Der Monats- und Quartalsultimo veranlaßte zu zahlreichen Positionslösungen und ließ, die Umsätze, die in der Vorwoche beträchtlich geschrumpft waren, wieder anschwellen. Der Gesamtumsatz betrug in Hamburg rund 5 Mill. RM, von denen 2 Mill. auf den Aktienmarkt und 3 Mill. auf den Rentenmarkt entfielen. In Frankfurt erreichte der Aktienumsatz 270 000 und der Rentenumsatz 500 000 RM.

Die Kurse sind an den norddeutschen Börsen im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen, in Süddeutschland, unter der Führung von Frankfurt, dagegen etwas zurückgegangen. Auch in Hamburg machte sich am letzten Tage der Woche eine leicht nachgebende Tendenz bemerkbar. Einige Kurse: AEG in Hamburg 95, in Frankfurt 93; BMW in Hamburg 106, in Frankfurt 107 1/2, Rheinmetall-Borsig in Hamburg 87, in Frankfurt 89; Siemens & Halske Stammaktien überall 111; Schering in Hamburg und in Frankfurt 130; Vereinigte Stahlwerke in Hamburg 94%, in Frankfurt 96. Auch die übrigen Kurse weichen an den beiden großen Börsenplätzen Nord- und Süddeutschlands größtenteils nur noch geringfügig voneinander ab. Die Annäherung der Kurse ist besonders seit der Aufnahme des Interzonen-Fernsprechverkehrs zu beobachten.

Die Erholung der meisten Hamburger Lokalpapiere ist eines der interessantesten Merkmale der letzten Börsenwoche: Hamburger Hochbahnaktien, die im Zusammenhang mit der Verstaatlichungsdebatte stark gefallen waren, haben wieder bis auf 132 angezogen; Hansamühle notieren zurzeit 174 3/4; Hapag-Aktien erreichten vorübergehend 73 und halten jetzt 72; HEW-Aktien werden weiterhin mit 164 umgesetzt. –ck.