Wenn auf einem Gebiet die Wiederherstellung der wirtschaftlichen und verwaltungsmäßigen Einheit Deutschlands sehnsüchtig erwartet wird, so im Bereich der Landwirtschaft – In ihr liegt die Entscheidung über Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes.

Die Probleme, die die Aufsplitterung Deutschlands in verschiedene Besatzungszonen heraufbeschworen hat, sind kaum zu bewältigen. Man muß sich nur einmal vergegenwärtigen, das 60 v. H. der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Deutschen Reiches jenseits der Demarkationslinie liegen, die wie eine chinesische Mauer den übervölkerten Westen von den agrarischen Überschußgebieten des Ostens trennt. Legt man die Erntestatistik von 1943 zugrunde, so zeigt sich, daß in den russischpolnisch besetzten Ostgebieten Deutschlands erzeugt wurden: 72 v. H. der gesamten Roggenernte, 51 v. H. vom Weizen, 57 v. H. sowohl von Hafer wie von Gerste, 78 v. H. vom Gemenge, 62 v. H. aller Kartoffeln und 71 v. H. der Zuckerrüben.

Demgegenüber ist die Verteilung der Bevölkerung auf die einzelnen Zonen laut offizieller Schätzung:

amerikanische Zone ... 16 Millionen

britische Zone ...... 22 Millionen

französische Zone .. . 6 Millionen

westliche Zonen .... 44 Millionen