... stand zunächst im Zeichen starker Kursrück gänge, bis sich zum Wochenende die meisten Aktien Kurse wieder fingen und eine freundlichere Tenden einkehrte. Der vorübergehende Kursverlust wird in erster Linie auf die Nachricht von der bevorstehen den Beschlagnahme der Vereinigten Stahlwerke durch britische Behörden zurückgeführt. Stahl Vereinsaktien notierten in Hamburg zuletzt 101 1/2 in Frankfurt 100, in München sogar nur 98.

Auch die übrigen Aktienwerte lagen in Hamburg durchweg über den Frankfurter Kursen. BMW wurden in Hamburg zu 103 umgesetzt, in Frankfurt zu 100. Schering notierten 129 bzw. 127, Mannesmann 159 bzw. 157. Siemens wurden dagegen überall gleich notiert: Stammaktien 114, Vorzugsaktien 109. Reichsbankanteile halten in Hamburg 106, in Frankfurt 104. Die Kurse der drei Filialgroßbanken tendierten in Nord- wie in Süddeutschland um 85 v. H.

IG-Farben-Aktien – in der britischen und amerikanischen Zone schon seit Monaten aus dem Wertpapierhandel ausgeschaltet – werden in der französischen Zone im Freiverkehr immer noch umgesetzt. Der letzte aus Freiburg bekanntgewordene Kurs lautete 93 B.

Auf dem Industrieobligationenmarkt sind außer den regelmäßig gehandelten Werten wie Krupp-Obl. (68), BMW (87) und Mannesmann (102 1/2) auch einige Papiere am Markt erschienen, die seit Wochen nicht gehandelt worden waren. Auch der Pfandbriefmarkt verzeichnete größere Umsätze als in der Vorwoche. Die meisten Ostpfandbriefe gewannen in Hamburg nach vorübergehenden Kurseinbußen den Stand der Vorwoche zurück. Deutsche Centralbodenpfandbriefe halten 86, die Kommunalobligationen des gleichen Instituts 82%. Die einzige 4 1/2proz. Emission unter den 4proz. Pfandbriefwerten des Hamburger Markts, der Pfandbrief der Preußischen Landesrentenbank, notiert 85 v. H.