Zwei Millionen „sorgfältig ausgesuchter Emigranten“ aus Italien, Holland, der Schweiz und „bestimmten anderen Ländern“ sollen in den nächsten zehn Jahren das französische Staatsbürgerrecht erhalten, wie der Unterstaatssekretär im französischen Gesundheitsministerium, Pierre Pfleimin, erklärte. Mit dieser Maßnahme will die französische Regierung versuchen, dem stetigen Bevölkerungsrückgang in Frankreich Einhalt zu gebieten.

Eine Steigerung der industriellen und landwirtschaftlichen Produktion Frankreichs um 25 v. H. werde durch die Erfüllung der vorgesehenen Einwanderungsquote erhofft, so führte der Unterstaatssekretär weiter aus. In diesem Jahr sollen 30 000 Italiener sowie holländische und Schweizer Einwanderer nach den vom Gesundheitsminister ausgearbeiteten Plänen zugelassen werden. Die Einwanderer würden verpflichtet sein, in den ersten zehn Jahren ihres Aufenthalts in Frankreich ihre bisherige berufliche Tätigkeit auszuüben. Sie können sich naturalisieren lassen und werden vollberechtigte französische Staatsbürger, wenn sie sich in dieser Zeit das Vertrauen ihrer Mitbürger erworben haben. d. p. d.