Die bayrische Regierung hat kürzlich die Verstaatlichung des Eisenwerks Maximilianshütte beschlossen und bei der amerikanischen Militärregierung die Genehmigung ihres Planes beantragt. Die Verstaatlichung sei notwendig, so heißt es in der Entschließung, um die Kapazität der Werke, die mit 35 000 Tonnen monatlich zwei Drittel des bayrischen Bedarfs decken könnten, besser auszunutzen. Gegenwärtig erreicht die Monatsproduktion mit 1500 Tonnen nur knapp 5 v. H. der Höchstleistung.

Allerdings wird von den beiden Betrieben der Gesellschaft wohl nur das Stammwerk Sulzbach-Rosenberg in den Staatsbesitz übergehen können. Das zweite Werk, Haidhof, steht auf der Liste der für Reparationsleistungen beschlagnahmten Industrieanlagen und besaß nur bis zum 1. Juni Produktionserlaubnis

Die Sozialisierung der Maxhütte bedeutet die Sprengung des Flick-Konzerns, der in der deutschen Rüstungswirtschaft eine wichtige Rolle spielte. Die Eisenwerk AG Maximilianshütte besitzt ein Stammkapital von über 40 Mill. RM; ihre Aktien gehörten früher zu den fortlaufend gehandelten Papieren an den deutschen Börsen und sind besonders am Berliner und Münchner Markt in Erscheinung getreten. N-ck