Dr. Erhard, der bayrische Wirtschaftsminister, hat in einem Interview erklärt: "Der Zeitpunkt der Währungsbereinigung läßt sich nicht mehr lange hinausschieben; erst danach, bei voller Ausnutzung der Arbeitskapazität, wird der wirtschaftliche Kreislauf wieder richtig in Gang kommen."

Am 13. und 14. Juni fanden in Berlin Besprechungen zwischen Vertretern der sowjetischen und der USA-Zone über eine Belebung des Güteraustausches statt. Bisher hat die Sowjetzone aus den Westzonen Waren im Werte von 12 Mill. RM erhalten und dahin für 3,5 Mill. RM geliefert; die von Firmen vorgeschlagenen Bezugs- und Lieferwünsche beziffern sich auf 40 Mill. bzw. 20 Mill. RM.

Eine Denkschrift der Hamburger Gewerkschaften fordert einen Lohnausgleich, unter Berufung darauf, daß seit 1932 die Ernährungskosten um 10 v. H., die Bekleidungskosten um 100 v. H. und die Preise für sonstige Bedarfsgüter (ohne Heizung und Mieten, die stabil geblieben sind) um 30 v. H. gestiegen sind. Der Lohnausgleich soll auch die Tatsache der Verschlechterung der Lebenshaltung und der Herabsetzung der Arbeitszeit berücksichtigen.

Im Kreis Zwickau sind die ersten Baumwollsendungen aus der Sowjetunion in Höhe von 390 t an die Fabriken verteilt worden.

Einen agrarwissenschaftlichen Kongreß will die Deutsche Verwaltung für Land- und Forstwissenschaft in der Sowjetzone noch vor Beginn der neuen Ernte, voraussichtlich Ende Juni, abhalten.

Die Körting-Werke in Konstanz wollen einen Vierröhren-Empfänger zum Preis von etwa 250 RM sowie einen kleineren und billigeren Empfänger herausbringen; die erste Serie wird mit 250 Stück aufgelegt.

Für Transporte aus der Sowjetzone ist jetzt wieder eine Transportversicherung möglich; die Prämien betragen zwischen 2 und 8 v. H.