Aus der Fülle der Nachrichten, die in den letzten Wochen über Besprechungen, Berichte und Beschlüsse zur Welternährungskrise an uns gelangt sind; läßt sich erkennen, daß man mehr und mehr zu einer realistischen Betrachtungsweise kommt, während zunächst, monatelang, sehr viel über Planung und Lenkung „in weltweitem Rahmen“ gesprochen, die Mangellage währenddessen immer verderblicher geworden war. Eine Reihe von Fakten schält sich allmählich immer klarer heraus:

1. In der laufenden Versorgungsperiode, die, nach Hoovers Bericht an Truman, bis Ende September läuft (obwohl die Ernten im Südteil der nördlichen Halbkugel schon jetzt beginnen), besteht ein Weizen-Einfuhrbedarf von insgesamt 14,5 Mill. Tonnen; der sichtbare Export-Vorrat beträgt demgegenüber 10,9 Mill., das Defizit also 3,6 Mill. Tonnen.

Die Bilanz sieht folgendermaßen aus (in Mill. Tonnen):

USA 4,22 Europa 8,40

Argentinien 2,38 Indien 2,90

Kanada 2,30 Pazifik ... 1,90

Australien 1,00 Lateinamerika 1,00