Nachdem der amerikanische Außenminister Byrnes sich in einer Rundfunkansprache mit der Pariser Außenministerkonferenz befaßt und vorgeschlagen hatte, die Generalversammlung der UNO um die Vorbereitung von Friedensvorschlägen zu bitten, falls es nicht zur Einberufung einer Friedenskonferenz in diesem Sommer käme, nahm auch der sowjetische Außenminister Molotow auf einer Pressekonferenz in Moskau zu den Pariser Besprechungen sowie zur Rede Byrnes Stellung. Er bedauerte die west-östliche Blockbildung und das geringe Verständnis, daß die russischen Forderungen bei den westlichen Alliierten gefunden hatten.

Anläßlich des vierten Jahrestages der Unterzeichnung des Bündnisvertrages zwischen Großbritannien und der Sowjetunion fand ein Telegrammwechsel zwischen den Außenministern der beiden Länder statt, in dem von beiden Seiten der Hoffnung Ausdruck gegeben wird, das Bündnis möge auch im Frieden den beiden Völkern dienen und zur Weltsicherheit beitragen.

Am Montag begannen die stellvertretenden Außenminister in Paris ihre vorbereitenden Besprechungen. Auf der Tagesordnung stehen die französisch-italienischen und italienisch-österreichischen kleinen Grenzberichtigungen. Die Interessen Italiens gegenüber den französischen Forderungen werden von Lupi di Sorogna und die Österreichs gegenüber Italien von dem österreichischen Außenminister Gruber vertreten.

Die vier Großmächte einigten sich auf eine Revision der Waffenstillstandsbedingungen für Ungarn, Rumänien und Bulgarien für den Fall, daß auf der nächsten Außenministerkonferenz kein Ergebnis erzielt würde.

Die Räumung ganz Aserbeidschans von sowjetischen Truppen meldete der persische Ministerpräsident Ghavam es Sultaneh. Hierdurch ist die Voraussetzung für die Abhaltung von Parlamentswahlen gegeben. Ferner stehen neue Verhandlungen zwischen der persischen Zentralregierung und der autonomen Provinzregierung von Aserbeidschan bevor.

Auf der in London beendeten Dominionkonferenz wurden die Fragen der Unabhängigkeit der Dominien, der Verteidigung des Empire nach neuen, sich aus den Erfahrungen des letzten Krieges ergebenden Gesichtspunkten, in denen die Dezentralisierung begünstigt wird, und eine gemeinsame Wirtschaftspolitik sowie die europäischen Friedensverträge behandelt.