Im Juli wurden rund 240 000 t Lebensmittel, d. h. 36 000 t mehr als im Vormonat, in die britische Zone eingeführt. Ausfuhren erfolgten nicht. Es handelt sich vorwiegend um Weizen, Mais und Gerste (aus Großbritannien und Kanada), Kartoffeln und Frischgemüse (aus Holland, Großbritannien und der Tschechoslowakei) sowie um Fische aus britischen und norwegischen Hafen-

Ehemalige Krupp-Betriebe in Bamberg, Kulmbach und Nürnberg firmieren jetzt als "Südwerke G. m. b. H." Die Gesellschaft baut in ihrem Nürnberger Werk einen 4 1/2-Tonner-Lkw.

Rund 12000 t Schnittholz für die USA-Zone, in Archangelsk verladen, werden im Hafen Brake gelöscht.

Für mehrere Monate mit Rohjute versorgt sind dank britischer Zufuhren die Jute-Verarbeitungsbetriebe der britischen Zone (mit etwa der Hälfte der Vorkriegskapazität, die 106 000 Spindeln und 3600 Stühle umfaßte).

Ein sprunghaftes Ansteigen, von 3.24 Mill. RM im April auf 8.46 Mill. im Mai, zeigen die jüngst veröffentlichten Zahlen über den Interzonenhandel zwischen der französischen Zone Südbadens und ihren Nachbargebieten.

Sei der wirtschaftlichen Zusammenfassung der beiden Westzonen sollen gemeinsame Organe für Ernährung und Landwirtschaft (in Stuttgart), Industrie (in Minden), Binnen- und Außenhandel (in Minden). Finanzen (voraussichtlich in Stuttgart) und Verkehr (Bielefeld?) geschaffen werden, evtl. auch für Post und Telegraphie. Der zentrale angloamerikanische Koordinationsstab wird in Berlin sitzen.

Mit dem Sitz in Duisburg ist eine "Anglo-amerikanische Kommission zur Verwaltung und Kontrolle des deutschen Schiffsverkehrs auf Rhein, Main und Neckar" geschaffen worden. Ausführendes Organ wird die "Rheinische Transport zentrale" sein. – Frankreich war eingeladen, der Kommission beizutreten.