten heranzuziehen, soweit sie nicht im Einzelfall für Reparationen arbeiten.

Unter die dritte Kategorie fällt lediglich die Erzeugung von synthetischem Stickstoff, die also so lange zugelassen ist, bis Deutschland eine ausgeglichene Handelsbilanz hat, so daß es dann ohne weiteres Chilesalpeter oder ähnliche Produkte kaufen könnte. Synthetisches Benzin, Buna und Kugellager fallen unter die nächste (zweite) Kategorie, bei der die Produktion eingestellt werden muß, sobald die entsprechenden Erzeugnisse in ausreichendem Maße importiert werden können. Eine Sonderregelung gilt für Fernseh-Anlagen, deren Bau nur bestimmten Fabriken gestattet wird, die laufend überwacht werden.

Die völlige Produktionseinstellung betrifft folgende Güter: Kriegsmaterial in engerem Sinne (nach den Begriffsbestimmungen des Kontrollrats); seetüchtige Schiffe, ausgenommen nur kleinere Fischdampfertypen; Aluminium und seine Rohstoffe (einschließlich Magnesium); Beryllium und Vanadium (letzteres, soweit aus Thomasschlacke gewonnen); alle radio-aktiven Substanzen; Wasserstoffsuperoxyd (über 50prozentig); Radio-Sendeanlagen; schwere Werkzeugmaschinen; schwere landwirtschaftliche Traktoren.

Auch diese Verbote wiegen noch schwer genug. Die fast völlige Einstellung des Schiffbaus trifft die Küstenstädte schwer. Das Verbot der Aluminium-Erzeugung und des Baues von "schweren" Werkzeugmaschinen und Traktoren bringt für die westlichen Industriegebiete einen empfindlichen Ausfall. Kann der angestrebte Zweck einer industriellen Abrüstung nicht besser durch andere Maßnahmen – etwa eine individuelle Kontrolle der Werke – erreicht werden?