Fast 14 Tage lang hatte der stetige Kursanstieg an allen deutschen Börsen – verbunden mit einer starken Umsatzbelebung – angehalten, als um die Mitte der letzten Woche ein Rückschlag eintrat, der die vorher erreichten Gewinne zum Teil wieder ausglich. Inzwischen haben sich die Kurse jedoch wieder gefangen. Lebhafte Kurskurven der Aktien sind die Folge dieser Börsenentwicklung. So notierten auf dem Bankenmarkt Commerzbank 70 – 83 – 77 1/2, Dresdner Bank 70 – 81 – 78, Deutsche Bank 71 – 80 – 77. Reichsbankanteile überschritten vorübergehend den Parikurs, um später wieder auf 97 zurückzufallen.

Die Schwerindustriegruppe zeigt ebenso stärkere Pendelausschläge. Vereinigte Stahlwerke: 90 – 102 – 97, Mannesmann Stammaktien 146 – 154 – 147 1/2, Mannesmann Vorzugsaktien hielten sich dagegen stabil auf 110. Rheinmetall-Borsig notierten 83 – 94 – 87.

Auch die meisten Industrieobligationen konnten die Höchstkurse nicht halten, obwohl die Kursausschlage geringer waren als auf dem Aktienmarkt. Unter den vierprozentigen Schuldverschreibungen wurden Daimler-Benz von 1942 mit 109 gehandelt, Deutsche Industriebank mit 76, Rhenania Ossag zu 98 und Essener Steinkohle zu 50. Die 4 1/2 % igen Obligationen waren vertreten durch Harpener Bonds (150), HEW-Obligationen von 1940 (105%) und Krupp-Obligationen von 1936 (57%).

Auf dem Markt der Pfandbriefe und Kommunalobligationen waren die Veränderungen verhältnismäßig gering. Deutsche Centralboden-Pfandbriefe (Januar/Juli) erreichten 72%, die Pfandbriefe der Preußischen Landespfandbriefanstalt 99.

–ck.