Das Deutsche Zündholzmonopol kommt durch den Verkauf seines Eigentums an deutsche Interessenten zur Auflösung, wie ein Sprecher der amerikanischen Militärregierung in Berlin mitteilte. Im Jahre 1929 war das Deutsche Zündholzmonopol an die Schwedische Zündholzgesellschaft übergegangen, die damals für eine Anleihe an Deutschland bürgte. Die Fabriken des Monopols befinden sich in allen vier Besatzungszonen.

Für September bleibt es bei der bisherigen deutschen Kohlenausfuhrquote von 950 000 t. An Österreich gehen davon etwa 200 000 t, während Polen an Österreich nur 40 000 t monatlich liefern kann, die mit österreichischen Waggons abgeholt werden müssen. Franko polnisch-tschechoslowakische Grenze kostet die Kohle 10 Dollar je t, das heißt franko österreichische Grenze 14 Dollar, gleich etwa 50 v. H. mehr als deutsche Kohle. – Aus der Tschechoslowakei kann Österreich nur beschränkte Mengen an Braunkohle erhalten. Die deutschen Lieferungen an Österreich machen ein mehrfaches der Vorkriegszahlen aus.

Das Internationale Rote Kreuz warnt deutsche Auswanderungsinteressenten vor „privaten“ Agenturen, die für eine allgemeine – praktisch wertlose – Auskunft über Emigrationsmöglichkeiten 70 RM und mehr verlangen. Es wird empfohlen, amtliche Bekanntmachungen über die Möglichkeiten einer überseeischen Auswanderung abzuwarten.

Für die Mangelberufe der Bauarbeiter, Landarbeiter, Former und Näherinnen werden in Schleswig-Holstein Umschulungskurse eingerichtet.

Fast 43 v. H. unter dem Stand von 1939 liegt die Zahl der im Hamburger Handel Beschäftigten. Mit 56 000 Beschäftigten können die Handelsberufe in Hamburg keineswegs als übersetzt angesprochen werden.

In den Kölner Häfen wurden im Monat. August £5 700 t Schiffsladungen umgeschlagen. Mit 56.000 t Braunkohlenbriketts erreichte der Hafen Köln-Niehl den größten Umschlag.

Die Rheinhäfen von Karlsruhe melden eine umschlagsteigerung um 12 290 auf 91 235 t im August.