Washington ist als endgültiger Sitz für die Internationale Wiederaufbaubank und den Währungsfonds (nach den Beschlüssen von Bretton Woods) vorgesehen.

Dänemark wurde als neues Mitglied der Internationalen Bank und des Währungsfonds aufgenommen. Anträge auf Aufnahme werden von Italien, Syrien und dem Libanon gestellt. Über den Vorschlag, die Frist für Rußland und andere Länder, die bisher die Vereinbarungen von Bretton Woods noch nicht ratifiziert haben, um sechs Monate zu verlängern, ist noch nicht entschieden.

Österreich will eine Reihe von Kompensationsabkommen schließen: Eisenerz gegen Kohle mit der Tschechoslowakei, Grubenholz gegen Kohle mit Ungarn, Graphit, Magnesil und dergleichen gegen oberschlesische Kohle mit Polen, elektrische Ausrüstungen gegen Tabak mit Bulgarien.

Die belgische Regierung hat die Ausfuhr von Roheisen, Gußeisen, Stahl und Schrott bis auf weiteres verboten. Dies wird mit der Dringlichkeit des eigenen Bedarfs begründet, auch mit der Kohlenlage.

Die Fordwerke in Amsterdam nehmen ihren Betrieb wieder auf, sobald die erforderlichen Ersatzteile aus den USA eingetroffen sind. – Die Anlagen von Philipps-Radio, die in die Nähe von Hannover verbracht worden waren, werden ausgebaut und nach Eindhoven zurückgeschafft.

Südafrika wird mit Nachfragen nach Diamanten aus dem Mittelmeergebiet und der Levante "überschüttet". Die Exporte betragen während der letzten Zeit mindestens eine halbe Million Pfund monatlich. Eine gewisse europäische Macht soll hinter dieser Nachfragenwelle stehen.

In Utrecht ist für die Zeit vom 2. bis 11. April die erste internationale Messe in Europa nach dem Kriege geplant. Die Zahl der Aussteller ist auf 1200 begrenzt. Frankreich, Belgien, die Schweiz und die Tschechoslowakei werden offiziell vertreten sein, während von den übrigen Ländern Einzelfirmen ausstellen werden.