Die internationale Kontrolle von Rhein- und Ruhrgebiet forderte der französische Ministerpräsident Gouin in der Rede mit der er den sozialistischen Parteikongreß eröffnete. Eine verkappte oder offene Annexion stellte jedoch keine Lösung des deutschen Problems dar. Gouin erklärte es für wünschenswert, wenn das Bündnis mit Rußland durch ein Bündnis mit Großbritannien ergänzt würde. Frankreich sei gegen eine Aufteilung der Welt in zwei Blocks.

Auf Beschluß des Weltsicherheitsrates sandte der Generalsekretär der UNO zwei Botschaften an die Regierungen Persiens und der Sowjet-Union, in denen er um einen möglichst genauen Bericht über den Stand der russisch-iranischen Verhandlungen bis zur nächsten Tagung bat.

Der britische Außenminister Bevin teilte dem amerikanischen Außenminister Byrnes mit, er werde, wenn seine Anwesenheit im Weltsicherheitsrat nötig sei, nach Neuyork kommen.

Der neue sowjetische Botschafter in Teheran, Sadschikow, überreichte dem Schah sein Beglaubigungsschreiben.

Der Generalstabsausschuß der UNO nahm einstimmig eine Entschließung zur Einsetzung von Unterausschüssen an, die grundsätzliche Richtlinien zur Errichtung einer Weltpolizeimacht aufstellen sollen.

Die britische Parlamentsdelegation traf an Sonnabend zur Untersuchung der Lage in Persien ein.

Mahatma Gandhi traf in Neu-Delhi ein und hatte eine Besprechung mit Lord Pethick Lawrence und Sir Stafford Cripps. Die offiziellen Besprechungen mit der englischen Regierungskommission begannen am Mittwoch.