Viele tausend Studenten werden mit tiefer Genugtuung vernommen haben, was über sie die "Zeit" in ihrer vorletzten Nummer gesagt hat, und nicht minder werden Eltern, Angehörige, Freunde froh gewesen sein, daß jemand so offen und verständnisvoll die Lage derer bespricht, die zum Studium nicht zugelassen sind. Nur ein Dutzend Menschen ist über einen Satz dieses Artikels tieftraurig und erstaunt. Dieser Satz lautet: "Wir verstehen nicht, wie die alten Männer schlafen können, die in den Ausschüssen und Kommissionen sitzen, die den Beginn des Studiums verzögern, wenn sie daran denken, daß vor den von ihnen verschlossenen Toren in Nacht und Wind junge Menschen stehen, die sich nach dem Licht und der Wärme geistiger Arbeit sehnen. "Du liebe Zeit"!, als ob wir (denn ich gehöre auch zu diesen Greisen) nicht genau das erstrebt hätten, was der Artikelschreiber möchte. Nur waren wir leider über die Gründe informiert, die zu den Abweisungen führten, und hatten unsere strikten Vorschriften, nicht mehr als eine bestimmte Anzahl von Studenten in jeder Fakultät zuzulassen, da die übrigen für andere Arbeiten dringend nötig seien, und hatten sehr genau spezifizierte Anweisungen, wen wir zunächst zu berücksichtigen hätten. Da haben wir uns nun sechs Wochen lang durch Tausende von Fragebogen, Zeugnissen, Gutachten, Einsprüchen, Empfehlungen hindurchgewühlt; die Studenten, haben in langer Schlange vor unseren Türen gestanden, und wir haben, soweit das möglich war, jeden angehört und haben uns redlich bemüht, soweit das in der kurzen Zeit irgend ging, noch das Beste aus der Situation zu machen, und dann kommt jemand, der genau das gleiche will wie wir, nur ohne zu ahnen, was wir getan haben und warum wir es tun mußten, und ohne, wie wir es getan haben, schlaflose Nachtstunden an diese Aufgabe zu setzen, und schlägt uns – bauz – einen hinter die Ohren: Wie war es doch mit dem freundlichen Herrn bei Wilhelm Busch, der "einem Menschen namens Meyer" so hilflich auf seine betrunkenen Beine stellte und dem dafür der Prachtzylinder über den Kopf gepatscht wurde?

Sinnend stand der Gute da,

Und er fragt, wie das geschehen

Und warum ihm das geschah. Sn.