Als Irik vor dem hohen Gittertor der Anstalt füi Epileptiker und Geisteskranke ankam, beugte sich ein junger Kranker aus dem kleinen Fenster des Torhäuschens und fragte, wen er besuchen wolle.

;eigte das Telegramm vor mit der NachvW Klaras Tod, uwcTer Jüngling dntcWe mit befissener Bravheit auf einen Hebel neben seinem förtnersitz. Eine kleine Gittertür, die ein Teil des großen Bogens war, sprang auf. Erik trat in den Anstaltspark ein. Zu beiden Seiten des Hauptweges lagen Häuschen und Baracke. Sie hätten von Soldaten bewohnt sein können, die eben ausmarschiert waren. Kein Laut war zu hören. Aber Erik vernahm durch die ausgefüllte Stille die Gegenwart der viele Geisteskranken Hinter einer Gruppe von drei Tannen stand ein gelbes kleines Haus, leicht und heiter wie ein Schihütte. Er wußte sofort: dies war das Totenhaas.

Eine Krankenschwester kam vorbei. Hinter ihr trugen Mädchen mit plumpen Körpern und mondoffenen Gesichtern einen Korb voll Wäsche. "Bitte wer könnte mir wohl das Totenhaus öffnen?" fragte Erik und zog den Hut "Es braucht ja niemand mitzukommen, wenn ich nur den Schlüssel einen Augenblick bekommen könnte. Es handelt sich um eine Verstorbene, um Klara eine Verwandte von mir. Meine Familie möchte, daß ich sie sehe, ehe sie für die Überfuhrung eingesargt wird "Bitte, warten Sie hier auf mich", flüsterte die Schweste, als wäre hier plötzlich auf Klara Rücksicht zu nehmen, weil ihre Leiche in die Heimat übergefüirt werden sollte, und sie mit einem Herrn verwandt war, der den Hut zog. Sie verschwand im Schacht eines Kellereingangs, und Erik stand vor einer roten Backsteinfassade mit drei Reihen dickglasiger Fenster allein.

Er sah zum Totenhaus hinübet, das in der Stille isoliert talag. Plötzlich fühlte er, daß er beobachtet wirde. An einem Fenster im ersten Stockwerk wir das lange, grauweiße Gesicht eines Mannes trschienen. Der Mann hatte in der Mitte gescheitetes blondes Haar, das ihm lang über die Backen herabfiel. Sein Gesicht sah aus, als wolle er unentwegt das Gute. Wie der Christus von TJiorwaldsen. Mein Reich ist nicht von dieser Welt, dachte Erik.

Der Mann hatte Erik nicht einen Moment aus den Augen gelassen. Er hob seine verhangenen "bläuen AUgeH"TlfWrYtfiFEiik "atr zBm lanbenartigen Eingang des Totenhäuschens hm.

"War sie deine Tochter?" Erik ging rasch ein paar Schritte zur Seite, als die Augen ihn losließen, und antwortete nicht. "War sie deine Tochter?" "Nein", sagte Erik, "eine alte Verwandte, eine ganz entfernte Verwandte von mir Im Kellergang waren Schritte zu hören, und die Schwester kam wieder herauf. Sie trug einen dicken Holzklotz in der Hand, an dem ein kleiner rostiger Schlüssel hing "Bitte warten Sie noch", sagte sie im Vorübergehen und entfernte sich hastig auf einem Seitenpfad, der, schmaler werdend, um das Totenhäuschen herumführte. Nach kurzer Weile kam sie mit zwei Männern zurück, und die drei gingen auf den vorderen Eingang zu und schlössen auf. Erik wollte ihnen gleich folgen, aber einer der Männer, ein gutmütiger junger Barbar mi weichen braunen Augen schob ihn zurück. "Bleiben Sie noch einen Augenblick draußen", murmelte er, als wäre ein Kind zu besänftigen, "das ist so noch nichts für Sie. Wir haben so viele jetzt und müssen die Frau erst heraussuchen. Wir bringen sie dann in den Vorraum " Er wartete eine Weile und trat ein. Die Tür blieb offen. Im Eingangsraum standen zwei schwarze Holzblöcke. Vertrocknete Blätter und Fetzen weißer Papierspitzen lagen am Boden.

Hier war die Garderobe der Toten. Die Wand, die sie vom Hauptraum abteilte, ließ zu beiden Seiten ein Stück frei. Ein süßlicher, kühler Geruch strömte heraus. Erik hielt sich das Taschentuch als Filter vor den Mund. Aber der Geruch war schon in ihm, in der Nase, im Mund, in der Lunge, in "den Kleidern. Er ging gegen diesen Widerstand ein wenig vor und sah jetzt den unteren Teil eines Sarges an der Fensterseite der keinen Vorhalle stehen., ,, j"Wir haben sie schon gefunden, sagte die Schwester.