Polen hat in den Kohlenverhandlungen mit Frankreich die Lieferung von schlesischer Kohle an Deutschland vorgeschlagen; dafür soll der französische Anteil an der Ruhrkohlenförderung entsprechend erhöht werden.

Die Prager Regierung plant die Wegsteuerung aller Kriegsgewinne und eine Sonderbesteuerung aller alten Bankguthaben und Wertpapiere.

Zwischen der Tschechoslowakei und der belgischluxemburgischen Zollunion wurde ein Handels- und Finanzabkommen für 6 Monate abgeschlossen.

Die Sowjetunion übernimmt ein Kraftwerk in Nordfinnland, um den Energiebedarf der Nickelwerke von Petsamo zu decken. Als Gegenleistung wird auf die weitere Rückerstattung russischen Eigentums, das im Kriege nach Finnland verbracht worden ist, verzichtet; ferner liefert die Sowjetunion 100 000 t Weizen.

Der amerikanische Kohlenstreik hat bisher einen Produktionsausfall von mehr als einer Million Tonnen Ro’hstahl zur Folge gehabt.

In den USA ist ehemaliges deutsches Eigentum im Werte von rund 1 Milliarde Dollar festgestellt worden, das sich im Besitz von Strohmännern befindet. In europäischen Ländern sind 20 Sonderbeauftragte tätig, um zu ermitteln, inwieweit angeblich in neutralem Besitz befindliche Vermögenswerte tatsächlich von Deutschen (deutschen Firmen) kontrolliert werden.

Das Repräsentantenhaus hat die Beibehaltung der Preisüberwachung bis zum März 1947 beschlossen, aber erhebliche Abänderungen des Kontrollsystems vorgenommen: Preiserhöhungen sollen künftig zulässig sein, um dem Handel und der Industrie „angemessene Gewinne“ zu sichern. Für Automobile, Rundfunkgeräte und andere wichtige Waren fallen die Preisbegrenzungen fort. Die Subventionen für das „Bekleidungsprogramm“ sind gestrichen worden.