brachte im Endresultat wenig Kursänderungen Das Hauptmerkmal war eine Belebung der Umsätze, die zuerst die süddeutschen Börsen ergriff dann auch Hamburg und die beiden übrigen Platze der britischen Zone erfaßte.

Soweit die freundliche Tendenz der Märkte zu Kurssteigerungen geführt hatte, gingen die Gewinne im Laufe des Berichtzeitraumes größtenteils wieder verloren. Eine etwas stärkere Abgabebereitschaft scheint hauptsächlich mit dem kommender Steuertermin am 10. Juli zusammenzuhängen. Daß es sich beim Angebot in erster Linie um Realisationsverkäufe handelt, zeigt schon die gleichmäßige Kursentwicklung auf dem Aktienmarkt. Unter den führenden Papieren zeigt keines eine Kurskurve, die vom Trend wesentlich abweicht.

Die bis vor kurzem noch beträchtlichen Kursunterschiede zwischen Hamburg und den süddeutschen Plätzen werden langsam nivelliert. Für die letzte Woche zeigen einige Papiere (Daimler, Wintershall, Stahlverein und andere) schon gleiche Notierungen in Nord- und Süddeutschland, andere nur noch geringe Differenzen.

Auch auf. dem Rentenmarkt sind – abgesehen von der Umsatzbelebung – wenig Änderungen zu verzeichnen. Pfandbriefe der Westzonen halten größtenteils unveränderte Kurse, wie die Hamburger Hypothekenbank mit 105,20 und die Hamburgische Landesbank mit 104,20. Auch die Pfandbriefe der Ostzone haben sich nach dem vorübergehenden Kurseinbruch in der Vorwoche diesmal besser behauptet. Pfandbriefe der Deutschen Centralbodenbank notieren zurzeit 56 1/2, die der Meininger Hypothekenbank 63 und die der Preußischen Landespfandbriefanstalt 90.