Im Weltsicherheitsrat der UNO wurde der Persienkonflikt beigelegt. Die Persische Regierung erkannte die russische Zusicherung, ihre Truppen bis zum 5. Mai zurückzuziehen, an, da keine Bedingungen mehr daran geknüpft waren. Der Weltsicherheitsrat vertagte daraufhin den Fall Persien bis zum 6. Mai. Hiergegen hat der sowjetische Delegierte Gromyko Einspruch erhoben; er ist der Meinung, daß der Fall Persien ganz von der Tagesordnung des Weltsicherheitsrates abgesetzt werden muß und hat dies in einem Schreiben an den Generalsekretär der UNO, Trygve Lie, ausgesprochen.

Gleichzeitig mit dem Räumungsabkommen vom 4. April wurde eine russisch-persische Ölabmachung getroffen. Sie sieht die Gewährung einer Ölkonzession an eine russisch-persische Gesellschaft für Nordpersien unter Ausschluß des Gebiets westlich des Urmya-Sees vor. Der persische Anteil beträgt während der ersten 25 Jahre 49 v. H., später 50 v. H. Das Abkommen kann jedoch nicht vor dem Herbst dieses Jahres in Kraft treten, da es vom persischen Parlament ratifiziert werden muß. Das persische Parlament ist zurzeit aufgelöst und kann verfassungsgemäß erst wiedergewählt werden, wenn alle fremden Truppen das Land verlassen haben.

Ein großangelegter Staatsstreich in Persien wurde durch das schnelle Zugreifen der iranischen Polizei vereitelt. Er ging von einer Aufstandsbewegung nördlich von Teheran aus und war gegen den Ministerpräsidenten wegen seiner Ölkonzessionen an Rußland gerichtet.

Das Ruhrgebiet müsse politisch als eine von Deutschland unabhängige Einheit behandelt werden, forderte der französische Außenminister Bidault in einer Rede in Lille, da nur so Sicherheit und Stabilität gewährleistet wären. Dies sei die einmütige Meinung des französischen Kabinetts. Das Ruhrgebiet müsse sowohl wirtschaftlich wie auch politisch unter eine internationale Kontrolle kommen. Eine Angliederung des Rheinlandes wünsche Frankreich jedoch nicht. Dagegen sollen die Bergwerke des Saargebietes Eigentum des französischen Staates werden und das ganze Gebiet in das Wirtschafts- und Währungssystem Frankreichs eingegliedert werden.

Ihre Besorgnis über die Lostrennungspläne des Ruhrgebiets sprachen die vier deutschen Parteien der sowjetischen Zone in einem Appell an den Kontrollrat aus.

Die Internationalisierung des Ruhrgebietes wurde von den Sprechern der französischen und der belgischen Kommunistischen Partei gefordert.

Die polnische Regierung stellte in der Dienstagsitzung des Weltsicherheitsrates erneut den Antrag, die Spanien-Frage auf die Tagesordnung zu bringen. Die rumänische Regierung hat am Freitag die Beziehungen zur Franco-Regierung in Spanien abgebrochen. Daraufhin bezeichnete der spanische Außenminister in einem Kommuniqué die Haltung der rumänischen Regierung als „unfrei“. Hierdurch würde jedoch die Wertschätzung Spaniens vor dem rumänischen Volke nicht gemindert.