Die Hanseatische Wertpapierbörse konnte in diesen Wochen auf ihr einjähriges Wiederbestehen zurückblicken. Im Juli des vergangenen Jahres war es der Initiative der Hamburger Börsenkreise dank der Unterstützung durch die Militärregierung gelungen, die Hamburger als erste Börse in Deutschland wieder zu eröffnen. In Abständen folgten dann Frankfurt a. M. und München Da Berlin noch immer ohne Börse ist, wurde die Hansestadt zum größten Börsenplatz aller deutschen Besatzungszonen. Das ergibt sich auch aus den Umsätzen. Wurden in den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung täglich rund 200 000 RM umgesetzt, so stieg der Tagesumsatz im Herbst 1945 schon auf 500 000 RM und war zu Anfang dieses Jahres zwischen 1 500 000 und 1 800 000 RM emporgeschnellt. Jetzt beträgt der tägliche Börsenumsatz rund 850 000 bis 1 500 000 RM. Im ersten Jahr betrug der Gesamtumsatz der Hamburger Börse, etwa 200 Mill. RM. W.