Die sechsjährige Stella, zeichnerisch hochbegabt, ist schwer zu bewegen, etwas anderes zu tun als zu malen und zu zeichnen. Wenn sie durch den Raum geht, bleibt sie vor einem Gegenstand stehen, der ihr besonderes Interesse wachgerufen hat, hebt die Hand und zeichnet die Umrisse in der Luft nach. Sie zeichnet, ohne zu sprechen. Am Schluß gibt sie ihren Bildern Namen.

Ihre Stimme ist ganz tief, und sie wählt die einzelnen Worte vorsichtig: "Ich will nicht schreiben lernen. Ich will malen!" "Für deine Bilder", läßt sich Stellas Freundin Pussi vernehmen, "wäre es besser, du könntest deinen Namen richtig darunterschreiben, Stella — Nach langer Pause kommt Stella leise an den Stuhl der Lehrerin, sie hat ein Blatt Papier und einen Bleistift in der Hand "Ich heiße Stella Diana Annot Jacobi", brummelt sie mir zu, "schreib mir das mal auf; ich will es zu Hause üben " Aber schon nach ein paar Minuten kommt sie mit ihrem Bild, es steht ihr Name in Spiegelschrift darunter. Sie sagt befriedigt: "So heiß ich " Sie nennt auch den Titel ihrer Zeichnung: "Mutti schimpft den Straßenfeger "