In den USA sind 400 000 Bergarbeiter in den Streik getreten, weil die Grubenbesitzer es ablehnten, einen Ertragsanteil von 10 Cents für jede geförderte Tonne Kohle an den Gesundheits- und Wohlfahrtsfonds der Bergarbeiter abzuführen. Die Verschiffung von Kohle nach Übersee stockt: davon werden besonders Frankreich und Italien betroffen.

Nach einer Erklärung des Leiters der Europäischen Kohlenorganisation in London sind im März über 4 Mill. t Ruhrkohle verteilt worden. Davon erhielt die britische Besatzungszone 2 Mill. t, die amerikanische Zone 800 000 t, die französische Zone 130 000 t, die russische Zone 150 000 t, Berlin ebenfalls 150 000 t und Österreich 360 000 t. Der Rest wurde an andere europäische Länder abgegeben.

Der Schiffsverkehr auf dem Dortmund-Ems-Kanal ist nach mehr als einjähriger Unterbrechung nunmehr auf der ganzen Strecke wieder aufgenommen worden. Damit ist der Wasserweg vom Ruhrgebiet nach Emden, der für die Kohlenausfuhr besonders wichtig ist, wieder frei. Es können Transporte von und nach allen Plätzen des Dortmund-Ems-Kanals, des Rhein-Herne-Kanals und den Rhein-Stationen vorgenommen werden.

Der Verkehr auf der Mittelelbe ist seit Anfang April wieder im Gange. Die ersten Verschiffungen betrafen Salz aus den Staßfurter Salzbergwerken.

Jeder schwedische Bürger, der das 67. Lebensjahr erreicht hat, soll eine „Volkspension“ von 3000 Kronen im Jahr erhalten.

Sechs Eilzugpaare sind zur Verstärkung des westdeutschen Verkehrs neben den neuen D – Zügen eingesetzt worden. Die Eilzüge fahren jeweils mit einem Zugpaar auf den Strecken Köln – Krefeld, Köln–Gladbach, Köln–Bonn–Euskirchen–Aachen, Köln–Düsseldorf–Duisburg–Dortmund und Köln-Mainz. Das Zugpaar auf der direkten Strecke Köln – Aachen kann wegen der Brücken- und Tunnelreparaturen erst vom 15. Mai an fahren.

In diesen Tagen wurde der direkte Bahnverkehr Münster – Dortmund wieder aufgenommen. Die neue Verbindung schafft die Möglichkeit, Dortmund nunmehr in zwei Stunden zu erreichen. Zunächst erfolgte der Bahnverkehr nach Dortmund über Hamm, da die Kanalbrücke in Amelbüren eine direkte Linienführung nicht zuließ. Später wurde dann ein Pendelverkehr von Münster bis Amelbüren eingerichtet, der jetzt, nach Fertigstellung der zerstörten Bahnbrücke, aufgehoben werden konnte.