Die französischen Lohnerhöhungen gelten, rückwirkend ab 1. Juli, für über 12 Millionen Arbeiter und Angestellte. Die Lohnsumme erhöht sich jährlich um etwa 80 Milliarden. Gleichzeitig mit der Lohnerhöhung wurde die Einkommensteuer gesenkt. durch Heraufsetzung der Freigrenze von 40 000 auf 60 000 Franken jährlich; auch die Familienfreibeträge wurden erhöht. Die achtzehnprozentige Lohnerhöhung gilt nicht für das gesamte Verkehrswesen, einschließlich der Schiffahrt, für die öffentlichen Dienste und den Handel. Hier sollen die Löhne und Gehälter nochmals überprüft werden.

Erhebliche Preissteigerungen, die bei Brot 6 Franc je kg (bisheriger Preis 8 Franc) ausmachen, werden aus Frankreich gemeldet. Die Getreidepreise beim Erzeuger sind dagegen auf etwa 1000 Franc je Doppelzentner herabgedrückt worden. Die Personentarife der Bahnen wurden um 10 v. H., die Frachten um 30 v. H. erhöht.

Rund 770 000 Arbeitskräfte fehlen in den ehemals deutschen Grenzgebieten der Tschechoslowakei, besonders in den nordböhmischen Kohlengebieten und in den Waggonfabriken. Ein Absinken der Außenhandelsleistungen wird als unvermeidlich bezeichnet.

Nach einem UNRRA-Bericht fehlen in Weißrußland und der Ukraine Nahrungsmittel, Kleidung, Schuhwerk, Medikamente und Behausungen. Die einzigen Nahrungsmittel, die käuflich erhältlich seien, außer Brot, Tee und Wein russischer Herkunft, stammten aus UNRRA-Sendungen. Nur Brot sei ausreichend vorhanden, während die festgesetzten Rationen an Fleisch und Fett nur zu einem kleinen Teil, etwa mit einem Pfund je Person im Monat, zugeteilt würden.

Mit dem Bau einer Erdgasleitung aus dem Kap. patengebiet nach Kiew und dem Bau einer Autostraße Kiew–Charkow ist begonnen worden.

Japan soll, anstatt Textilmaschinen auf Reparationskonto abzuliefern, solche Maschinen neu erhalten – das ist die Forderung nordamerikanischer Wirtschaftskreise, der sich neuerdings auch bestimmte Gruppen der britischen Textilindustrie angeschlossen haben. Von den letzteren wird befürwortet, die japanische Produktion an Kunstseide zu erhöhen.

Die Steyr – Werke sind durch die USA-Besatzungsbehörden der Treuhänderschaft der österreichischen Regierung übergeben worden.