Hoover hat angekündigt, daß die tägliche Brotration in den USA auf 200 Gramm je Kopf festgesetzt werden solle; sie würde damit niedriger sein als in einigen Ländern Europas.

La Guardia hat die USA-Regierung ersucht, sofort eine Kürzung des Weizenverbrauchs um ein Viertel inzuordnen. Falls die UNRRA die versprochenen Lebensmittel nicht binnen zwei Tagen erhielte, hat La Guardia seinen Rücktritt angedroht.

Trumai hat zunächst eine Kürzung des Mehlverbrauds um ein Viertel verfügt.

Herbeit Lehmann, der Vorgänger La Guardias in der Leitung der UNRRA, hat, ebenso wie der Vorsitzende des Ernährungshilfsausschusses, Chester Davis, scharfe Kritik an der Regierung der USA geübt, weil sie die Hilfsaktion für die hungernden Länder verzögere. Die Vereinten Nationen, so sagte er, stünden, vor der „tödlichen Gefahr“, die erste Schacht des Nachkriegs zu verlieren.

Elf nordamerikanische charitative Verbände, die sich unter dem Namen Cralog in einer Hilfsorganisation Für Deutschland zusammengeschlossen haben, sandten im Februar 1940 t Liebesgaben in die USA-Zone. – Eine Lebensmittelspende Irlands ging nach Freiburg i. Br. zur Schulkinder-Speisung. – Die Schweiz schickte weitere 600 t Saatkartoffeln für Oberkaden.

Argentinien kann nach Durchführung der Brotrationierung, die wahrscheinlich erfolgen wird, zusätzlich eine Mill. Tonnen Weizen liefern, wie der diplomatische Sachverständige F. Sayre bekanntgibt. Dei Eigenverbrauch könne von 2,5 auf 1,5 Mill. Tonnen herabgedrückt werden. – Für argentinische Getreidetransporte nach Europa sind 15 Schiffe in Dienst gestellt worden.

In einer Empfehlung, die der Koordinationsausschuß des Alliierten Kontrollrats an das „Vereinigte Emährungskomitee“ gerichtet hat, heißt es: „Die Verweigerung ausreichender Kunstdüngerzufuhren für Deutschland würde auf lange Zeit hinaus die Lieferung einer weitaus größeren Tonnage an Lebensmitteln mit sehr viel höheren Kosten rötig machen, die von den Besatzungsmächten in Erfüllung ihrer Militär-Verwaltungstätigkeit zu liefern wären.“