Die Zeitschrift "Die Naturwissenschaften", früher das Organ der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte und der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, hat wieder zu erscheinen begonnen. Sie wird von Professor Arnold Eucken, Göttingen, unter Mitwirkung namhafter deutscher Naturwissenschaftler im Springer-Verlag herausgegeben. Der frühere verdienstvolle Herausgeber, Professor F. Süffert, hat bei den letzten Kämpfen um Berlin den Tod gefunden.

Der neue Chefdramaturg des Münchner Staatsschauspiels Rudolf Bach hat Eichendorffs "Taugenichts" als Oper bearbeitet. Hermann Reutter vertont das Libretto.

Die Maximilian-Gesellschaft, eine der ältesten deutschen Vereinigungen von Bücherfreunden und Büchersammlern, hat ihre Arbeit wiederaufgenommen und zum Vorsitzenden Professor Dr. Carl Georg Heise, Direktor der Kunsthalle in Hamburg, zum stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Ernst 1. Hauswedell, Verlagsbuchhändler und Antiquar in Hamburg, gewählt. Die Gesellschaft beabsichtigt, insbesondere ihre publizistische Tätigkeit wiederaufzunehmen und neben vorbildlichen Drucken von dichterischen, literarisch oder historisch wertvollen Texten buchwissenschaftliche Veröffentlichungen herauszugeben, die typographische, bibliographische und andere buchkundliche Themen behandeln werden.

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Am Geburtsort Engelbert Humperdincks in Siegburg wurde eine Humperdinck-Gesellschaft gegründet. Mit dieser Gründung will die Stadt Siegburg das Lebenswerk Humperdincks fördern und sein Andenken ehren. Darüber hinaus hat sie es sich zur Aufgabe gesetzt, auch das junge zeitgenössische Schaffen der Tonkunst zu fördern.

Die 1886 in Westminster gegründete englische Goethe-Gesellschaft hat jetzt unter ihrem Präsidenten, Dr. G. P. Gooch, und seinem "Rat der englischen Goethe-Gesellschaft" seine Arbeit wiederaufgenommen. Die Bibliothek und der größte Teil der früheren Veröffentlichungen der englischen Goethe-Gesellschaft fielen einem Luftangriff auf London zum Opfer.

Jean Reuvier wird "Madame Bovary" neu verfilmen. Der Film wird keinen Dialog haben, sondern die Stimme von Flaubert – wahrscheinlich von Charles Laughton gesprochen – wird die Handlung laufend erklären.