Seit dem 15. April verkehren in der britischen Zone, wie bereits berichtet wurde, eine Reihe neuer D Züge. Zugleich ist der Personenzugverkehr, besonders der Berufsverkehr, weiter verbessert worden. Auf der Strecke Ruhrgebiet – Hannover läuft jetzt neu ein Fernpersonenzug. Soweit die Kohlenlage es gestattet, sollen weitere Verkehrsverbesserungen geschaffen werden, entsprechend der fortschreitenden Wiederherstellung von Lokomotiven und Wagen.

Ein Durchgangs-Eilgüterzug verkehrt von Wesermünde über Lehrte, Kassel, Gießen nach Frankfurt a. M., mit günstigen Anschlüssen nach Württemberg-Baden und Bayern. Ein weiterer Zug gleicher Art geht neuerdings von Wesermünde über Bebra–Würzburg nach München. Ab 15. Mai soll der Eilgüterzugverkehr Frankfurt – Köln – Ruhrgebiet anlaufen.

Eine „Oberdirektion“ der deutschen Eisenbahnen in der Französischen Besatzungszone ist mit dem Sitz in Speyer gebildet worden.

Die USA-Militärregierung soll entscheiden, ob Grundeigentum und Aktiven (außer rollendem Materia) der Eisenbahnen in den drei süddeutschen Ländern Gemeineigentum werden oder, wie Bayern fordert, auf Großhessen, Württemberg-Baden und Bayern aufgeteilt werden sollen. Das rollende Materia wird in jedem Falle gemeinsames Eigentum bleiben.

Ein neuer direkter Zug Calais – Basel, der täglich verkehrt, wird am Montag, Mittwoch und Freitag Anschluß an den Arlberg-Expreß nach Wien und Prag haben.

Auf der Strecke Warschau – Stockholm wurde der direkte Eisenbahnverkehr mit einer Fähre über die Ostsee wieder aufgenommen.

– Die Zahl der über Hamburg geleiteten Auslandsbriefsendungen ist von 175 000 in der ersten auf 220 000 in der zweiten Aprilwoche gestiegen; jede füifzehnte bei Hamburger Postämtern aufgegebene Postsache geht ins Ausland. – Es wird daran erinnert, daß Auslandssendungen die Zonenbezeichrung (also zum Beispiel „British Zone, Germany“) und die Angabe der benutzten Sprache tragen müssen.