Eines Tages war in der Hölle die Stimmung auf den Nullpunt gesunken. Des Teufels Großmutter schalt ihren Enkel, seit Kriegs- und Naziende keine Einfälle mehr zu haben und daß es höchste Zeit sei, etwas Neues zu ersinnen. Nun, Beelzebub grunzte und schmollte, einige Tage, aber als er mißmutig in sein Laboratorium trat, kam ihm ein rettender Gedanke. Fröhlich pfeifend machte er sich an die Arbeit, zog seine Gummihandschuhe über, holte einige Behälter herbei und begann zu mixen. Zuerst etwas vom „Unangenehmen Zeitgenossen“, dazu eine gute Prise des „Unkameradschaftlichen Geistes“, einige Tropfen „Höllenwhisky“, viel gewürfelte „Überschläue“ und eine Dosis von dem dicken Sirup, aus dem er sonst die „Großen Lumpen“ destillierte. „Das müßte ja mit dem Teufel, zugehen, wenn nichts gelänge“, brummte er. Kaum mischte sich diese Mixtur mit den anderen Essenzen, da blitzte und dampfte es aus dem Tiegel. Dicker schwarzer Qualm wallte hoch, es brodelte und zischte, daß es eine Freude war. Beelzebub blies sodann ins Feuer, daß die Mischung hoch aufkochte, und kippte das Ganze dann in einen Tiegel.

Unter ohrenbetäubendem Lärm wuchs eine Gestalt empor, wie sie in der Hölle noch nie gesehen ward. Das Ganze überzogen mit einer biedermännischen Schicht. Beelzebub atmete tief: „Du bist ein Meisterstück – ich nenne dich: der Schwarzhändler!“ H. H.