Das Hauptmerkmal der letzten Börsenwoche war eine starke Belebung der Umsätze. Die schon in den voraufgegangenen Wochen verzeichnete Aktivierung der Geschäftstätigkeit nahm vor allem an den norddeutschen Börsen noch zu. Hamburg meldet einen Wochenumsatz von mehr als 6 Mill. RM. Etwa 60 v. H. dieser Summe entfallen auf Umsätze auf dem Rentenmarkt, der Rest auf Aktienumsätze. In Frankfurt, dessen gleichfalls erhöhte Umsätze nur einen Bruchteil der Hamburger ausmachen, verhalten sich, die Umsatzzahlen auf dem Renten- und dem Aktienmarkt dagegen wie 3 : 1.

Die Kurse waren an den süddeutschen Börsen einigen Schwankungen unterworfen, halten sich in Hamburg dagegen stabil. Stärkere Kursgewinne waren kennzeichnend für den Bankenmarkt. Commerzbank-Aktien erreichten in Hamburg 107 nach 100 in der Vorwoche, Deutsche Bank 97 1/2 nach 93, Dresdner Bank 101 1/2 nach 95. Reichsbankanteile erzielten geringere Gewinne als die Papiere der drei Filialgroßbanken.

Die Schwerindustriegruppe hielt sich besser als bisher: Hoesch behaupteten 130 1/2, Mannesmann 150, Rheinische Stahlwerke verloren einen Punkt und notierten zuletzt 128. Vereinigte Stahlwerke konnten sich auf 93 1/2 leicht verbessern.

Auch der Rentenmarkt war durch nur geringe Kursschwankungen gekennzeichnet. Einige Ostpfandbriefe konnten um mehrere Punkte aufholen, wie z. B. die 4proz. Pfandbriefe der Preußischen Zentralstadtschaft, die zuletzt zu 85 umgesetzt wurden; Pfandbriefe der Deutschen Centralbodenkreditanstalt erzielten ebenfalls 85, und die Preußische Landespfandbriefanstalt hält weiterhin den Parikurs.