Der Schiff- und Warenverkehr des HamburgerHafens hat wieder 15 v. H. seines Vorkriegsstandes erreicht. 826 Seeschiffe mit 1 094 783 Gütertonnen liefen seit der Kapitulation bis Ende 1945 Hamburg an.

Die allgemeine Wiederbelebung hat sich im neuen Jahr weiter fortgesetzt.

407 Schiffe mit rd. 1 Mill. t des einkommenden Warenverkehrs entfielen auf die Militärschiffahrt und unfaßten u. a. rd. 300 000 t Lebensmittel, rd. 43COOO t Mineralöle und Rohstoffe sowie rd. 240 000 t alliiertes Militärgut.

Auf die zivile Schiffahrt, die hauptsächlich im Lebensmittelverkehr eingesetzt wird, kamen 419 Schiffe (ausschließlich deutsche Fahrzeuge) mit 85 114 t.

Der ausgehende Warenverkehr konnte sich mit 137 244 t nicht recht entwickeln. Rund 59 000 t Eisensdrott, Kies undHäute, sonstige Rohstoffe sowie Fertigwaren entfielen dabei auf die Militärschiffahrt.

Der Anteil der fremden Flaggen betrug im Dezember: England 65 Prozent, Dänemark 9 Prozent, Norwegen 6,5 Prozent und USA 4 Prozent. Der deutsche Anteil am Schiffseingang sank bis auf 10,6 Prozent ab.

Die vorläufigen Zahlen für Januar bis März weisen einen monatlichen Waren- und Schiffsverkehr von rd. 265 000 t auf.